Veröffentlicht: 14.10.2026. Rubrik: Märchenhaftes
Die Fee und der Drache, Teil 2
Kapitel 3: Ein Hirsch in Not
Drache Valerion, Fee Aurika und Kobold Miko waren in der Luft, um den Wald zu entdecken. Der Drache hielt beide Freunde in jeweils einer Klaue fest. Plötzlich hörten sie eine tiefe Stimme durch den Wald rufen. "Helft mir doch! Ich stecke fest!" Valerion ging etwas tiefer und scannte mit seinen Augen den Waldboden ab. Da sah er es, ein Hirsch steckte mit einer Pfote in einer seltsamen Falle fest. "Wer stellt denn hier Fallen auf!", rief der Drache empört und landete. Sofort verstanden alle, dass diese Falle magischer Natur war. Aurika berührte sie mit ihrer Feenmagie. "Es ist die Magie eines Steintrolls. Aber er war nicht schlau genug, die Falle so zu zaubern, dass nur er selbst sie wieder wegzaubern kann. Also werde ich sie entfernen." Einen Moment später verschwand die Falle, und der Hirsch bedankte sich. Valerion legte eine Klaue sanft auf die Wunde des Tieres und setzte seine weiße Magie ein, um den Hirsch zu heilen. Dieser seufzte. "Bitte stoppt diesen Steintroll-Wilderer!", bat er die drei Freunde.
Kapitel 4: Auf der Spur des Wilderers
Die drei Freunde waren bereits wieder in der Luft, als sich Kobold Miko räusperte. "Ich fühle mich etwas ... nutzlos", meinte er. "Meine Magie besteht lediglich darin, mich unsichtbar zu machen, Dinge zu bewegen oder zu verstecken, Wesen zu versteinern und allerlei Schabernack. Wie soll ich dabei helfen, einen Steintroll in seine Schranken zu weisen?" Aurika lächelte ihn an. "Deine Statuen-Magie könnte vielleicht helfen", antwortete sie. Valerion flog währenddessen immer weiter nach Norden, denn diese Trollart wohnte im Gebirge. Der Drache war sich sicher, dass dieser Troll nicht wilderte, weil er Fleisch aß, denn sie ernährten sich von Steinen, sondern, weil er dem Wald schaden wollte. Das musste sofort unterbunden werden!
Bald kam ihnen der Zufall zur Hilfe. Sie sahen einen Troll, der vor einer magischen Konstruktion stand und sich triumphierend die steinernen Fäuste rieb. Als er das fliegende Trio erblickte, sah er zornig hinauf. "Was wollen ein Drache, eine Fee und ein nichtsnutziger Kobold von mir!", schrie der Troll. "Wir werden deine Wilderei sofort beenden", sagte Valerion ruhig. "Ach ja? Und wie wollt ihr das machen?", fragte der steinerne Troll herausfordernd. Eine riesige Steinlawine kam von oben und versperrte den Weg, wo der Drache landen wollte. Miko schnippte mit den Fingern und bewegte die Steinmassen mittels Magie durch die Luft. Valerion landete direkt vor dem Troll, und Aurika bereitete sich auf einen Zauber vor. "Zur Strafe für dein Verhalten werde ich dich nun mit einem Bann belegen. Du wirst an einen unangenehmen Ort im Gebirge verbannt, um darüber nachzudenken, was du getan hast. Deine Magie wird blockiert werden. In drei Jahren kommen wir wieder und sehen, ob du dich gebessert hast." Mit diesen Worten erschien eine riesige Wolke aus Feenstaub, die den Troll mit sich nahm. Zuletzt hielten die drei Freunde noch nach weiteren Fallen Ausschau und entfernten drei weitere. "Lasst uns in meine Drachenhöhle gehen", schlug Valerion vor. Sie flogen wieder in den Wald und entdeckten bald eine Höhle aus Ästen, Zweigen und Blättern. Valerion sammelte noch einige Waldfrüchte, die sie dann gemeinsam aßen, und ein kleines Lagerfeuer aus weißer Magie sorgte dafür, dass sie sich alle entspannten. Selbst Miko blieb bei ihnen. Sein Koboldschatz war noch immer geschützt, und nun legten sich die Freunde in die Höhle, um ein wenig zu schlafen.
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