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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 17.06.2026. Rubrik: Aktionen


Die Begegnung mit einer Nixe - ein Urlaubsabenteuer

Kapitel 1: Am Meer

Amira hatte sich schon die letzten Wochen auf ihren einwöchigen Meeresurlaub in Italien gefreut, welchen sie mit ihren Eltern und ihrer besten Freundin Marie verbringen konnte. Beide Mädchen waren 14 Jahre alt und liebten Abenteuer. Leider jedoch wurde der Urlaub von einem Streit zwischen den beiden Mädchen überschattet, welcher eigentlich nur um eine Kleinigkeit ging. Während Marie daraufhin am Strand spazieren ging, wollte Amira sich im Meer abkühlen. Schnell zog sie ihre Badesachen an und sprang in das kühle Nass. Sie schwamm einige Minuten vor sich hin, als sie feststellte, dass sie schon recht weit draußen war. Ihre Vernunft sagte ihr, zurückzuschwimmen, doch irgendetwas hielt sie davon ab. Sie legte sich auf den Rücken und ließ sich weitertreiben, ohne Angst vor dem Wasser. Doch da passierte es. Das Rauschen des Meeres nahm kontinuierlich an Lautstärke zu, und bevor Amira sich versah, wurde sie von einem Strudel in die Tiefe gezogen. Sie strampelte und versuchte freizukommen, doch dies war vergebens. Mit beiden Händen schlug sie gegen die immer härter werdenden Wassermassen. Ihre Lunge brannte bereits, und Panik überlief Amira wie eine Lawine. Warum war sie nur so weit nach draußen geschwommen? Jetzt war sie alleine den Wassermassen ausgeliefert. Immer wieder schlug sie mit Armen und Beinen um sich, als sie spürte, wie eine Dunkelheit sich langsam über sie legte. "Nein!", dachte sie verzweifelt. Ihre Gedanken waren das Einzige, was sie noch hatte, doch selbst diese wurden immer schwächer. Das Rauschen des Wassers rückte langsam in weite Ferne, und mit jeder Sekunde spürte das Mädchen, wie sie immer weiter in die Dunkelheit glitt.

Plötzlich spürte sie wieder etwas. Es fühlte sich wie ein tiefer Abgrund an, durch welchen sie gezogen wurde. War dies der Weg in den Tod? Sie wusste es nicht, doch sie ließ es über sich ergehen. Plötzlich landete Amira auf einem weichen Boden. Sie öffnete ihre Augen und konnte über sich nur eine seltsame Wolke erkennen. "Das muss das Totenreich sein", dachte sie sich. Plötzlich kam eine Frau auf sie zu, welche sie nicht kannte. "Hallo, Auserwählte!", rief eine helle Stimme. Erst jetzt betrachtete Amira die Frau genauer, und sie konnte ihren Augen kaum trauen. Dies war keine gewöhnliche Frau, nein. Vor ihr stand eine Wassernixe, welche mit einem Dreizack bewaffnet war. "Es tut mir Leid, dass du in solche Schwierigkeiten geraten bist. Das, was dich unter Wasser gezogen hat, war ein böser Wassergeist. Diese Geister werden leider immer mehr, sie wollen das Territorium der Nixen erobern. Mein Name ist übrigens Laruna." "Hallo", sagte Amira und lächelte. "Wie komme ich wieder zur Wasseroberfläche?", fragte sie noch. Laruna schüttelte bedauernd den Kopf. "Du kannst unsere Welt erst wieder verlassen, wenn du deine Aufgabe erledigt hast." "Aufgabe?", fragte Amira ungläubig, und Laruna nickte. "Du besitzt Magie, welche dich dazu befähigt, die bösen Wassergeister vertreiben zu können. Du bist ein Elementarwesen." Amiras Mund stand offen, und sie konnte diese Dinge kaum glauben. "Wo bin ich hier nur gelandet?", dachte sie sich und rieb sich die Schläfen. "Und wie genau soll ich das tun?", fragte sie. "Zuerst musst du die Verwandlung einleiten, damit du zum Elementar wirst. Dann musst du die Höhle der Wassergeister finden und sie vernichten." Amira spürte Erregung in sich, denn sie hatte keinerlei Erfahrung mit Magie, schon gar nicht mit der Vernichtung von Wassergeistern. "Es wird schon klappen", meinte Laruna. "Wenn du deine Aufgabe erledigt hast, werde ich dich wieder an die Wasseroberfläche bringen. Konzentriere dich nun auf die vier Elemente, Wasser, Erde, Feuer und Luft. Stell sie dir vor und dann verwandle dich." Amira schloss die Augen. Zuerst stellte sie sich die Erde vor, die Bäume, Pflanzen, Äste und den Sand am Meeresstrand. Danach das Feuer, prasselnd und hell. Den Wind, welcher zu einem Sturm wurde und alles mit sich nahm. Und zuletzt das Wasser, schäumend und rauschend. Dann geschah etwas. Amira spürte, wie ihr Körper sich langsam verwandelte. Mit jeder Sekunde verschwand etwas von ihrem menschlichen Aussehen, bis sie nicht mehr erkennbar war.

