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4xhab ich gern gelesen
geschrieben von Federteufel.
Veröffentlicht: 22.11.2025. Rubrik: Unsortiert


Novemberblues

Was ist der Abend so trüb und bleich.
Sogar die Krähen am Mühlenteich,
sie hocken bedrückt im kahlen Geäst,
dieweil der Nordost zum Angriff bläst.

Ist dieses denn noch derselbe Stern,
auf dem ich gewandert im Frühling so gern?
Als heiterer Vögel Morgengesang
sich vermischte mit hellem Glockenklang?

Bedrohlich rauscht das tosende Wehr,
übertönt sogar den Straßenverkehr.
Bäume und Büsche stehen entlaubt,
die Sonne senkt das ermüdete Haupt.

Und Kraniche ziehen mit wildem Geschrei,
sie rufen lauthals den Winter herbei.
Ich freue mich trotzdem, ich bin nicht bedrückt,
denn ich habe da etwas, das mich beglückt.

Da ist meines Liebchens rosiger Mund
und ihrer Hüften köstliches Rund.
Da ist ihrer schwellenden Haarpracht Duft –
und schon verspüre ich Frühlingsluft.

counter4xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von ehemaliges Mitglied am 23.11.2025:

Der frühe Vogel ist schon wach und fängt Dein verträumtes Gedicht! Alle, die es lesen,
werden bezaubert sein von Deiner
Einfühlsamkeit. Danke. Es erhellt uns den
trüben Novembertag.




geschrieben von Jo Hannes Coltitz am 23.11.2025:

Hallo @Federteufel, man spürt in jeder Zeile wie Du Dich nach den warmen Jahreszeiten zurücksehnst.
Sehr gern gelesen.
Viele Grüße, Jo




geschrieben von Hessehex am 06.12.2025:

Leider hat nicht jeder so ein Liebchen.....

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