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geschrieben von die Juditha.
Veröffentlicht: 06.01.2020. Rubrik: Unsortiert


Scherben bringen Glück

Woher kommt dieses Sprichwort eigentlich? Was soll es mir sagen? Ich weiß es nicht. Ich stehe hier auf meinem Scherbenhaufen. Ein Kunstwerk ist zerbrochen. Unsere Liebe war besonders, außerordentlich wertvoll und vor allem - teuer bezahlt. Nun ist sie kaputt. Ich wollte die Scherben wieder zusammenbasteln. Die Liebe reparieren. Dann wollte ich akzeptieren: Die Vase ist kaputt. Aber selbst die Scherben sind schön. Ich lass den Haufen liegen. Dann verehre ich eben Scherben. Sie war so wertvoll! So teuer bezahlt! Wie konnte sie zerbrechen? Warum hatten wir nicht aufgepasst? Aber ich schreibe im Präteritum. Die Scherben waren wertvoll. Die wertvolle Vase ist unwiederbringlich weg. Ich kehre die Scherben zusammen und schmeiße sie weg. Erst jetzt ist Platz für eine neue Vase. Vielleicht soll der Spruch dann Trost und Zuversicht spenden? Etwas Zerschlagenes kann weg. Ich kann ich loslassen und mich etwas Heilendem zuwenden. Einem neuen Glück? Die Scherben bringen ja erst das Glück.

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