Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
5xhab ich gern gelesen
Diese Geschichte ist auch als .pdf Dokument verfügbar.
geschrieben 2026 von Jens (Jens Richter).
Veröffentlicht: 16.02.2026. Rubrik: Unsortiert


Die Reise nach Atlantis (1)

1
Was im Herrgottsnamen wollte Max in diesem Waldstück?
Gut, dass er wenigstens an eine Taschenlampe gedacht hatte.
Es war so finster, dass er trotz des Lichtstrahles kaum den Trampelpfad erkannte.
Nach Erhalt dieser ominösen Einladung hatte er lange mit sich gehadert, überhaupt hierher zu kommen.
Unter seinem linken Arm klemmte der Karton vom Dachboden, den er zu dem geheimen Treffen unbedingt mitbringen sollte.
Max beabscheute alles was mit Geheimnissen zu tun hatte.
Wenn es Gut wäre, dann hielte man Treffen nicht im Geheimen ab.
Vorsichtshalber hatte er den doppelläufigen Derringer eingepackt.
Gebraucht hatte er das Teil noch nie.
Er mochte keine Schusswaffen.
Doch es ist ein Trugschluss zu denken, Waffen töten Menschen.
Es sind immer Menschen, die mit Waffen andere Menschen töten.
Er erkannte die Umrisse der Komturei mitten im Wald.
"Lichtblick", rief er, als er an der schweren Holztür um Einlass bat.
Die einstige Ruine der Komturei stammte aus der Zeit der Tempelritter.
Das verriet die typische Symbolik, der Kreis mit dem roten Kreuz.
Erst in den letzten Jahren baute ein Verein das historische Gebäude originalgetreu auf.
Eine Gestalt, deren Gesicht tief hinter einer Kapuze verborgen war, ließ Max eintreten.
Von den Wänden flackerte Kerzenlicht, dass den Raum schwach ausleuchtete.
Im Inneren stand ein Tisch, der bereits an drei Seiten mit Menschen besetzt war.
Außer der Gestalt weitere fünf Menschen, die Max bereits erwarteten.
Max grüßte die Anwesenden, die ihm stumm zunickten.
Die verhüllte Gestalt wies Max einen leeren Stuhl an der unbesetzten Tischkante zu.
Max stelle den Karton in der Mitte des Tisches ab.
Er nahm Platz und musterte die Anwesenden.
Bei den Anwesenden handelte sich um vier Männer und einer bildhübschen Frau mit blauen Augen und schwarzen Haaren.
In ihren Haaren steckte eine Feder.
Hatte er ein Dechavü?
Er meinte, dass er sie schon einmal gesehen hatte.
Sie ähnelte einem Abbild der altägyptischen Göttin Maat.
Ihre Aura war unbeschreiblich.
Unter seiner Haut richtete sich jedes einzelne Härchen energiegeladen auf.
Es bereitete Max Mühe ihrem durchdringenden Blick stand zu halten.
Sie Alle waren bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.
Die verhüllte Gestalt blieb während der Ansprache stehen.
"Verehrte Dame, verehrte Herren, sie wundern sich sicher, dass ich sie bat, an diesem Treffen teilzunehmen. Sie gehören zu einem auserwählten Personenkreis, von dem wir, die Bruderschaft des Lichtes annehmen, dass sie unsere Arbeit fortsetzen können. Wir haben vorher ihre Lebensläufe intensiv überprüft."
Er hielt kurz Inne.
"Die Bruderschaft des Lichtes bereitet die Menschheit auf das Goldene Zeitalter vor, dass das finstere Zeitalter der Fische ablösen wird. Im kommenden Zeitalter wird auch das wahre Christentum zurückkehren."
Die Geladenen musterten sich gegenseitig.
"In ihrem zukünftigen Leben werden sie sich immer wieder fragen, warum wurde gerade ich ausgesucht? Diese Frage möchte ich ihnen kurz beantworten. Alle hier Anwesenden dienen schon seit Äonen der lichten Seite. Es war also kein Zufall, dass sie hier versammelt sind. Auch wenn sie unserer Sache in diesem Augenblick skeptisch gegenüber stehen, sie werden ihre Bestimmung erkennen, die Menschheit ins Goldene Zeitalter zu begleiten. Vertrauen sie ihrem Bauchgefühl, dann werden sie meine Worte verstehen."
