Veröffentlicht: 11.09.2026. Rubrik: Satirisches
Kleinstadtgeschichten 14 - Ego polieren um 5 Uhr
Freitag der 11. September, was war vor 25 Jahren wird überall wieder erwähnt, in einer Kleinstadt zum Glück nicht oder nicht lesbar, hörbar. In einer Kleinstadt ist alles anders. Da hat um 5 Uhr am Morgen eine bekannte Boulewardistin wieder Facebook aufgeweckt, eine Breitseite abgeschossen ( gegen mich) damit ihr Ego glänzt. Bürger kennen es, grinsen wenn diese Kriegerin des Wortes gegen jede Meinung, die nicht die ihre ist, sich meldet lesbar. Sie kämpft ständig gegen andere Fraktionen im Stadtrat, diese Nichts-hin-krieg-Kriegerin um den goldenen Thron des BM. Zwischen Klugscheißen und besser Wissen pendelt sie austeilend gegen alles, besonders was wachsend blau ist. Blau kann schweigen, lehnt sich nicht aus dem Fenster für solche noch betonten Ehrenamts-Albernheiten.
„An ihrem Gesicht sah ich schon was kommt“. Ich grinste die Dame auf dem Fahrrad an die mir auf dem schmalen Bürgersteig entgegenkam obwohl verboten noch dazu in der falschen Richtung. Das gleich danach zwei Jugendliche auf einem E-Scooter vorbeirasten im Slalom ist normal, denn das Ordnungsamt verbringt gerade den Vormittag in Nebenstraßen, um Falschparker zu finden. In der Gegend gibt es Bänke, Ruhebänke.
Hier ist heile Welt, also Leerstände normal und parkende Paketboten im absoluten Halteverbot. Um den alten Kiosk Bau liegen unzählige Zigarettenkippen. Die einst schönen Blumenbeete sind eine Schande, haben Tretpfade neu, um abzukürzen hin zu einem Außen Café. Hier treffen sich die Grundsicherungsleute, die vom Bürgergeld gut leben können und schlemmen zum teuren Kaffee noch den Eisbecher um 10 Uhr. Warum arbeiten, geht doch so auch. Ihre Zigarettenkippen schnipsen sie zu den schon dort liegenden auf dem Boden.
Deutschland gut, wir hier gerne leben.





