Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 04.06.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Halbelfe, Teil 4

Kapitel 7: Das Frühstück mit der Königin

Als Aurora von Tikos Gedankenstimme geweckt wurde, musste sie sich erst wieder orientieren. Sie lag in einer Hängematte und sah durch ein kleines Fenster hinaus ins Freie. Die Sonne war bereits dabei, aufzugehen, und plötzlich fiel ihr ein, was geschehen war. Als sie gestern ihre Kammer bezogen hatte, hatte sie noch ein Abendessen erhalten. Königin Celestia entschuldigte sich dafür, dass sie keine Zeit gefunden hatte, mit ihr zusammen zu speisen, aber dies war Aurora nur Recht. Sie musste über all das nachdenken, was sie erfahren hatte, und dies konnte sie am besten alleine. Über diesen Gedanken war sie scheinbar eingeschlafen, und nun war es bereits Morgen. Schnell erhob sie sich, da klopfte es bereits an der Tür. Asyra kam herein und ging auf ein Knie. "Königin Celestia möchte mit euch gemeinsam das Frühstück einnehmen", teilte sie Aurora mit. "Ich habe ein Kleid für euch vorbereitet, welches einer standesgemäßen Elfe entspricht." Mit diesen Worten legte sie ein wunderschönes, grünes Kleid auf das Bett, welches den ganzen Körper bedeckte, aber dennoch luftig wirkte. Es bedeckte ihre Haut und zeigte nichts, was unanständig wirken konnte. Dazu bekam sie noch ein paar grüne Stiefel. Schnell zog sie sich an und folgte der Dienerin hinaus. Sie stiegen die Stufen des Turmes hinab. "Der Speiseraum ist weiter unten", erklärte Asyra. "Habt ihr eigentlich auch einen Begleiter?", fragte Aurora. Die Dienerin nickte lächelnd. "Ich habe eine Einhornfreundin. Nur schade, dass ich nicht mehr mit ihr sprechen kann." Asyra seufzte tief, und Aurora empfand Mitleid mit ihr. "Ich werde dafür sorgen, dass du es bald wieder tun kannst", sagte sie mit entschlossener Stimme, was ein Lächeln auf das Gesicht der Dienerin zauberte. "Eines Tages habe ich auch den Kampf mit Waffen gelernt, wie du es heute tun wirst", erklärte sie. "Aber ich habe erkannt, dass eine Karriere als Kriegerin nichts für mich ist. Für mich ist es eine Ehre, Dienerin der Königin zu sein." Aurora nickte lächelnd. Den Rest des Weges sagte niemand ein Wort, und schließlich hatten sie den Speiseraum erreicht. Eine lange Tafel war dort zu sehen, und auf einem etwas erhöhten Stuhl am Ende wartete bereits die Königin. Neben ihr saß ein anderer, hochgewachsener Elf, dessen Kampferfahrung Aurora sofort erkannte. Er musterte sie wachsam wie ein Krieger, der einschätzen musste, wie stark sein Feind war. "Guten Morgen", begrüßte Aurora die Königin und den Krieger etwas unsicher. "Guten Morgen, Aurora. Setz dich." Celestia deutete auf einen Platz ihr gegenüber, und sie gehorchte. "Das ist Tiriel, einer meiner fähigsten Krieger. Er wird dir den Kampf mit Waffen beibringen und dich auch zum Wolkenwald begleiten, auch wenn er ihn selbst nicht betreten kann." Celestia läutete eine Glocke, und Asyra kam in Begleitung einer anderen Dienerin herein. Zusammen trugen sie ein herrliches Frühstück auf, welches aus Brot, Gemüse, Schinken und Früchten bestand. "Versuch den Schinken", riet die Königin ihr. "Das Fleisch, welches dazu verwendet wurde, ist Wolfsfleisch, und es schmeckt lecker." Aurora zögerte kurz, doch dann griff sie dennoch nach einem Stück Schinken und kaute darauf herum. Tatsächlich schmeckte es besser, als sie erwartet hatte. Während dem Frühstück fragte die Königin Aurora ein wenig über das Leben auf der Erde aus, während Tiriel schweigsam blieb.

Kapitel 8: Das Kampftraining

Nach etwa einer Stunde war das Frühstück beendet, und Aurora ging in ihr Zimmer, wo sie sich umziehen sollte. Eine elfische Lederrüstung, welche aus Panzer, Helm, Hose, Handschuhe und Stiefel bestand, lag vor ihr, und sie mühte sich hinein. Überrascht merkte sie, dass die Rüstung leichter war, als sie erwartet hatte. Vor dem Zimmer wartete bereits Tiriel auf sie, welcher ihr mit einer stummen Geste zu verstehen gab, ihm zu folgen. Tiko erschien, und Aurora stieg auf. Auch Tiriel stieg auf einen Greifen. Die beiden Greifen sahen einander kurz an, bevor sie abflogen. Auf einem kleinen Platz in der Nähe des Turms waren Zielscheiben zu sehen. Dies musste der Trainingsplatz sein. Außerdem erkannte Aurora einige Kisten, welche Waffen enthielten. "Da drin sind Übungswaffen", erklärte Tiriel knapp. "Such dir etwas aus." Zaghaft ging Aurora auf die Waffen zu und überlegte. Nach kurzer Zeit entschied sie sich für ein Langschwert und zog es aus der Truhe heraus. Tiriel griff ebenfalls nach einem Schwert und griff ohne Vorwarnung an. Aurora wich dem Angriff gerade noch aus. Sie versuchte, selbst einen Angriff zu vollführen, doch es gelang ihr nicht. Tiriel hielt nach kurzer Zeit inne. "Du musst deine elfischen Instinkte aktivieren", meinte er nur. "Du verhältst dich wie ein Mensch, was kein Wunder ist, wenn du als Mensch gelebt hast. Spür in dich hinein und erkenne deine Stärken." Aurora schloss die Augen und konzentrierte sich. Tatsächlich spürte sie etwas, eine seltsame Kraft, welche noch in ihr schlummerte. Sie konzentrierte sich ganz auf dieses Gefühl, und plötzlich erwachten ihre Instinkte. Ihre Ohren begannen zu jucken, und sie wusste mit einer Gewissheit, dass diese spitz geworden waren. Außerdem spürte sie die Kraft einer Kriegerin in sich. Sofort vollführte sie einen Angriff, doch Tiriel parierte ihn. Mehrere Angriffe folgten, und nach einigen Minuten traf ihr Übungsschwert sein Ziel. Ein Ausdruck der Überraschung tauchte auf seinem Gesicht auf, bevor er wieder verschwand. "Gute Arbeit", sagte Tiriel. "Wenn du so weiter machst, können wir die Reise bald antreten."

Fortsetzung folgt

counter1xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

Mehr von Rika:

Eine Urlaubsgeschichte aus meiner Fantasie
Die Halbelfe, Teil 3
Die Halbelfe, Teil 2
Die Halbelfe, Teil 1
Die Hexenakademie, Teil 5