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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 13.06.2026. Rubrik: Fantastisches


Die verbotene 6. Magie, Teil 3

Kapitel 5: Ein Alptraum

Irgendwie hatte es Ticia geschafft, trotz Gefangenschaft in den Schlaf zu finden. Dies bereute sie jedoch bald, als sie einen schlimmen Alptraum hatte. Der Traum fühlte sich so real an, und sie selbst war der Beobachter dieser Szene. Sie sah sich selbst, wie sie ihre Todesmagie entwickelte. Ihre Gefühle waren vollständig verstummt, und ihr Blick war eiskalt. In diesem Alptraum stand sie am Marktplatz von Eskardia und musterte jeden Bewohner, welcher an ihr vorbeiging. Wenn sie genug Magie bei jemandem spürte, brauchte es nur einen Gedanken, um ihm die Lebensenergie samt Magie zu entreißen. Wenige Sekunden später war der Marktplatz von Leichen übersäht, und die Überlebenden hatten schnellstens Reißaus genommen. Ticia ging immer weiter, getrieben von dem Wunsch, so viel Macht in sich aufzunehmen, wie möglich. Kein Magier würde in dieser Stadt am Leben bleiben, das wusste sie.

Schweißgebadet und schreiend erwachte Ticia aus diesem Traum. Sie setzte sich auf, und da spürte sie es. Die Eiseskälte in ihr nahm nun fast den gesamten Raum ihrer Gedanken und Gefühle ein und begann damit, gegen die magieblockierenden Ketten zu arbeiten. Nur ein kleiner Teil von ihr wollte diese zerstörerischen Kräfte davon abhalten. Ticia atmete tief durch und versuchte, ihre gesamte Willenskraft zu mobilisieren, doch diese Dunkelheit lenkte sie immer ab. Es fühlte sich wie ein reißender Fluss an, welcher durch ihren gesamten Geist zog und alles mitriss, was ihm begegnete.

Kapitel 6: Unverhoffte Hilfe

Ticia hatte sich auf dem Boden zusammengekauert und die Augen fest zusammengekniffen. Plötzlich öffnete sich die Tür, und sie sah auf. Torius stand da, und ihre Todesmagie meldete sich. Sie spürte deutlich seine Macht und wollte danach greifen, doch durch die magische Blockade war dies nicht möglich. Ticia entwich ein Knurren, und der Teil in ihr, welcher den Ausbruch der Magie verhindern wollte, wurde immer leiser und leiser, fast wie eine ferne Erinnerung. "Ich helfe dir", hörte sie die weit entfernte Stimme des Magiers. Alles, was Ticia bisher noch klar wahrnehmen konnte, rückte in die Ferne. Es gab nur noch sie und die eisige Düsternis in ihren Gedanken. Plötzlich traf jedoch etwas Anderes auf ihren Geist, und lähmende Müdigkeit überrollte sie. Die Müdigkeit ging diesmal tiefer als der letzte Schlafzauber, und Ticia bemerkte noch, dass dieser Zauber die Dunkelheit in ihr ein wenig verdrängte, bevor ihre Gedanken ein Ende fanden.

Sobald Torius seinen Zauber beendet hatte, verriegelte er die Tür und rannte ins Quartier, um seinem Mentor von Ticias Magieentwicklung zu berichten. Noch immer war er erschrocken über die Ausmaße, welche ihre Magie annahm. Noch nie hatte er erlebt, dass Todesmagie die Blockaden beinahe durchdrungen hätte. Obwohl er Bedenken dabei hatte, sprach er einen mächtigen Zauber, welcher ihren Geist und die Magie vollständig außer Funktion setzte. Dieser Zauber war zwar gefährlich, aber welche Option blieb ihm sonst noch? Zusehen, wie Ticia sich selbst mit der Todesmagie zerstörte? Nein, dies konnte er nicht zulassen. Tief in seinem Herzen empfand er etwas für Ticia, doch im Moment wollte er dies noch nicht eingestehen, schon gar nicht vor seinem Mentor. Als Torius das Haus betrat, saß Aldor im Wohnzimmer und las ein Buch. "Aldor, es ist etwas passiert!", rief Torius. Der ältere Magier sah von seinem Buch auf. "Ticia hat ihre Magie entwickelt, und diese ist viel stärker, wie wir angenommen haben. Sie hätte fast die magischen Blockaden zerstört, bevor ich eingegriffen habe. Ich weiß, es ist eigentlich nicht erwünscht, aber ich habe ihren Geist vorübergehend außer Funktion gesetzt." Für einen Moment sagte sein Mentor nichts, und auch aus seinem Blick konnte Torius nicht erahnen, was er davon hielt. "Du kennst die Gefahren", meinte Aldor schließlich. "Ich sehe es nicht gerne, wenn man diesen Zauber nutzt, doch ich vermute, du hattest keine andere Wahl." Die Gefahren dieses Zaubers waren vielfältig. Wenn man zu viel Magie benutzte, konnte es sein, dass es schwer bis gar nicht möglich war, den Geist wieder aufzuwecken. Dennoch war dies das kleinere Übel, als die eigene Zerstörung durch Todesmagie. Torius war sich sicher, dass die Arbeit gegen die Blockaden bald erfolgreich gewesen wäre. Sobald jedoch die magischen Blockaden zerstört worden wären, hätten sie den Raum und Ticia selbst jedoch ebenfalls zerstört. Dies war eine Sicherheitsmaßnahme. Trotzdem hoffte Torius inständig, dass er nicht zu viel Magie bei diesem Zauber verwendet hatte. Nach wenigen Minuten verabschiedete er sich von seinem Mentor und verließ die Wohnung, um noch einen kurzen Spaziergang zu machen.

Fortsetzung folgt

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