Veröffentlicht: 23.10.2026. Rubrik: Nachdenkliches
Problem Wichteln
Der Traum vom Problem Wichteln
Heute war beim Seniorenkaffee, sozusagen „Der Tag der Probleme.“
Thema: Rente, Pflege, Schließungen von Krankenhäusern sowie Arztbesuche.
Doch auch viele große, sowie kleine Private Probleme, hatten sich dadurch ergeben, wobei sich der Nachmittag in die Länge zog.
Manchmal könnte man denken, dass ein jeder von uns, die Person sein wolle, die oder der, am meisten Kummer oder Sorgen hat,
Als wäre er dann sozusagen, der „Kummerkönig des Jahres“.
Dazu fehlte dann nur noch der passende Wanderpokal, dachte ich schmunzelnd bei mir, während ich meinen halb verdorrten Weihnachtsstern goss.-
Wie wäre es denn, als Wanderpokal für den Gewinner, einen schönen Blühenden Weihnachts-Stern zu überreichen, der dann genauso Blühend und schön, in dem darauffolgenden Jahr, wieder dem nächsten Kummerkönig übereicht werden musste.
1Pfennig für deine Gedanken Lore; -würde in diesem Fall bestimmt meine Oma sagen.
Oder wie wäre es, wenn einige der Probleme untereinander ausgetauscht werden konnten. Ich dachte dabei an Irma.
Irma musste wegen einer Operation ins Krankenhaus, und wusste nicht wer ihre Katze versorgen könnte.
Sie war bei den Senioren für ihren leckeren Schönen selbstgebackenen Kuchen bekannt, die könnte dann dem Helfer, so zu sagen, als Dankeschön überreicht werden.
Auch Helmut fuhr seit einiger Zeit kein Auto mehr, und musste wegen einer Untersuchung nach Lingen. Doch er hatte niemanden der ihn dort hinbrachte, ein Taxi konnte er sich nicht leisten.
Jedoch hatte dieser Helmut, einen grünen Daumen, den auch einige von uns gut gebrauchen konnten.
Margret allerdings hatte nur einen Wunsch, jemanden zu finden der einmal die Woche mit ihr spazieren ging, sie saß im Rollstuhl.
So hing ich weiter meinen Träumen nach, bis mein Mann mich fragte
„was ist denn mit dir los?“ Ich erzählte ihm vom Nachmittag und meinen Gedanken, worauf er schallend lachte.
„Das hätte ich mir Ja denken können, meine Frau Lore, versucht mal wieder die Welt zu Retten.“
Wir hatten ja auch, Sorgen und Probleme. - Nein, Nein, nur keine Sorge, ich fange jetzt nicht damit an, diese alle aufzuzählen;
denn wer wills schon Wissen; oh Schreck, Vielleicht wäre „ich“ dann am Ende noch der Kummerkönig.
Doch ich konnte nicht ganz aus meiner Haut, so erging es mir auch nachts, in meinen Träumen.
Denn dort kam mir in den Sinn, die Probleme einfach untereinander zu tauschen, ähnlich wie beim Wichteln. Dieses fand ich so Interessant, dass ich beim Frühstück, meinen Mann davon erzählte.
Jeder von uns, packte eins seiner Probleme, in schönes buntes Papier, mit Schleifchen. Die kämen dann alle zusammen in einen Korb.
So konnte sich jeder, ein anderes Päckchen wieder zurücknehmen.
Allerdings würde man sich zuerst auf die kleinen Päckchen stürzen, denn ein kleines Päckchen, ein kleines Problem, ein großes Päckchen ein großes Problem, -so der Gedanke.
Doch Vorsicht, denn auch in einem kleinen Päckchen, konnte in diesem Fall, ein großes Problem stecken.
Und wer will schon so etwas haben?
Wo wir wieder beim Wichteln währen, denn da kommt es auch ab und an vor, dass man das, was man bekommen hatte, eigentlich gar nicht haben möchte.
„Zum Glück, ist das nur ein Traum gewesen.“ „Denn wer macht die Organisation.“
War die Frage meines Mannes. „Typisch.“
Somit kam ich zu dem Schluss, dass die Probleme die ich schon hatte und kannte, lieber behalten möchte, als dazu noch ein neues, wer weiß schon welches, hinzuzubekommen, um dieses dann Einzulösen.
Denn das war ja schließlich der Sinn vom „Problem Wichteln.“
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Geschichte Nummer 11149



