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geschrieben von Pierre 64.
Veröffentlicht: 15.10.2026. Rubrik: Unsortiert


Kapitän Popeye und der Kuchen des Mondes

Kapitän Popeye und der Kuchen des Mondes

Es war eine laue, sternenklare Nacht im Hafen von Agadir, als ein ganz besonderer Gast an Bord der MS Makrele ging. Kein Geringerer als der Mann im Mond hatte sich für einen heimlichen Kurzurlaub auf die Erde geschlichen. Popeye, der berühmte Heilige Birmakater mit den tiefblauen Augen und den reinweißen Pfotenhandschuhen, bewirtete ihn königlich. Das Highlight des Abends? Ein frisch gebackener, dampfender Spinatkuchen nach Popeyes geheimen Kapitänsrezept.

Der Mann im Mond war so begeistert, dass er sich sprichwörtlich die Finger leckte. „Popeye!“, rief er aus, während er den letzten Krümel verzehrte. „Dieser Kuchen ist ein Meisterwerk! Meine Frau da oben beschwert sich immer, dass es auf dem Mond nur faden Staub und kalte Steine gibt. Ich brauche diesen Kuchen unbedingt dauerhaft auf dem Mond – aber ich kann überhaupt nicht backen!“

Popeye zupfte sich nachdenklich am Schnurrbart und kaute auf seinem Stück getrockneter Katzenminze. „Kein Problem, Kumpel“, miaute er mit seiner rauen, aber herzlichen Stimme. „Ich bringe deiner Frau das Rezept und alle Zutaten persönlich vorbei.“

Der Sternenantrieb wird gezündet

Für die MS Makrele war kein Weg zu weit. Das umweltfreundliche Schiff war nämlich nicht nur für die Weltmeere gerüstet. Für kosmische Reisen besaß es einen hochmodernen, emissionsfreien Sternenantrieb. Dieser wandelte das Licht entfernter Galaxien und Sternschnuppen in reine, saubere Energie um.

Papst Popeye verstaute alles Notwendige sorgfältig in der Kombüse: Es klang wie eine seltsame Fracht für ein Raumschiff, aber die Kisten waren randvoll mit frischem marokkanischem Spinat, biologischem Mehl, Eiern von glücklichen Hühnern, feinstem Olivenöl und einer Prise Muskatnuss.

Mit festem Griff an den Speichen des Steuerrads aktivierte Popeye den Antrieb. Die MS Makrele hob lautlos vom Wasser des Hafens von Agadir ab. Die Solarsegel entfalteten sich und glänzten nun im silbrigen Licht des Kosmos, während das Schiff elegant wie ein Schatten durch die Schwerelosigkeit direkt auf den großen, leuchtenden Erdtrabanten zusteuert.

Die feierliche Übergabe auf dem Mond

Wenig später landete die MS Makrele sanft und ohne ein einziges Staubkorn aufzuwirbeln im Meer der Ruhe. Dort wartete bereits sehnsüchtig die Frau im Mond. Sie trug ein Kleid aus gewebtem Sternenlicht und sah den herannahenden Birmakater staunend an.

Popeye schritt majestätisch die Gangway hinunter. Trotz der geringen Schwerkraft hielt er die Balance perfekt – ein echter Seebär, beziehungsweise Seekater, verliert eben nie den Halt. Mit einer eleganten Verbeugung und einem lauten, freundlichen Schnurren überreichte er ihr mit seinen weißen Pfoten eine edel verzierte Pergamentrolle: Das offizielle Rezept für den MS-Makrele-Spinatkuchen.

Hinter ihm schwebten, getragen vom solarbetriebenen Schiffskran, die Kisten mit den frischen Zutaten aus Agadir heran.

„Ein Gruß von Eurem Gatten und der Erde, Mylady!“, miaute Popeye feierlich. „Damit der Mond nie wieder ohne den besten Kuchen des Universums auskommen muss.“

Die Frau im Mond war zu Tränen gerührt. Sie nahm das Rezept entgegen und drückte die frischen Spinatblätter an ihr Herz. „Hab vielen Dank, mutiger Kapitän Popeye! Mein Mann hat per Sternen-Funk schon so von diesem Gericht geschwärmt. Jetzt wird der Mond endlich nach Abenteuer und frischen Kräutern duften!“

Zum Abschied schenkte sie Popeye ein Glas echtes Mondlicht, das die MS Makrele auf ihren zukünftigen Reisen für immer hell erleuchten sollte. Zufrieden ging der Birmakater wieder an Bord, wendete sein stolzes Schiff und segelte im Sternenglanz zurück zur Erde, dem blauen Heimatplaneten entgegen.

Pierre Leschek 15.10.2026

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