Veröffentlicht: 19.07.2026. Rubrik: Aktionen
Mika im Büro
Mein Bruder fuhr zum ersten Mal ohne seinen Hund Mika in Urlaub. Wohin mit ihm? Eine Tierpension kam nicht infrage. Also bot ich ihm an, solange auf Mika, den lieben, kleinen Knuddelbär, aufzupassen. Gerne nahm er das Angebot wahr, zumal er wusste, dass ich mich mit sehr gut mit dem Hund vertrug.
Wohin aber mit Mika während der Arbeit? Nachdem die Chefin keine Bedenken äußerte, ihn ins Büro mitzubringen, packte ich den Hund, sein Körbchen, Futter und Spielzeug ins Auto und fuhr zur Arbeit, gespannt, was die Kollegen sagen würden. Dort angekommen gab es ein großes Hallo. Vor allem die Damen der Abteilung fanden ihn süüüüß und wollten ihn dauernd knuddeln. Ich fürchtete schon, dass er bald kein Fell mehr hätte, wenn er weiter in der Intensität gestreichelt werden würde.
Die Sache mit unserem „Abteilungshund“ sprach sich rum. Kollegen aus anderen Abteilungen, die man sonst nur selten zu Gesicht bekam, hatten plötzlich irgendetwas bei uns zu erledigen. In Wirklichkeit wollten sie sich natürlich den Hund anschauen und mit ihm spielen. Da kam mir scherzhafterweise die Idee zu einer „Gebührenordnung“. Einmal Streicheln sollte 5 € kosten, einmal Knuddeln 10 € und einmal mit dem Hund Gassi gehen 20 €. Wahrscheinlich hätten das einige sogar gerne gezahlt, zumal der Hund die viele Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde, sichtlich genoss. Dazu trugen viele, ins Büro eingeschmuggelte Leckerli bei, die von Mika gerne vertilgt wurden.
Aber irgendwann kam der Bruder aus dem Urlaub zurück. Man merkte dem Hund an, dass er nicht mehr ins Büro mitgenommen wurde. Mein Bruder erzählte mir, dass der Hund morgens an der Haustür stand, um ins Büro abgeholt zu werden... was natürlich nicht passierte. Auch die Kollegen vermissten ihn und fragten oft nach ihm, wann er denn wieder ins Büro kommt.
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