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geschrieben 2026 von Herbstsonne.
Veröffentlicht: 08.10.2026. Rubrik: Unsortiert


Geliebter Herr - Ein Vorfall, der verbindet

Für alle die schon Weihnachts/Feststagsgeschichten lesen mögen :)

Erwin Satterman ging mit seinem Einkaufswagen über die Straße zu dem Parkplatz auf die gegenüberliegende Seite des Supermarktes. Er hatte viel fürs Fest eingekauft und war überrascht gewesen, wie groß das Sortiment war. Normalerweise kaufte immer Ruth, seine Frau, ein, doch die war letztes Jahr im Herbst, Gott hab sie selig, gestorben. Er schluckte einmal kräftig, um den Kloß in seinem Hals nach unten zu bekommen, denn er vermisste Ruth, in jeder freien Gedankenminute.Und doch überwiegte die Dankbarkeit so deutlich, Dankbarkeit darüber, dass sie einander kennen durften und ein Stück ihres Lebens miteinander teilten. Erwin brauchte sein Auto nicht lange zu suchen. Zum einen war es mit einem Logo beklebt und zum anderen waren da, wo ein Stück der Stoßstange fehlte, eine kleine Sammlung von Dellen in immer gleicher Größe zu sehen. Volle Einkaufswägen vor Kofferräumen so platzieren, dass sie Abstand zum Auto warten und doch nahe genug dran waren, dass die Räder richtig einschlugen, waren seine Schwäche. Und so hatten bereits viele Einkaufswägen vom Gewicht ihres Inhalts angezogen und dem oft leicht abschüssigen Boden des Parkplatzes folgend die vielen Dellen verursacht. Als er gerade den Einkauf ins Auto geräumt hatte, geschah es, dass ihm ein Kind ins Auge fiel. Es ging gekrümmt wie ein alter Mann und hielt sich die Seite. Erwin sperrte das Auto ab und lief so schnell er konnte zu dem Kind, das ohne Begleitung zu sein schien. Der Junge hieß Tom und war neun Jahre alt. Er hatte sich beim Einkaufen mit seiner Mutter gelangweilt, weshalb er ins Auto durfte, mit seiner Actionfigur spielen. Dabei waren seine Seitenschmerzen wiedergekommen, die er schon so oft hatte. Er, der Erwachsene, Erwin, hatte aufmerksam zugehört, war für den Moment aber überfordert. Ruth hatte immer für alles, was Spontan ins Leben, kam, ein Händchen, sogar für die letzten kurzen Tage zwischen Diagnose und ihrem Tod. Er dagegen war ein Planer durch und durch, nur Tom brauchte jetzt seine Hilfe. Erwin, im Anflug von größter Sorge um den Jungen, fackelte nicht mehr lange. Er managte alles in wenigen Minuten: zum Auto laufen, Klapphandy mit Notruftaste nutzen, Rettung bestellen, zu Tom, mit Handy Auskunft anrufen, nach Nummer von Einkaufscenter fragen, im Center anrufen die Mutter ausrufen lasse - als die Nummer wählte ging der Akku aus. Vertrottelt noch eins! Weil es immer ungebraucht in der Schublade lag. Der Parkplatz war außer ihnen wie leergefegt. Er schickte hundert Stoßgebete, wollte, dass die Mutter mit der Rettung mitfahren konnte. Da Glück oder Fügung, ein kleiner Postwagen mit vielen Anhängern beladen zuckelte den Weg entlang. Erwin Sutterman stand in voller Größe wie ein leuchtendes X da und bewegte mechanisc die Arme zum Anhalten. Der Postbote tat wie ihm gehießen und trug weniger Sekunden später weit mehr als nur Post aus. Er trug Verantwortung für einen Jungen und die wichtige Nachricht die Mutter möge schnell zu ihrem Schutzbedürftigen Kinde kommen aus. Tom dessen Gesicht in der in der Zwischenzeit von Grün zu etwas ins Gelb und Lila gewechselt hatte, war tapfer, hatte aber Angst vor der Rettung. Und so redeten sie ein bisschen in den letzten Minuten, ehe diese eintraf. Der Junge erzählte, dass heute ein großes Essen bei ihnen zu Hause geplant war, das erste bei ihnen überhaupt. Dass er seine Oma und seinen Opa erst seit diesem Jahr kannte und viele Cousinen und Cousins kommen würden. Er weinte, weil er sich so auf das Fest, die Wiedervereinigung, gefreut hatte. Aber nun die Mutter den Einkauf unterbrechen und das Kochen sicher nicht mehr schaffen würde, wegen ihm. Erwin hielt seine kleine Hand in seiner. Die Rettung kam und fuhr mit Tom ab. Seine Mutter war zu spät gefunden worden. Am Parkplatz angekommen traf sie auf Erwin Satterman der auf sie wartete: Wo ist mein Sohn?? Sie rief im Krankenhaus an, welches die Rettung angeben hatte und hinterlies dort Toms und ihre Daten, bevor sie sich dann zu Tom ins Krankenhaus aufmachte. Erwin lauschte fest und als die Mutter, die sich als Elisabeth Monley raustellte, sich vielmals bedankt hatte und fuhr, steuerte Erwin mit dem Logo "Engelswerke" auf sein Zuhause zu. Er hätte sich gerne irgendwo in eine Küche eingemietet, den seine war Recht klein für sein Vorhaben, doch durch Ruth gut ausgestattet und würde reichen. Er klopfte bei Harry und Bobby und rief Martha an, die immer perfekte Rezepte wusste. Bobby klagte über Ischias, die anderen würden kommen. Sie verkochten fünf Beutel voller Lebensmittel und kreierten die wundervollstes Gerichte und Desserts alá Martha. Die restlichen sieben Beutel sollte Tom und Elisabeth über die Feiertage bringen. Erwin rief die Nummer von Elisabeth, die er sich auf dem Parkplatz gemerkt hatte, an und sprach ihr auf die Mailbox: Elisabeth, ich hoffe, Tom geht es besser. Meine Freunde und ich haben für Sie und Ihren bevorstehenden Besuch gekocht. Einkauf für die kommenden Tage ist auch da. Es kostet nichts. Betrachten Sie es als Geschenk vom geliebten Herrn. Bald drauf kam eine SMS von Elisabeth: Wir sind gerührt, kommen um 19Uhr nach Hause. Ich hoffe, sie und Ihre Freunde feiern mit uns Weihnachten und damit ein paar jener, die uns heute so zahlreich geschickt wurden.
Am Abend vor dem Essen als Alle von der Geschichte des Tages hörten, falteten sie für einen Moment die Hände vor die Herzen und ein leises Raunen ging durch das gemütliche Heim: " Gepriesen sei Gott in der Höhe und den Menschen ein Wohlgefalln."

Nachwort : Tom war aus der Narkose aufgewacht, es war alles gut gegangen. Die Rettung hätte eine Woche zuvor eine Blinddarmreizung bei ihm festgestellt gehabt. Die gesamten Festtage durfte er Zuhause mit deinen Cousins und Cosas verbringen und mit Oma und Opa natürlich.
Doch damit so ein Vorfall wie am Parkplatz nicht noch mal geschah entnahm man ihm lieber den Blinddarm.
Auch wen die Folgen dessen - neu gewonnene Freundschaften, die Sache am Ende eigentlich Wert fast waren.

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Autorin: inspiriert von Gott, von mir Herbstsonne niedergeschrieben.
Meine Geschichten sind in Grammatik und Rechtschreibung geprüft von Copilot.

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