Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
hab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 12.06.2026. Rubrik: Fantastisches


Die verbotene 6. Magie, Teil 2

Kapitel 3: Die Entführung

Es war der Abend vor Ticias 21. Geburtstag, und wieder war ihr Freund Kyrian bei ihr. Ticia hätte es nicht ausgehalten, in diesem Moment alleine zu sein, obwohl sie ganz genau wusste, dass sie ihren Freund damit in große Gefahr bringen konnte, wenn sich ihre Todesmagie entfaltete. Dennoch brauchte sie ihn an ihrer Seite und redete wie ein Wasserfall, um das Unbehagen zu unterdrücken, welches sie fühlte. Die eisige, dunkle Kälte, welche sie spürte, wurde immer stärker, und dies hätte sie in Panik geraten lassen, wenn sie sich nicht auf etwas Anderes hätte konzentrieren können. Plötzlich sprang die Tür ihres Zimmers auf, und zwei fremde Männer stürmten hinein. Bevor Ticia reagieren konnte, wurde sie von starken Händen gepackt. Sie biss dem Mann in die Hand, um freizukommen, während ihr Freund einen Blitz auf den Angreifer schleuderte. Dieser fing den Zauber jedoch mit Leichtigkeit ab. "Du solltest die Füße stillhalten, Luftmagier", sagte ein Mann. "Sonst müssen wir dich ebenfalls in Schlaf legen, wie ihre Eltern." In diesem Moment hatte Ticia sich befreit und lief nach draußen. Ihre Eltern lagen mit geschlossenen Augen im Flur, doch Ticia erkannte, dass der Schlafzauber zum Glück nur mit wenig Magie gesprochen wurde und daher bald seine Wirkung verlieren würde. Schnell rannte sie durch die Haustür in den Garten. Sie dachte, sie hätte ihre Verfolger abgehängt, doch dann wurde sie erneut von hinten gepackt und umgerissen. Kurze Zeit später traf ein Schlafzauber ihren Geist, und sie verlor die Besinnung.

Kapitel 4: Im Verließ der Todesmagier

Als Ticia wieder erwachte, lag sie auf einer Pritsche und sah sich um. Sie lag in einem kleinen Raum, welcher keine Fenster hatte und recht unheimlich wirkte. Erst jetzt sah sie die lange Kette, mit welcher sie an einen Pfahl gebunden war. Zum Glück war die Kette lang genug, dass sie sich in dem Raum frei bewegen konnte und die behelfsmäßige Toilette, welche nur eine einfache Schüssel war, benutzen konnte. Auf einem kleinen Tisch lag Brot, und daneben stand ein Krug mit Wasser. Töten wollten die Todesmagier sie also nicht. Aber warum dann diese Entführung? Je mehr Ticia darüber nachdachte, umso weniger verstand sie es. Sie konzentrierte sich auf ihre Magie, doch diese fühlte sich an, als hätte man sie versperrt und den passenden Schlüssel verschwinden lassen. Sie konnte die Magie zwar spüren, doch wenn sie einen Zauber versuchte, konnte sie sie nicht einsetzen. Die Tür ging auf, und die beiden Männer kamen in den Raum. "Du bist wach", stellte der Größere von ihnen fest. "Mein Name ist Aldor, und das ist mein Kollege Torius. Wir wollen dir nichts Böses, glaube es mir." "Nichts böses?" Ticia spürte, wie die Wut in ihr aufstieg. Sie zog an den Ketten, doch diese hielten bombenfest. "Wir wollen dich in der Todesmagie ausbilden, damit du die Kontrolle nicht verlierst. Dieser Raum ist zwar durch eine antimagische Aura geschützt, aber da Todesmagie so unberechenbar ist und wir dir noch nicht vertrauen können, haben wir dir diese magieblockierenden Ketten angelegt. Je besser dein Betragen ist und du die Kontrolle über deine Magie lernst, desto früher kannst du von den Ketten und schließlich auch aus dem Verließ entlassen werden. Du musst nur mit uns zusammenarbeiten." "Zusammenarbeiten? Ich werde ganz bestimmt nicht mit Entführern zusammenarbeiten!", rief Ticia entrüstet. "Wir mussten das tun, bevor du die Kontrolle über deine Magie verlierst", mischte sich nun auch Torius ein. Dazu wusste Ticia nichts zu erwidern, denn die Todesmagier konnten Recht haben. Also sagte sie lieber nichts, um dies nicht zugeben zu müssen. "Du hast nun eine Menge Zeit, um darüber nachzudenken", meinte Aldor nach einer kurzen Pause. "Wir kommen morgen früh wieder." Mit diesen Worten verließen sie das Verließ und verriegelten die Tür.

Fortsetzung folgt

counterhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

Mehr von Rika:

Einmal ist immer das erste Mal
Die verbotene 6. Magie, Teil 1
Die Halbelfe, Teil 4
Eine Urlaubsgeschichte aus meiner Fantasie
Die Halbelfe, Teil 3