Veröffentlicht: 15.10.2026. Rubrik: Märchenhaftes
Die Fee und der Drache, Teil 3
Kapitel 5: Der seltsamste Zauberer aller Zeiten braucht Hilfe
Am nächsten Morgen verließen die drei Freunde Aurika, Valerion und Miko ausgeruht die Drachenhöhle. Sie wollten einen Rundflug durch den Wald machen. Plötzlich hörten sie ein verzweifeltes Jammern, Wehklagen und ... War das etwa ein Miau? Valerions Blick scannte die Umgebung, und da sah er ihn. Ein kleiner Kater saß buchstäblich in der Klemme. Er saß in der Krone eines gigantischen Baumes und krallte sich an einem Ast fest. Sofort flog der Drache näher heran. "Was ist los mit dir?", fragte er den Kater. "Ich heiße Kyrius", erklärte der Kater. "Ich wollte auch mal fliegen und habe einen Schwebezauber ausprobiert. Der Zauber hat zwar geklappt, aber ..." Er miaute jämmerlich. "Ich bin hier im Baum gelandet und komme nicht mehr alleine runter! Mein Zauberstab fiel mir aus der Hand und ist irgendwo, ich kann ihn nicht finden! Ohne ihn kann ich nicht mehr zaubern!" Valerion flog noch dichter an den Baum. Aurika und Miko setzten sich neben den Kater auf den Baum, damit der Drache seine Klauen frei hatte. Ganz vorsichtig nahm Valerion den Kater auf und brachte ihn wieder auf sicheren Boden, bevor er seine Freunde aufsammelte. "Wir helfen dir, deinen Zauberstab zu suchen", versprach Aurika, und Kyrius freute sich.
Kapitel 6: Die Suche nach dem Zauberstab
Schon einige Minuten flog der Drache mit seinen Freunden durch den Wald, ohne den Stab auszumachen. "Vielleicht sollten wir uns aufteilen", schlug Aurika vor. "Ich lasse mich vom Wind treiben, während Miko am Boden sucht und du in eine andere Richtung fliegst." Valerion nickte und landete auf einer Lichtung. Sofort machten sie sich getrennt auf den Weg.
Aurika flog eine ganze Weile in Richtung Süden, fand jedoch nichts. Valerion ging es in Richtung Osten nicht viel anders. Miko stapfte in nördliche Gefilde, genau dorthin, wo seine Höhle war. Er wusste, dass sich hier noch ein paar andere Kobolde tummelten, und vielleicht hatte jemand von ihnen den Stab an sich genommen. Kurz darauf erblickte er Lola, eine Koboldfrau, die den Zauberstab vergnügt hochhielt. "Hallo, Miko! Schau mal, was ich gefunden habe!" Miko begrüßte die Koboldfrau freundlich. "Der Stab gehört Kyrius, einem Katzenzauberer", erklärte er. "Jetzt gehört er mir!", rief Lola grinsend. Miko wusste, dass es nie leicht war, einem Kobold etwas wieder abzujagen. Man musste mit ihm diplomatisch verhandeln. "Wenn ich dir einen Goldbarren gebe, wärst du dann bereit, mir den Stab zu überlassen?", fragte Miko. Lola zog eine Augenbraue hoch. "Gold? Nein, danke. Ich habe bereits genug Gold und Silber. Aber, ich habe eine andere Idee. Du hast gesagt, dass Kyrius ein Zauberer ist, und ich wollte so gerne mal fliegen. Vielleicht kann er ja mit mir schweben?" Miko lachte. "Das ist keine gute Idee, aber ich habe jemand anderen, der gut fliegen kann." Lolas Augen leuchteten. "Wer denn?" "Valerion, mein neuer Drachenfreund." Die Koboldfrau klatschte begeistert in die Hände und überreichte Miko den Stab. "Komm einfach mit. Wir haben vereinbart, uns auf einer Lichtung wieder zu treffen."
Auf der Lichtung wartete bereits Kyrius. Als er sah, dass Miko seinen Stab gefunden hatte, freute er sich sehr. "Ich danke euch sehr!", miaute der Kater. Auch die anderen beiden Freunde kamen bald, und Miko erklärte ihnen, was er mit Lola ausgehandelt hatte. Valerion setzte dies sofort in die Tat um und flog mit ihr eine Runde. Kyrius wandte sich noch einmal an den Kobold und zog etwas aus einer versteckten Tasche hervor. Es war ein Ring mit einem blauen Edelstein. "Dieser Ring erfüllt dir drei Wünsche. Wähle weise." Der Kobold strahlte und bedankte sich, bevor der Kater seinen Weg fortsetzte.
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