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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 28.07.2026. Rubrik: Fantastisches


Das Duell der Drachenreiter, Teil 4

Kapitel 7: fliegen und Kampftraining

Rebeccas Herz schlug schneller vor Aufregung. Schnell zog sie eine hohe Mauer um ihre Magie, darauf bedacht, dass sie nicht auffallen durfte. Sie wiederholte im Geiste den Tipp von Yakaru. Dolche mithilfe der Willenskraft bewegen. Trotzdem so tun, als würden die Hände die Waffen führen. Am Anfang nicht zu zielsicher, sonst auffällig. Bei Kampftraining zwar Fortschritte zeigen, aber nicht zu schnell, damit Thagor nicht misstrauisch wird. Sie seufzte, denn dies waren zu viele Anweisungen auf einmal. Dennoch versuchte sie es. "Mama muss jetzt konzentriert sein", teilte sie ihrer Drachentochter telepathisch mit. Ein mentaler Schlag folgte, welcher einen stechenden Kopfschmerz verursachte. Natürlich. Kiakara wusste noch nicht, wie viel Magie sie einsetzen durfte. "Weniger Magie", erklärte Rebecca. Wieder ein kleiner Schlag, diesmal jedoch sanfter. "Fliegen!" Dieses eine Wort, gepaart mit einem Gefühl der Sehnsucht, versetzte Rebecca einen Stich. Sie wollte ihre Tochter so gerne herauslassen, aber es ging nicht. Doch plötzlich kam ihr ein seltsamer Gedanke. Sie formte ihren eigenen Geist als tiefen Wald und erhöhte die Barriere, sodass Kiakara das Fliegen im geschützten Bereich üben konnte. Die Drachin strahlte Zufriedenheit aus, und Rebecca spürte das Flattern von Flügeln in ihrem Geist. "Jetzt aber nicht mehr reden", forderte sie, und Kiakara signalisierte Zustimmung.

Vor der Kampfarena sammelte sich Rebecca noch einmal und überprüfte die geistige Mauer. Sie war intakt genug, um keine Magie zu offenbaren. Schnell trat sie ein und griff nach zwei Dolchen. Alle anderen Anwärter standen bereits wartend im Raum, während Thagors Blick sie fixierte. "Du bist spät", sagte er mit einem vorwurfsvollen Unterton. Rebecca senkte den Kopf und sagte nichts. Wortlos deutete der Lehrer auf die Mitte der Arena. Dies bedeutete, dass sie zuerst kämpfen würde. Wieder rief sie sich Yakarus Worte ins Gedächtnis und führte zaghaft ihre Dolche. "Wenigstens hältst du die Waffen jetzt nicht mehr, als würdest du unbewegliches Essen schneiden wollen."

Ohne weitere Vorwarnung griff Thagor an. Rebecca spannte ihre Muskeln etwas an und verteidigte sich. Nicht erfahren. Nicht mieserabel. Aber unauffällig. Dann vollführte sie einen Angriff, jedoch absichtlich daneben. Sie legte nur wenig Magie in die Dolche und tat so, als würde all ihre Bewegung aus der Hand kommen. "Du hast scheinbar gelernt, aber genug ist das noch lange nicht. Die anderen Anwärter haben nach diesem Kampftraining drei Tage frei, um sich zu erholen und auf das Duell vorzubereiten. Du hingegen wirst zumindest morgen ein intensives Kampftraining von mir erhalten." Der Satz traf Rebecca. Es war Gewissheit, die weh tat. In den letzten Tagen hatte sie kaum Gedanken auf das Duell verschwendet. Nun war es erschreckend nahe.

