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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 11.05.2026. Rubrik: Fantastisches


Im Namen des Lichts, Teil 5

Kapitel 9: Die Befreiung

Elea wusste nicht mehr, wie lange sie schon gefangen war, doch ihr war klar, dass ihr die Zeit davonlief. Sie musste den dunklen Gott besiegen, bevor er sie töten konnte. Verzweifelt zerrte sie immer wieder an den dunklen Ketten, doch sie gaben keinen Millimeter nach. Plötzlich sah sie weißes Licht ins Priesterhaus dringen und erkannte eine ganze Gruppe von Engeln, welche sich ihrem Gefängnis näherten. Elea schöpfte Hoffnung. Würden die Engel sie befreien können? Sie entdeckten die Göttin und schleuderten ihre Lichtmagie gegen die dunklen Ketten. Diese zerbrachen mit einem hässlichen Geräusch, und Elea war frei. "Danke", sagte sie. "Woher habt ihr gewusst, dass ich in Not war?" "Wir konnten deine magische Verbindung zu uns nicht mehr spüren. Deshalb wussten wir, dass irgendetwas nicht stimmt." Die meisten Engel machten sich bereit, den Rückflug anzutreten, nur ein Engel blieb bei Elea. "Mein Name ist übrigens Xarim", erklärte der Engel. "Ich war es, welcher mit dir telepathisch kommunizierte. Wir müssen los, zur Höhle im Friedhof. Torion ist schon dabei, den dunklen Gott zu rufen!" So schnell, wie sie ihre Beine trugen, folgte Elea dem Engel. Währenddessen unterhielten sich die Beiden, und die Göttin spürte bald eine Zuneigung zu diesem Engel. "Wir sind gleich da", flüsterte Xarim, und sie schlichen sich leise an. In der Höhle hörte Elea bereits die laute Stimme des dunklen Priesters, wie er Beschwörungsformeln murmelte. "Dein Opfer wird bald eintreffen", sagte er.

Kapitel 10: Der abschließende Kampf

"Ich warte draußen", sagte Xarim. "Wenn du mich brauchst, rufe mich." Elea nickte und atmete noch einmal tief durch, um ihre Angst im Zaum zu halten. Dann trat sie leise in die Höhle und warf zwei Lichtdolche nach Torion. Eleas Plan, den Überraschungseffekt zu nutzen, schlug jedoch fehl, denn der Priester drehte sich blitzschnell um und fing die Waffen mit einer Hand ab. Als er Elea erblickte, funkelten seine Augen. "Wie bist du aus den Ketten gekommen, du verdammte Göttin!", rief er. Elea antwortete jedoch nicht, sondern griff den Priester an. Dieser erschuf eine Barriere aus Dunkelheit um sich herum und drehte sich weg. Spielte er mit ihr? Verärgert warf Elea einige Lichtkugeln gegen seine Barriere. "Verausgabe dich nur. Dann hat der dunkle Gott gleich leichtes Spiel!", rief er. Elea tat ihm diesen Gefallen jedoch nicht. Plötzlich entstand ein Loch im Boden, und eine riesige, geisterhafte Schattengestalt kam daraus hervor. Als das Schattenwesen Elea erblickte, meinte diese, Bedauern in seinen Zügen zu sehen. "Ich hatte gehofft, ich würde dich ohne Kampf töten können, aber was solls. Mit einem schönen Kampf wird es wenigstens spannender." Mit diesen Worten hob er beide Schattenhände und erschuf ein riesiges Schwert aus Finsternis. Elea erschuf einen starken Schutzschild um sich herum und griff an. Das dunkle Schwert kam mit rasender Geschwindigkeit auf sie zugeschossen und traf die Barriere so stark, dass sie zitterte. Die Waffe schien scheinbar von dem Schatten kontrolliert zu werden, denn sie schlug immer wieder in die Barriere ein, bevor Elea sie endlich mit einem Lichtblitz zerstört hatte. "Hinter dir!", brüllte Xarims Gedankenstimme, und die Göttin fuhr herum. Ketten aus Dunkelheit wollten sich um sie legen, doch sie zerstörte sie schnell. Nun kam Xarim angeflogen und griff in den Kampf ein. Er kümmerte sich um den dunklen Priester, während sich Elea um den Gott kümmerte. Als der Schatten des Gottes kaum noch sichtbar war, wandte er sich an Torion. "Tut mir Leid, dunkler Priester", sagte er mit tiefer Stimme, dann wanderten seine Schatten in Torions Richtung. Der Priester fasste sich an die Brust und fiel dann zu Boden. Seine Augen waren leer, und seine schwarze Seele verließ den Körper. Der Schattengott hob seine Hand und fing die Seele des Priesters ein. Sofort wurden seine Konturen wieder sichtbarer. Elea erschuf einen Ring aus Licht, welcher den Gott einhüllte. Sie wollte ihn so verbrennen, wie sie es mit dem sechsten Mann getan hatte, doch die Barriere des Gottes hielt. Elea begriff, dass die Seele des Priesters ihn gestärkt hatte. Sie ließ sich nicht beirren und schoss Lichtblitze auf den Gott ab. "Genug jetzt!", rief der Gott. "Ich werde es jetzt beenden." Er hob beide Hände in die Luft und murmelte drei Worte der Macht. Plötzlich war ein dunkler Kreis zu sehen, welcher sich auf Elea zubewegte. "Ein dunkler Kreis tötet jeden, der nicht genug Magie hat, um ihn abzuwehren", erklärte Xarim, und in seiner Stimme konnte Elea Angst wahrnehmen. Auch sie selbst wurde von Panik überrollt, denn sie wusste nicht, ob ihre Kraft ausreichen würde. Plötzlich spürte sie, wie ihre Energie wuchs. Gerade wollte sie sich fragen, wie dies passieren konnte, als der dunkle Kreis ihre Barriere traf. Elea reagierte instinktiv. Mit einem Teil der Magie wehrte sie den Kreis ab, den Rest der Magie warf sie als riesige Lichtkugel gegen den Gott. Für einen Moment hielt sein Schild die Attacke ab, doch dann durchdrang die Kugel diesen, und der Gott stieß einen unnatürlichen Schrei aus, bevor er zerfiel. Vermutlich hatte der Kreis fast alle Reserven an Magie des Gottes verbraucht.

