Veröffentlicht: 02.11.2026. Rubrik: Fantastisches
Magier der geistigen Welt, Teil 3
Kapitel 5: Waldhaus A
Alisa, die noch recht junge Dame, streckte mir ihre Hand hin. "Komm nun mit. Ich zeige dir, wo du ab heute leben wirst." Ich nahm ihre Hand nicht, aber ich erhob mich und folgte ihr hinaus. "Die erste Klasse ist im Waldhaus A untergebracht. Unterricht findet erst in drei Tagen statt, denn alle in diesem Haus sind neu und müssen sich erst einleben." Wir liefen ein paar Minuten den Wald entlang, bis wir bei dem Waldhaus ankamen, welches mit einem A beschriftet war. Alisa öffnete die Tür und offenbarte ein gemütliches Haus. Ich trat hinein und erkannte vier Schlafzimmertüren, die mit Namensschildern beschriftet waren. Also schliefen immer zwei in einem Zimmer. Nur an einer Tür war bisher nur ein Name, Esther. "Das wird dein Zimmer sein", erklärte Alisa. "Ich lasse dich jetzt erstmal alleine. Ruhe dich erstmal aus. Lena, eine Wohngruppenbetreuerin des Hauses hier, wird dich abholen, wenn alle von euch zu deiner Aufnahmezeremonie erscheinen müssen." Mit diesen Worten verschwand sie und ließ mich mit meinen Gedanken zurück.
Ich öffnete die Tür zu meinem neuen Zuhause und trat ein. Das Zimmer war freundlich eingerichtet. Es gab zwei Betten, zwei kleine Bücherschränkchen, einen großen Schrank mit mehreren Fächern und eine Tür, die augenscheinlich ins Badezimmer führte. Auf einem der Betten saß ein Mädchen und starrte auf einen Punkt hinter mir. "Hi", sagte ich leise, um sie nicht all zu sehr zu erschrecken. Sie wandte sich mir zu und lächelte. "Endlich bekomme ich auch eine Mitbewohnerin!", rief sie. "Ich bin Esther." "Kora", stellte ich mich vor. "Wie alt bist du?", wollte das Mädchen von mir wissen. Ich erfuhr, dass sie selbst 14 war, also nur ein Jahr älter als ich. Sie redete ohne Punkt und Komma weiter und erzählte mir, dass sie Tiere liebte. "Meine Fähigkeit", berichtete sie, "ist Telepathie. Sie hat sich darin geäußert, dass ich zuerst mit meiner Katze und danach auch mit Menschen gedanklich sprechen und ihre Gedanken lesen konnte. Aber keine Sorge, ich werde diese Kraft nicht nutzen, um deine Gedanken zu erfahren." Ich atmete aus, denn ich hätte es sehr gruselig gefunden, wenn meine Mitbewohnerin in meinen Geist eingedrungen wäre. "Was ist deine Kraft?", fragte Esther. "Geistheilung", antwortete ich, was ihre Augen funkeln ließ. "Cool!", rief Esther begeistert.
Kapitel 6: Die Aufnahmezeremonie
Es klopfte, und eine junge, freundlich lächelnde Frau trat ein. "Hallo Kora. Ich bin Lena, die Bezugsbetreuerin der Wohngruppe, also dieses Hauses hier. Komm mit, deine Aufnahmezeremonie beginnt gleich." Esther und ich erhoben uns und folgten ihr auf eine Waldlichtung. Dort waren sehr viele Menschen versammelt, Schüler und Lehrer. Sie hatten eine Reihe gebildet, und an der Spitze stand Elarius. "Wir heißen Kora herzlich willkommen! Lasst uns den Kreis der Einigkeit bilden." Sofort verschwand die Reihe, und alle Schüler und Lehrer bildeten einen Kreis. Auch Esther stellte sich zu diesem Kreis. "Komm in unsere Mitte", wies Elarius mich an, und ich tat, was er verlangte. Ich mochte es gar nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Nachdem wir uns alle an den Händen gefasst hatten, fuhr der Älteste fort. "Schließt die Augen und sendet positive Gedanken in die Mitte des Kreises." Alle schlossen die Augen, und ich konzentrierte mich darauf, ihre Gedanken zu spüren. Die meisten von ihnen drückten Freude aus, nur zwei der Gedankenströme waren seltsam. Ich erkannte sofort, dass es die Gedanken neuer Schüler waren. Einer dieser Gedanken war eher traurig, der Andere zeigte, dass sein Geist sehr hyperaktiv war. Kurz danach öffnete sich der Kreis wieder, was den hyperaktiven Jungen dazu veranlasste, mit dem Körper zu wippen und von einem Bein auf das Andere zu treten. "Die Zeremonie ist beendet. Begebt euch alle in eure Wohngruppen", forderte Elarius die Gruppe der Schüler auf.
Fortsetzung folgt


Geschichte Nummer 11262



