Veröffentlicht: 14.02.2026. Rubrik: Menschliches
Kann ich dir etwas Gutes tun?
Eine vorschnelle Antwort auf diese Frage wäre falsch, könnte Folgen nach sich ziehen. Meine Bank, eigentlich nicht meine eigene, sondern mein geliebter Platz, um den Sonnenuntergang mit weitem Blick ins Rheintal zu genießen. Hinter mir die Ackerflächen die im Fruchtwechsel zwischen Mais, Zuckerrüben oder Raps bewirtschaftet werden. Hinter der Bank geht der Weg in ein bewaldetes Tal, also ein Hundeauslauf Areal wie man ahnt. Helene, eine nach der Uhr pünktlich erscheinende 52 Jahre junge Witwe kam auch diesmal wieder mit Lore ihrer Hündin freilaufend, die mich allerdings entgegen ihrer Herrin nicht beachtet.
Ich bin für Helene der Zuhörer, der sehr interessiert ist an ihren Worten, sie nicht unterbricht. Nebenbei bin ich völlig anders als es ihr verstorbener Mann war. Laut ihren Worten sind wir seit nun 3 Monaten seelenverwandt. Richtig verstehe ich es nicht, muss wohl in die esoterische Richtung gemeint sein.
Als es mit uns anfing vor drei Monaten, lag es an, ich traue es mich nicht zu schreiben, kaltem Sekt aus passenden Gläsern da Helene Geburtstag hatte, 52 wurde. Lore bekam einige Leckerli und blieb so in der Nähe.
Ich sah Helene an, was sollte ich ihr jetzt antworten. Eine Fahrradklingel ertönte, drehte mich um und sah Gerd Holz angeradelt kommen. Helene sagte nur Mist, sah ihn auch. Sie rief nach Lore, meinte dann wir sehen uns und ging.
„Habe ich euch beide gestört?“
„Könnte sein, setz dich Gerd. Nun erzähl mal wie war es im Stadion am Mittwoch“.
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