Veröffentlicht: 16.02.2026. Rubrik: Lyrisches
Geisterhafte Gesellschaft
Ich habe gelesen,
niemals
hinter Bugwellen her.
Ich ließ mich nicht ziehen,
mich nicht tauchen,
um nach Luft schnappend
weiter zu schlittern.
Schon eine Weile
ordne, sortiere ich
und fege Flusen zusammen,
den Rest, der
vom Damals zeugt.
Die Gesellschaft –
verschwunden,
ich bin allein
mit mir und dem Tanzsaal,
den ich kehre.
Manchmal nehm ich was auf,
betrachte es,
halt’s mir ans Ohr,
lausche
und sehe die Gesellschaft,
geisterhaft schwingend
an mir vorbeiziehen.
Ich war nie Teil von ihr,
ich mochte den Trubel nicht,
das Gestelze,
und doch zog es mich,
wunder-wer-weiß –
eine rauschende Party,
über all die Jahre hinweg.
Ich umkreiste sie wie ein Hund,
auch etwas neidisch.
Heute nun,
in der Stille
blase ich Staub von den Seiten des Buches,
er ist mir ein Spiegel.
Ich sehe ihm nach,
bis er verflogen ist.
Dann beginne ich zu lesen.





