Veröffentlicht: 27.04.2026. Rubrik: Fantastisches
Die Feinde der Drachen, Teil 1
Hallo, da der Wunsch geäußert wurde, dass ich meine Geschichte um Kyraya weiterspinne, ihr wisst schon, die Drachenwandlerin, welche am Ende selbst zur Drachin wurde, ist dies sozusagen eine Fortsetzungsreihe davon, allerdings mit einer anderen Hauptperson und Kyraya taucht erst später in der Geschichte auf.
Kapitel 1: Die Magierzeremonie
Etwa 500 Meilen vom Wald der Wandler entfernt war eine große Stadt Namens Magicia, welche von Magiern beherrscht wurde. Dort lebte ein 15-jähriges Mädchen Namens Syra mit ihren Eltern und ihren zwei kleinen Schwestern. An diesem Tag sollte, wie einmal im Monat üblich, eine Magierzeremonie stattfinden. In dieser Zeremonie trafen sich alle Menschen vor dem Tempel der Magier, um den Magiern neue Kraft zu geben, welche sie dann einsetzen konnten, um ihre Stadt vor Drachen zu schützen. Syra wusste nicht weshalb, aber schon von klein auf glaubte sie nicht daran, dass Drachen bösartig waren. Gerade war ihre Familie dabei, sich für die Zeremonie fertig zu machen, da hielt Syra es nicht mehr aus. "Ich weiß nicht, warum, aber ich glaube nicht, dass Drachen böse sind", platzte es aus ihr heraus. Ihr Vater sah sie irritiert an. "Wie kommst du zu dieser Annahme, Tochter?", fragte er. Syra überlegte kurz. "Uns wird immer gesagt, dass die Drachen für den Riss zwischen dieser und der Unterwelt verantwortlich sind und die Lavadämonen befehligt haben, aber das kann ich kaum glauben. Drachen sind selbst starke Feuerbezwinger, wieso sollten sie ..." "Schweig", mischte sich ihre Mutter ein. "Mit diesen Worten zweifelst du den Glauben an die Magier an. Willst du das wirklich? Weißt du nicht mehr, was mit Takor passiert ist?" Syras Herz krampfte sich zusammen, denn sie wusste es noch, als wäre es gestern gewesen, obwohl es schon zwei Jahre her war. Takor war etwa zehn Jahre älter als sie gewesen und zu einem guten Freund geworden. Eines Tages hatte er sich während einer Magierzeremonie wutentbrannt erhoben und verkündet, dass all das, was die Magier sagten, Unsinn sei. Das Ende vom Lied war dann, dass er einige Tage später hingerichtet wurde, da man ihn als Gefahr für die Magier ansah. Dennoch wollte Syra nicht nachgeben und sich kleinkriegen lassen. "Gerade deshalb müssen wir etwas dagegen tun!", rief sie ihren Eltern ins Gewissen. "Syra, es reicht. Wir gehen jetzt zur Zeremonie, und du wirst artig sein und in den Kreis der Magier treten, um dem Schutzzauber neue Kraft zu verleihen!", rief ihr Vater, und seine Stimme duldete keinen Widerspruch. Plötzlich packte Syra die Wut, und sie dachte nicht mehr über Konsequenzen nach. Kurzentschlossen rannte sie aus dem Haus und ignorierte die Rufe ihrer Eltern.
Kapitel 2: Die Zeremonie
Tarlyn stand vor den Toren seines Tempels und wartete auf all die Menschen, welche kommen würden, um ihn und den anderen Magiern Kraft zu geben. "Sie alle sind so naiv und ahnungslos", dachte er sich, und ein Grinsen breitete sich langsam auf seinen Zügen aus. Alle glaubten, sie würden den Magiern nur Kraft geben, um den Schutz vor Drachen zu erhöhen, dabei ging es um etwas ganz Anderes, Macht. Natürlich floss auch ein Teil der Kraft in die Schutzmagie, welche um die Stadt gewoben wurde, doch was die einfachen Bürger nicht wussten war, dass dieser Schutzzauber nicht nur feindliche Angriffe abhielt, sondern auch dafür sorgte, dass kein Drache zu einem der Bürger in Kontakt kommen konnte, denn jeder Bürger dieser Stadt besaß theoretisch die Magie, eine Drachenbindung einzugehen. Immer mehr Menschen strömten auf den Platz, und Tarlyn hatte den anderen Magiern befohlen, die Bewohner zu zählen. Er wusste genau, dass in seiner Stadt 280.478 Menschen lebten. Als es Zeit für die Zeremonie war, kam Tibor, einer seiner Untergebenen zu ihm gelaufen. "Eine Person fehlt, Syra, die Tochter von Aldor und Miranda", erklärte er, und Zorn machte sich in Tarlyn breit. "Sucht sie, ergreift sie! Ich werde sie zur Strafe in den Kerker sperren. Die Zeremonie findet dennoch wie geplant statt!" Zwei Magier nickten und machten sich auf den Weg, während Tarlyn die Zeremonie abhielt. "Ich freue mich, dass ihr alle erschienen seid, um die Magier zu unterstützen, damit unsere Stadt so friedlich bleibt, wie sie ist!", rief er. Alle Menschen jubelten ihm zu und verneigten sich. "Wir werden nun einen Kreis bilden, ich werde eure Kraft kanalisieren und in den Schutzzauber lenken." Alle Menschen gehorchten und bildeten einen Kreis um die Magier. Tarlyn konzentrierte seine Sinne und schöpfte von vielen Menschen die Kraft. Einen Teil davon leitete er in den Schutzzauber weiter, doch der Rest floss zu seiner eigenen Magie. "Damit der Riss zwischen den Welten sich nie wieder öffnet!", riefen die Leute nach der Zeremonie noch und gingen davon. Auch dies brachte Tarlyn zum Lachen, denn es waren nicht die Drachen, sondern die Magier, welche die Lavadämonen hervorgeholt hatten, um die Wandler und Drachen zu vernichten. Leider hatte Kyraya dies verhindert, und wenn er gekonnt hätte, hätte er dafür Rache genommen. Dennoch sichtlich zufrieden über seine neu gewonnenen Kräfte ging er nach Hause.
Fortsetzung folgt
3x