Kapitel 2: Große Sorge

"Weißt du, wo Amira geblieben ist?", fragte Marie Amiras Mutter. "Sie wird im Meer schwimmen, nehme ich an", antwortete die Mutter. "Ich habe sie überall gesucht, doch sie ist unauffindbar", erwiderte Marie. Nun warren Amiras Eltern hellwach und ließen ein kleines Schlauchboot zu Wasser, welches sie für eine Bootsfahrt gekauft hatten. Sie stiegen auf und fuhren hinaus, doch zuerst war kein Zeichen von Amira zu entdecken. "Da!", rief Marie plötzlich und deutete auf eine Stelle. Ihre Augen weiteten sich, und Tränen liefen ihr über das Gesicht. Amiras Badeanzug schwamm im Meer. "Amira?", rief ihr Vater schließlich besorgt, doch nur das Rauschen des Meeres war hörbar. Sofort holten sie den Badeanzug an Land und fuhren noch eine Weile durchs Wasser, jedoch ohne eine Spur des Mädchens zu finden. Traurig fuhren sie wieder an den Strand und verständigten die örtliche Polizei. Marie machte sich große Vorwürfe. Wie konnte sie sich nur über solch eine Kleinigkeit streiten? Wäre sie Amira gefolgt, wäre diese jetzt sicher wieder an Land gegangen. Ein netter Polizist befragte die Urlauber und versprach, Polizeitaucher auf die Suche nach dem Mädchen zu schicken.

Kapitel 3: Die Höhle der Wassergeister

Amira schwamm als Wasserwesen durch das Meer, immer auf der Suche nach einer Unterwasserhöhle. Plötzlich war vor ihr ein Wassergeist zu sehen, und sie wollte sich bereits in das Feuer verwandeln, um ihn anzugreifen. Der Geist hob jedoch seine beiden Wasserhände. "Halte ein, Auserwählte", sagte er. "Ich bin keiner der bösen Geister, mein Name ist Aquator und ich bin der Wächter der guten Geister. Die Höhle, welche du suchst, findest du etwas weiter westlich. Viel Glück!" Damit entfernte sich der Wassergeist wieder, und Amira folgte seiner Anweisung. Tatsächlich konnte sie bald eine große Höhle ausmachen und betrat sie unbemerkt. Eine ganze Menge Wassergeister schwamm dort, scheinbar gab es ein Treffen. "Morgen werden wir den nächsten Angriff auf die Nixeninsel ausführen", sagte einer von ihnen. "Hoffentlich sind wir diese Wesen dann endlich los." Amira hatte genug gehört und verwandelte sich. Eine Feuerwand schoss in die Höhe und drang in die Höhle ein. Dichter Rauch sammelte sich über den Wassergeistern, als Amira die Flammen auf sie schleuderte. Sie dachte, sie hätte mit diesem Feuerstoß alle Geister besiegt, doch einer er von ihnen erwischte sie. Eisbrocken regneten auf sie herab und trafen sie von allen Seiten. Der Wassergeist war scheinbar auch begabt in der Eismagie. Amira ließ sich nicht beirren und vernichtete auch noch diesen Geist, bevor sie sich mühsam aus der Höhle entfernte.

Erst jetzt spürte sie ihren menschlichen Körper wieder. Da sie als Mensch nicht unter Wasser atmen konnte und zu schwach war, sich an die Wasseroberfläche zu kämpfen - diese wäre auch viel zu weit weg gewesen, konnte sie nichts Anderes tun, als ihrem Tod in die Augen zu sehen. Jedoch überlief sie diesmal keine Panik, sondern eine Art von Frieden. Sie hatte ihre Aufgabe erfüllt, und die Nixen mussten nun keine Angst mehr vor bösen Wassergeistern haben. Kurz bevor sie die Dunkelheit einhüllte, spürte sie noch, wie sie von etwas gepackt und nach oben katapultiert wurde. "Danke, dass du mir geholfen hast, Auserwählte", hörte sie von weiter Ferne Larunas Stimme. "Ich hoffe, du kommst mich irgendwann wieder besuchen, und ich möchte deine neue Freundin sein. Ich habe auf deinem Handrücken ein nixenförmiges Zeichen angebracht. Damit können wir stets miteinander kommunizieren."

Kapitel 4: Ein gutes Ende

Amira schlug die Augen auf und fand sich in einem fremden Zimmer wieder. Neben ihr saß ihre Mutter, und erst jetzt bemerkte das Mädchen, dass sie in einem Krankenzimmer lag. Sie betrachtete ihren Handrücken und lächelte wissend. Das Zeichen war noch immer da, wie es Laruna gesagt hatte. "Endlich bist du wach", freute sich die Mutter. "Du hast großes Glück gehabt", fügte ein Arzt hinzu. "Morgen, wenn alles gut ist, kannst du das Krankenhaus wieder verlassen." Am nächsten Tag war es dann wirklich soweit. Amira hatte sich ausgesprochen gut erholt und verließ mit ihren Eltern und ihrer Freundin das Krankenhaus. Sofort ging sie wieder ans Meer, obwohl ihre Eltern es ihr verbieten wollten, angesichts der jüngsten Erlebnisse. "Diesmal bleibe ich in Sichtweite", gelobte Amira, und dies beruhigte ihre Eltern ein wenig. Das Zeichen auf ihrem Handrücken hatte niemand gesehen, was darauf schließen ließ, dass es unsichtbar war. Dies würde für immer Amiras kleines Geheimnis bleiben.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von lüdel am 17.06.2026:
Kommentar gern gelesen.
Sehr schöne Nixen Geschichte Rika.💜




geschrieben von Rika am 17.06.2026:

Danke Lüdel.

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