Nach ihrem eigenen Kampf sah sie den anderen Anwärtern beim Kämpfen zu. Sie wirkten viel kriegerischer. Viel erfahrener und stärker. Eine nagende Furcht breitete sich in Rebecca aus wie Drachenfeuer, welches alles verbrannte, bis nur noch das Feuer übrig blieb. Eine sanfte Stimme mischte sich zwischen sie und die Furcht. Kiakaras Stimme. "Mama, hab keine Angst." Diesmal war ihre Telepathie kein Schlag. Ihre Magie war wohldosiert, und Stolz erfüllte Rebecca. Ihre Tochter lernte schneller, als sie je zu träumen gewagt hatte.

Kapitel 8: Waldausflug in der Nacht

Rebecca war bereits früh ins Bett gegangen, sodass sie noch in der Nacht erwachte. Der Mond stand hoch am Himmel, und etwas in ihr wollte nach draußen. Leise erhob sie sich und zog sich an. Dann öffnete sie das Zimmerfenster und sprang hinaus. Sofort legte sie etwas Magie um ihren Körper, um diesen schweben zu lassen, und sie landete ohne Verletzungen zwischen zwei Büschen. Dann holte sie das Drachenmädchen vorsichtig aus ihrem Geist, was große Freude auslöste.

Rebecca breitete die Hände aus und errichtete mit der Magie einen Schutzwall um sich und Kiakara. Dieser hatte die Aufgabe, sie zu tarnen, falls irgendjemand des Nachts ebenfalls im Wald unterwegs war. Sofort spürte Rebecca die Neugier ihrer Tochter. "Du fliegst nur bis da hin." Sie zeigte auf eine Stelle etwa 50 Meter vor ihr. Weiter würde der Tarnzauber nicht reichen. Kiakara nickte und schlug mit ihren kleinen Flügelchen. Tatsächlich verließ ihr Körper den Boden, auch wenn sie nicht all zu hoch flog. Neugierig betrachtete sie einen Strauch mit Himbeeren, doch dieser war zu weit weg. Bevor Rebecca sie davon abhalten konnte, pflückte sich wie von Zauberhand eine Handvoll Beeren und flog auf Kiakara zu. Rebecca erstarrte. Hoffentlich hatte niemand das Wirken von Magie bemerkt. "Du darfst niemals Magie einsetzen, bevor du nicht gelernt hast, sie zu verbergen!", rief sie, und Kiakara sah schuldbewusst aus. Dann tat sie etwas Seltsames. In einem Moment war ihre Mentalmagie noch deutlich zu spüren, doch dann veränderte sich etwas. Rebecca bemerkte regelrecht, wie Kiakara ihre Magie mit einer Mauer schützte. Nicht so groß und stabil wie ihre Mauer, aber es war ein Anfang. Lächelnd kam sie auf die Drachin zu und umarmte sie fest.

Müde lehnte Kiakara ihren Kopf gegen Rebeccas Brust, und das Mädchen entschied, sie wieder in ihren Geist zu sperren. Kiakara schüttelte heftig den Kopf. "Ich kann selbst auf mich aufpassen", fügte sie hinzu. Rebecca deaktivierte den Tarnzauber und riss ihre Augen auf, als sie sah, wie Kiakara sich selbst tarnte. Nun war sie mit Augen nicht mehr zu erkennen. Nur, wenn Rebecca selbst ihren Geist ausstreckte, erkannte sie Kiakara. Der Tarnzauber war nicht perfekt, aber er hielt. Dennoch machte sich Rebecca Sorgen um das Drachenkind, denn sie wusste, dass die Magie von Jungdrachen noch nicht stark genug war. "Sobald deine Tarnung zu bröckeln droht, ziehst du dich in meinen Geist zurück!", sagte sie, und ihr Ton duldete keine Diskussion. Kiakara nickte, und die Beiden gingen zurück in ihr Zimmer. Adina schlief noch immer tief und fest. Sie hatte scheinbar nichts von Rebeccas Abwesenheit gemerkt. Leise legte Rebecca sich hin, und ihr Drachenkind kuschelte sich an sie. "Daran könnte ich mich gewöhnen", dachte Rebecca, bevor sie wieder einschlief.

Fortsetzung folgt

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