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geschrieben von Pierre 64.
Veröffentlicht: 26.10.2026. Rubrik: Unsortiert


Popey der Birmakater und wie er die Architektur , Ägyptens beeinflusste

Die Segel der MS Makrele blähten sich majestätisch im heißen Wüstenwind, während das stolze Schiff den Nil hinabglitt. Eine Dreimastbark auf einem Fluss war ohnehin ein ungewöhnlicher Anblick, doch das absolute Prachtstück des Schiffes befand sich tief im Rumpf: der Chrono-Regulator. Dank Daniel Düsentriebs genialem Zeitantrieb war es Popey, dem stolzen Birmakater im maßgeschneiderten Kapitänskleidung, gelungen, die Jahrtausende zu durchbrechen und im Jahr 1332 vor Christus zu ankern.

Popey stand mit glänzend weißem Fell und goldverzierten Epauletten am Steuerrad, als am Horizont ein prächtiges Schiff auftauchte. Es war eine königliche Rudergaleere, angetrieben vom rhythmischen Schlag dutzender Ruder. Auf dem goldenen Deck stand niemand Geringeres als der Kindskönig Tutanchamun, geschmückt mit dem traditionellen Nemes-Kopftuch und einer Pharaonen-Halskette, die in der Wüstensonne um die Wette strahlte.

Popey ließ die MS Makrele geschickt beidrehen. Als die Schiffe nebeneinander lagen, wurde eine hölzerne Planke ausgelegt. Mit eleganten, samtpfotigen Schritten schritt Kapitän Popey hinüber, um den jungen Herrscher zu begrüßen.

„Seid gegrüßt, großer Pharao“, miaute Popey würdevoll und verbeugte sich, sodass seine Kapitänsmütze fast den Boden berührte. „Als Zeichen der Freundschaft zwischen den Zeitaltern überreiche ich Euch dieses erlesene Gastgeschenk.“

Er reichte dem König eine kunstvoll verzierte Metalldose. Es waren Ölsardinen, eine Delikatesse aus Popeys Heimat. Tutanchamun, neugierig wie jeder Junge in seinem Alter, ließ die Dose von einem Diener öffnen. Vorsichtig probierte er den ersten Fisch. Seine Augen weiteten sich vor Begeisterung. Der König genoss den salzigen, öligen Snack sichtlich und schleckte sich die Finger ab – ein wahrhaft königlicher Genuss, den es am Nil so noch nie gegeben hatte.

Begeistert von dem pelzigen Kapitän und seinem seltsamen Metallsnack, folgte Tutanchamun Popey auf die MS Makrele zu einer gemeinsamen Besichtigung. Während die Galeere im Windschatten blieb, führte Popey den König über die Planken der Dreimastbark.

„Seht Ihr, Eure Hoheit“, erklärte Popey und zeigte hinauf in die Takelage, wo die weißen Tücher im Wind knarrten. „Das ist das Geheimnis der Seefahrt unter Vollsegeln. Man bezwingt den Fluss nicht mit reiner Muskelkraft wie Eure Ruderer. Man fängt den Atem des Windes ein. Durch das Zusammenspiel von Focksegel, Großsegel und Besansegel lenken wir die Urgewalten der Natur.“ Der Kindskönig lauschte mit offenem Mund den nautischen Geheimnissen, während der warme Wind durch Popeys Schnurrhaare strich.

Zum Abschied hatte Popey jedoch noch eine ganz besondere Überraschung parat. Er rollte ein dickes Papyrusdokument auf, das er im Kartenhaus vorbereitet hatte.

„Für Eure ewige Ruhestätte, mein königlicher Freund“, sagte Popey mit einem Augenzwinkern. Es waren die exakten nautischen Berechnungen für eine Fischstäbchen-Pyramide. Popey erklärte ihm haarklein den optimalen Neigungswinkel von 52 Grad und die perfekte Schichtung der knusprigen, goldenen Quader, damit die Konstruktion für die Ewigkeit hält und niemals an Stabilität verliert.

Mit dem wertvollen Papyrus unter dem Arm und dem Geschmack von Ölsardinen auf der Zunge verabschiedete sich Tutanchamun tief beeindruckt. Als sich die Schiffe trennten, warf Popey den Zeitantrieb wieder an. Die MS Makrele verschwand in einem leisen Summen – und hinterließ einen jungen Pharao, der den Nil hinabblickte und nun ganz neue Pläne für die Architektur Ägyptens im Kopf hatte.

Pierre Leschek 26.10.2026

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Geschichte Nummer 11182

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