"Wollen sie uns nicht wenigstens einander vorstellen? Ich weiß gern mit wem ich es zu tun haben", forderte einer der anwesenden Männer, der auffällig nobel gekleidet war.
"Aus Sicht der Bruderschaft ist das der Sache im Moment nicht zweckdienlich", erwiderte die verhüllte Gestalt.
"Sie müssen lediglich Herr von Sternberg kennen. Er wird, sein Einverständnis vorausgesetzt, die Funktion des Archivars in der Bruderschaft übernehmen. Außerdem erhalten sie alle in regelmäßigen Abständen Nachrichten von der Bruderschaft, die vertraulich zu behandeln und nach Kenntnisnahme zu vernichten sind."
Alle nickten.
"Herr von Sternberg holen Sie uns doch bitte die allsehende Kristallkugel aus dem Karton", bat der Verhüllte.
Max tat wie ihm geheißen.
Die bildhübsche Frau sah Max streng in die Augen.
Max hatte das Gefühl, dass sie den Kopf verneinend bewegte.
Sie griff nach der Kristallkugel und strich über die Oberfläche.
Sofort erschien ein hellblaues Holobild.
Es zeigte eine harmonische Welt mit all ihren Facetten.
Zum Beispiel einen blauen Himmel ohne Kondenzstreifen, üppige Vegetation, futuristischen Bauten, die eine autarke Stromversorgung enthielten und vieles mehr.
Die Präsentation dauerte beinahe zehn Minuten.
Den Anwesenden stand der Mund vor Erstaunen offen.
"Was ist das", fragte erneut der gutgekleidete Herr, der wie besessen auf die Kristallkugel stierte.
"Eine allsehende Kristallkugel", antwortete Max. "Sie zeigt uns die Zukunft."
"Was sich damit alles bewerkstelligen ließe. Man könnte im Vorab Geschäftsideen prüfen, Geld sicher anlegen und geplante Militäroperationen auf ihr Risiko überprüfen."
"Genau dafür ist das Artefakt nicht gedacht", fauchte die Frau böse.
Sie nahm ihre Hand von der Kugel.
Das Holobild erlosch sofort.
Die Frau musste Maat sein, dachte sich Max.
Sie beschützt offensichtlich die Kristallkugel.
"Meine Dame, meine Herren, sie kennen jetzt die Ziele der Bruderschaft", schloss die verhüllte Gestalt das Treffen.
"Bitte gehen sie mit sich ins Gewissen. Sie haben Bilder aus der Zukunft gesehen. Auch wenn sie noch Zweifel am Gesehenen hegen. Die Prophezeiung erfüllt sich mit oder ohne ihr zutun. Glauben sie mir, dafür lohnt es sich zu leben. Danke für ihre Aufmerksamkeit."
Kopfschüttelnd standen die Männer auf.
Einer nach dem Anderen verließ die Komturei.
Max verstaute währenddessen die Kristallkugel wieder im Karton und bildete den Schluss.
Die Frau raunte Max noch leise zu, "Grüßen sie bitte ihre Frau Mara. Und schützen sie die Kristallkugel vor dem Zugriff dunkler Mächte."
Max stutzte.
Woher kannte die Dame Mara nun wieder?
Seine geliebte Frau blieb ihm ein Rätsel.
Ebenso ihre Kontakte und ihr Umgang.

Fortsetzung folgt


(C) Jens Richter

counter5xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

geschrieben von CaptainX am 16.02.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Jens.
Klasse. Wenn es erzählerisch und inhaltlich so weitergeht, ist es Dir gut gelungen. Ich habe zwar das pdf, aber ich denke, ich werde die Kapitel einzeln wirken lassen.

Gruß
CaptainX




geschrieben von Jens Richter am 16.02.2026:

Hallo CaptainX,
Hallo Jo,
Hallo Lydia,
Hallo Rautus,
Hallo Butterblume, vielen Dank für Eure Herzen.
@CaptainX, ich gebe mir Mühe den Spannungsbogen hoch zu halten.
Die Technologie mit denen meine Helden durch die Zeit düsen, findet sich auch bei Professor Marcelloni.
Viele Grüße aus dem Reich der Mysterien von Jens

Mehr von Jens (Jens Richter):

Die Reise nach Atlantis (Exposé)
Jonas und die Wichtelmännchen
Professor Marcellonis Reise in die Zukunft
Wie die Hexe Gruella den Raben Krächzi heilte
Ein Rückblick