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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 14.06.2026. Rubrik: Fantastisches


Die verbotene 6. Magie, Teil 5

Kapitel 9: Das Erwachen

Es begann mit einem Zerren an Ticias Geist, welches sich immer weiter ausbreitete. Sie registrierte zwar, dass dies ihre Heilmagie war, welche sie wecken wollte, doch ihr Geist fühlte sich an, als wäre er von einem dichten Nebel umgeben, welcher sie wieder zurück in die Tiefen des Schlafes ziehen wollte. Mit letzter Kraft befreite sich Ticia aus dem Nebel und schlug die Augen auf. Die Ketten, welche sich bis vor kurzem noch um sie gelegt hatten, fielen plötzlich ab. Nicht zerstört, eher wie vergessen oder liegen gelassen. Die letzten Erinnerungen blitzten wieder in Ticias Geist auf. "Ich helfe dir", hatte Torius gesagt, und plötzlich war alles schwarz geworden. Hatte er sie nun wieder aufgeweckt? Sie blickte sich um, konnte ihn jedoch nirgendwo entdecken. Sie konzentrierte sich auf ihre Magie und spürte wieder diese Düsternis. Diesmal war sie jedoch nicht so drängend und raumfordernd, nein. Diesmal spürte sie ganz deutlich die heilende Magie, welche ihr half, die Todesmagie nicht zu nahe an ihre Gedanken und Gefühle kommen zu lassen. Außerdem spürte sie noch etwas. Es war eine andere Magie, welche in diesem Raum vorherrschte, und sie begriff, dass dies die antimagische Aura war, von welcher die beiden Magier gesprochen hatten. Etwas in ihr sagte Ticia, dass sie diese entfernen konnte, doch sie hielt inne. "Vielleicht ist es nur die Antimagie, welche meine Todesmagie in Schach hält?", fragte sie sich. Doch eine andere Stimme in ihr wollte, dass sie die Aura entfernte. Ticia warf alle Bedenken über Bord und tat es. Sofort spürte sie die Magie in sich wieder intensiver, dennoch nicht so stark wie vor einigen Tagen. "Ich nehme dich an, so wie du bist", sagte sie mit fester Stimme zu sich selbst und dachte dabei an die düstere Magie. "Aber meine Gedanken und Gefühle wirst du nicht zersetzen!" Nichts geschah. Scheinbar hatte sie es irgendwie geschafft, die Todesmagie zu kontrollieren und das, obwohl sie kaum wach war.

Torius erwachte plötzlich aus seinem Schlaf, jedoch ohne zu wissen, was ihn geweckt hatte. Er lauschte, doch nichts geschah. Dann spürte er es wieder, eine Vibration, welche von weiter Ferne kam. Magie. Es war Ticias Magie! Dies wusste er plötzlich mit einer Gewissheit. Schnell zog er sich fertig an und schwebte mit Hilfe eines Zaubers zum Verließ. Er musste verhindern, dass Ticia die Blockaden zerstörte. Als er das Verließ betrat, saß Ticia jedoch ohne Ketten da. Wie konnte das sein? Warum hatten die Blockaden den Raum nicht zerstört. Als Ticia den jungen Magier sah, lächelte sie freundlich. "Danke, dass du mir geholfen hast", sagte sie. Torius lächelte ebenfalls. "Wie hast du die Blockaden entfernt?", fragte er, und Ticia erzählte es ihm. Er riss die Augen staunend auf, und als Ticia hörte, dass die Blockaden sie eigentlich hätten zerstören müssen, überlief sie ein Schauder. "Wir werden noch viele Überraschungen mit dir erleben", beendete der Magier nach etwa 15 Minuten das Gespräch und verließ den Raum wieder.

Kapitel 10: Aldors Besuch

Ticia war bereits langweilig geworden, da öffnete sich die Tür erneut, und Aldor trat ein. "Wie ich erfahren habe, brauchst du die Blockaden nicht mehr", stellte er fest, und Ticia nickte lächelnd. "Ich möchte dir ein Angebot machen", erklärte der Magier. "Wenn deine Todesmagie in den nächsten fünf Tagen so gut kontrolliert ist, wie jetzt, kannst du danach das Verließ verlassen und dich mir anschließen. Du wirst alles lernen, was du über deine Magie wissen musst." Ticia nickte eifrig. "Ich möchte gerne alles lernen, was ich wissen muss, um weiterhin die Kontrolle zu behalten", erklärte sie, und Aldor grinste. "Dann wäre dies geklärt", meinte er. "Etwas muss ich dir allerdings noch mitteilen", fügte Aldor hinzu, und Ticia wartete gespannt. "Nimm dich vor Torius in Acht. Es fällt mir schwer, es zu sagen, da er mein Schützling ist, aber ..." Er hielt für einen Moment inne. "Torius hat Rachepläne, finstere Pläne. Er möchte sich an allen Magiern rächen, die gegen die Todesmagier sind!" Ticia sog scharf den Atem ein. "Das kann ich nicht glauben!", rief sie. "Er hat mir doch geholfen." "Er hat deinen Geist außer Funktion gesetzt, das stimmt. Ich habe jedoch allen Grund zur Annahme, dass seine Absicht ist, dich für seine Zwecke zu manipulieren oder dich gefangen zu nehmen, um deine Energie in sich aufzunehmen. Nun, da dein Geist von alleine wieder erwacht ist, musste er eine andere Taktik wählen, um keinen Verdacht zu erregen." Für einen Moment saß Ticia mit offenem Mund da. Die Gedanken drehten sich im Kreis. War Torius ein Racheengel? Ein Teil von ihr wollte das nicht glauben, denn sie empfand ihn für sehr sympathisch. Ein anderer Teil jedoch konnte nicht ausschließen, dass er tatsächlich böse war. "Tut mir Leid, wenn ich dich verunsichert habe", meinte Aldor noch. "Ich lasse dich nun besser alleine." Als die Tür hinter ihm zufiel, blieb Ticia ratlos im Verließ zurück. Sie durfte Torius nicht zu sehr vertrauen, das schwor sie sich.

Fortsetzung folgt

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