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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 27.10.2026. Rubrik: Fantastisches


Die weiße Magierin, Teil 1

Diese Geschichte ist teilweise inspiriert von Christina Kopanys Texten.

Kapitel 1: Der Weg zu sich selbst

Alicia stapfte durch den Wald. Heute war sie 18 Jahre alt geworden, und endlich konnte sie den befreienden Schritt tun. Sie konnte die negative Energie, die in ihrem Elternhaus vorherrschte, nicht mehr ertragen. Diese Energie hatte sich für sie angefühlt, als würde ein Dämon nach ihr greifen wollen. Endlich konnte sich Alicia davon befreien. Seit sie ein Kind war, glaubte sie immer an das Gute im Leben. Sie hatte geschafft, eine Kommunikation mit ihrem inneren Wesen, ihrer inneren Kraft aufzubauen, und diese sagte ihr: "Der Wald ist deine Bestimmung! Ich werde dich leiten." Seit drei Stunden war das Mädchen nun unterwegs. Sie ging zügig und schaute immer nur nach vorne. Das Bedürfnis, zurück zu ihrem Elternhaus zu blicken, entstand in diesen drei Stunden nicht ein einziges Mal, und je weiter sie sich davon entfernte, desto leichter fühlte sie sich. Alicia hatte nicht viel mitgenommen. Nur ein Rucksack mit etwas Proviant und warmer Kleidung war ihre gesamte Ausrüstung. In ihren Armen hielt sie Lucky, ihren Kater. Diesen wollte sie unter keinen Umständen in dieser negativen Energie zurücklassen. Hier konnte der alte Kater endlich entspannen. Vorher war er krank geworden, doch Alicia glaubte ganz fest daran, dass sie ihn heilen konnte. Sie verschwendete keine Sekunde an Zweifeln.

Nach etwa vier Stunden bemerkte die Frau, dass sie nun eine Pause brauchte, und ließ sich auf einer Lichtung nieder, die nur von einem einzigen, hohen Baum dominiert wurde. Alicia lehnte sich gegen das kühle Holz des Baumes und schlang ihre Arme um den Stamm. Dann atmete sie den Geruch ein, schloss die Augen und atmete tief durch. "Ich wünsche mir mehr Energie, um meinen Weg schnell wieder fortsetzen zu können", dachte sie und glaubte ganz fest daran, dass er sich auch erfüllte. Dann genoss sie einfach die Ruhe des Waldes. Kurz darauf spürte Alicia bereits die positive Energie, die sie beflügelte. Lucky schnurrte sanft. Alicia erhob sich, nahm ihren Kater wieder auf den Arm und folgte dem Weg, welchen ihre innere Stimme vorgab. Als Alicia ein wenig Hunger hatte, machte sie noch eine Rast und aß ein Brot. Auch ihrem Kater gab sie ein wenig Katzenfutter, welches sie noch schnell mitgenommen hatte. Danach setzte sie ihren Weg sofort fort.

Kapitel 2: Die Waldmenschen

Drei Tage später hörte Alicia Stimmen und blieb abrupt stehen. Sie lauschte ihrem inneren Wesen, doch dieses gab ihr den Befehl, weiter zu laufen. Also tat Alicia einen Schritt nach dem Anderen. Die Stimmen wurden immer lauter, und bald bemerkte die junge Frau, dass es sich dabei um ein Gebet handelte. "Weiße Göttin des Waldes! Gib uns weiterhin die Kraft, um hier leben zu können! Gib uns das Essen, den Frieden, diesen Wald für alle Zeiten! Wir danken dir von ganzem Herzen!" Erst jetzt sah Alicia die Menschen. Sie knieten vor einem Altar, der von Pflanzen umgeben war. Auf dem Altar war das Bild einer jungen, wunderschönen Frau zu sehen. Als Alicia das Bild sah, überkam sie ein seltsames Gefühl der Freude. Die Menschen entdeckten sie und wandten sich um. Sie trugen grüne Roben. "Bist du auch ein Wesen des Waldes?", fragte ein älterer Mann. Bevor Alicia darüber nachdenken konnte, nickte ihr Kopf automatisch. Es fühlte sich an, als hätte etwas in ihr beschlossen, dass sie ein Waldmensch war. "Dann tritt in unsere Mitte." Erst jetzt erkannte Alicia, dass die Menschen von Tieren begleitet wurden, welche sich im Hintergrund hielten. Gemeinsam mit Lucky im Arm trat sie in den Kreis der Waldmenschen. Der Kater sprang von ihrem Arm - woher er die Kraft dafür hatte, wusste sie nicht, und setzte sich hinter sie. Ein Mann und eine Frau reichten Alicia die Hände, und sie ergriff sie. "Wir heißen dich herzlich willkommen, Wesen des Waldes. Wie ist dein Name?" "Ich bin Alicia", antwortete sie. "Möge die Natur mit dir sein!", riefen alle Menschen zugleich. Dann geschah etwas, womit Alicia niemals gerechnet hatte. Jeder der Waldmenschen trat auf sie zu und drückte sie, und Alicia erwiderte die Umarmung. Obwohl sie diese Menschen noch nicht kannte, fühlte sie sich, als würde sie diese Gruppe schon ihr Leben lang kennen. Zum ersten Mal in ihrem gesamten Leben spürte sie eine Geborgenheit in sich aufsteigen.

Fortsetzung folgt

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Geschichte Nummer 11189

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