Epilog

Schwer atmend stand Elea in der Höhle und sah sich nach ihrem Engelsfreund um. Leider jedoch konnte sie ihn nirgendwo erblicken. "Xarim, wo bist du?", fragte sie in ihren Gedanken, als ein Engel neben ihr landete. Dies war jedoch nicht ihr Freund. "Xarim hat sich für dich geopfert", erklärte der Engel. Elea starrte ihn fassungslos an, doch dann wurde ihr alles klar. Der plötzliche Zuwachs von Magie war kein Zufall. "Kann ich ihn zurückholen?", fragte sie, doch der Engel schüttelte traurig den Kopf. "Er hat nicht nur seine gesamte Energie, sondern auch seine Seele an dich geopfert", erklärte er. "Scheinbar empfand er so viel für dich, dass er es nicht riskieren wollte, dass du stirbst." Tränen traten in Eleas Augen. "Er hätte mich fragen sollen", stieß sie hervor. "Es war gut, dass er es nicht getan hat. Du hättest ihm das verboten und seine Magie nicht angenommen. Es war gut so, sonst hättest du den dunklen Gott nicht vernichten können. Das Fortbestehen des Himmels und des Ordens ist wichtiger, als ein einzelner Engel." Langsam nickte sie, obwohl ihre Gefühle etwas Anderes sagten. Plötzlich hörte sie eine mächtige Gedankenstimme und wusste zugleich, dass diese von keinem der Engel stammte. "Die Mächte des Himmels sprechen zu dir", sagte die Stimme. "Um zu verhindern, dass jemals wieder dunkle Kreaturen den Himmel oder den Orden angreifen, musst du eine Blockade gegen dunkle Magie errichten. Der Schutzzauber, welchen die damalige Göttin damals errichtete, war leider nicht ausreichend. Als Dank für deinen Heldenmut wirst du dennoch weiterleben, nachdem du deine Energie verbraucht hast, allerdings wirst du deine göttliche Magie verlieren und wieder eine Ordensschwester von vielen sein." Ein wenig Enttäuschung machte sich in Elea breit, denn sie hatte sich schon so sehr an ihre göttlichen Fähigkeiten gewöhnt. Dennoch war sie auch ein wenig froh, vielleicht nie wieder kämpfen zu müssen. "Ich werde es tun", sagte sie und bemerkte erst jetzt, dass der Engel davongeflogen war. Sie schloss die Augen und nahm all ihre magische Energie zusammen. Dann errichtete sie ein riesiges Kreuz in der Luft, welches ab nun den gesamten Himmel und den Orden zieren würde. Als sie keine Energie mehr zur Verfügung hatte, wurde alles um sie herum schwarz, doch nach wenigen Minuten wachte sie wieder auf. Erschrocken sah sie das, was von der Höhle noch existierte. Sie war eingestürzt, und nur noch ein paar Trümmer waren zu sehen, welche jedoch bald von reinigendem Licht umhüllt und weggespült wurden. Elea konzentrierte sich auf ihre Kraft und stellte fest, dass sie nun nicht mehr so mächtig war. "Vielleicht ist es besser so", dachte sie.

Ende

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