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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 27.04.2026. Rubrik: Fantastisches


Der Glaube an Magie, Teil 4

Kapitel 7: Die Reise ins Ungewisse

Chiara atmete tief durch, dann verließ sie ihr Elternhaus. Draußen wartete schon ein leuchtender Geist aus weißer Magie, der Begleiter, von dem der Wald gesprochen hatte. "Lass uns gehen", sagte eine tiefe Stimme, und Chiara folgte dem Geist. Wenige Minuten später sah Chiara einen dunklen Fleck auf dem Boden. Sie konzentrierte ihre Gedanken auf diesen Fleck und erkannte gleich ein Portal. Es war ein Loch, welches jedoch keinen Blick auf den Boden zuließ. Ein wenig ängstlich kletterte sie gefolgt von ihrem Begleiter hinein und fand sich schließlich in einem dunklen Wald wieder. "Bevor wir weitergehen, solltest du etwas wissen. Das, was du bald siehst, ist nicht real. Der Wald nimmt deine Gedanken auf und zeigt dir deine größten Ängste." Chiara atmete tief ein und aus, um sich mental auf diese Reise vorzubereiten, dann tat sie den ersten Schritt in den Wald hinein. Sofort blitzten Bilder vor ihrem inneren Auge auf. Sie sah ihre Mitschüler, wie sie sie hänselten, und ein Gefühl der grenzenlosen Angst schlug über ihr zusammen. Sie musste ihre Beine daran hindern, sofort den Rückzug anzutreten. "Alles, was ich sehe, ist nicht wahr", wiederholte sie mantraartig in ihren Gedanken, und langsam verschwand dieses Angstgefühl ein wenig, bis es beinahe nur noch eine ferne Erinnerung war. Erleichtert gingen sie weiter, doch da tauchten die nächsten Bilder auf. Chiara sah ihre Mutter und ihren Bruder, wie sie von einem seltsamen Wesen mit einem Schwert bedroht wurden. "Kehre um, Magierin!", rief eine Stimme in ihrem Kopf. "Wenn du weitergehst, werde ich sie vernichten!" Chiara schob diese Gedanken mit aller Macht von sich und tat tapfer einen weiteren Schritt in die Finsternis. Das Bild ihrer Familie verschwamm für einen Moment, doch das, was sie nun sah, war noch furchterregender. Sie sah ihre Familie in ihrem Blut liegen. Ein Schrei entrang sich Chiaras Kehle, und ihre Fassung bröckelte sofort. "Denk daran, was du siehst, ist nicht wahr!", sagte der weiße Geist, doch mit jedem Bild fiel es ihr schwerer, sich an diesem Gedanken festzuhalten. Dennoch ging sie weiter und keuchte auf, als längere Zeit keine Bilder mehr kamen. "Der Wald hat dich geprüft", sagte der Geist. "Er wollte, dass du umkehrst, um nicht auf das Versteck des Dämons und der schwarzen Magier zu stoßen."

Kapitel 8: Der Kampf

Als sie eine Stunde gewandert waren, blieb das Mädchen abrupt stehen und sah sich um. Sie spürte eine dunkle Energie ganz in der Nähe und konzentrierte ihre Sinne darauf. Tatsächlich, dies war das Versteck der schwarzen Magier und ihres beschworenen Dämons. Allerdings entdeckte Chiara auch, dass dieser Ort von einer Barriere umgeben war. Sie schloss die Augen und verfiel in eine Meditation, dann beschwor sie ihre Magie. "Ich möchte, dass die weiße Energie die Barriere öffnet", dachte sie, und einige Sekunden später war der Schutzzauber entfernt. Chiara wanderte mit ihrem Geist aus ihrem Körper. Woher sie dies konnte, wusste sie nicht, doch irgendwie konnte sie es doch. In einer Höhle saßen mehrere Magier um ein Pentagramm herum, und in der Mitte des Pentagramms stand ein riesiger Dämon mit Hörnern und Flügeln. Schnell zog Chiara ihren Geist wieder in den Körper zurück und näherte sich langsam der Höhle. Sie konzentrierte all ihre Willenskraft auf einen Gedanken. "Zerstöre das Pentagramm!" Kurz darauf hörte sie ein seltsames Geräusch und sah, dass das Pentagramm tatsächlich getroffen und beinahe zerstört wurde, jedoch nicht vollends. Der Dämon blickte sich um, und ein unnatürliches Knurren hallte von den Höhlenwänden wider. Als sein Blick auf Chiara fiel, glühten seine Augen schwarz auf. Im nächsten Moment spürte das Mädchen die Ladung schwarze Energie, welche auf sie zugeschleudert wurde und errichtete eine schützende Barriere um ihren Körper und Geist. Die Energie des Dämons prallte gegen die Barriere, was ein weiteres Knurren zur Folge hatte. "Du musst das Pentagramm noch einmal treffen", sagte ihr Begleiter. Dann wird der Dämon sterben, da ihn die Magie des Pentagramms am Leben hält." Chiara holte lautlos Luft und rief noch einmal ihre weiße Energie. Mit dem nächsten Treffer am Pentagramm verschwand es vollständig, und der Dämon zerfiel mit einem lautlosen Schrei zu Asche. Die schwarzen Magier, welche um das Pentagramm gesessen hatten, erhoben sich langsam und bildeten einen Kreis um Chiara und ihren Begleiter. Ein Anflug von Panik machte sich in dem Mädchen bemerkbar, als es merkte, dass sie umzingelt war. Dennoch bewahrte sie Ruhe und rief noch einmal ihre Magie. Bevor sie jedoch der Energie den Befehl zum Töten geben wollte, hielt sie inne. "Werde ich nicht ebenfalls eine schwarze Magierin, wenn ich sie töten will?", dachte sie sich. Ein Gewissenskonflikt entbrannte in ihr, während die Magier ihre Energie bündelten, bereit, Chiara für alle Zeit auszulöschen. Doch dann kam ihr eine Idee. "Reinige ihren Geist von dem Bösen!", rief sie ihrer Energie zu. Ein Ring aus weißer Energie entstand und hüllte die schwarzen Magier ein. Diese waren gerade noch dabei, ihre Magie abzuschießen, doch dann hielten sie plötzlich verwirrt inne. Manche waren sogar zu Boden gegangen. Chiara beobachtete, wie ihre weiße Magie sich immer weiter ausbreitete und nicht nur die Magier, sondern auch die gesamte Höhle umgab und hinaus in den Wald zog. Plötzlich änderte sich auch das Erscheinungsbild des Waldes, er wurde zunehmend heller und heller. Eine kleine Lichtung entstand dort, wo die Höhle war, und die Sonne schien am Himmel. Nach wenigen Minuten hatten die Magier ihre Verwirrung abgelegt und erhoben sich. Schuldbewusst sahen sie Chiara an. "Wie sind wir nur so böse geworden?", fragte ein Magier die Anderen. Sie alle schüttelten den Kopf und bedankten sich bei Chiara. "Niemand von uns darf jemals wieder den Pfad des Guten verlassen", schworen sie sich gegenseitig.

Ende

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