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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 03.04.2026. Rubrik: Kinder und Jugend


Der besondere Osterwunsch

Es war der Samstag vor dem Ostersonntag, und die achtjährige Clara saß mit ihrer Mutter im Wohnzimmer. Die Sonne war schon längst untergegangen, und der kleine Zeiger auf der großen Wanduhr zeigte auf neun. "Es ist schon neun Uhr", sagte ihre Mutter. "Du musst langsam ins Bett." Clara schüttelte energisch den Kopf. "Ich will aber nicht!", protestierte sie. "Deine Schwester schläft auch schon seit einer Stunde", argumentierte die Mutter. "Lisa ist doch auch erst fünf!", entgegnete Clara. "Warum willst du denn nicht ins Bett?", fragte ihre Mutter sie nun. "Ich möchte den Osterhasen treffen und ihm zusehen, wie er die Geschenke verteilt. Außerdem will ich mir bei ihm etwas wünschen." "Der Osterhase verteilt nur dann Geschenke, wenn die Kinder schlafen", meinte die Mutter. "Welchen Wunsch hast du an den Osterhasen?" Schon von klein auf hatte Clara einen ganz bestimmten Wunsch, denn sie liebte alles, was mit Magie zu tun hatte. "Ich möchte, dass er mir hilft, eine Zauberin zu werden!" Claras Mutter lächelte. "Ach Clara, du weißt doch, dass es keine Zauberer gibt. Und nun geh ins Bett. Ich bin auch schon müde." Ein wenig enttäuscht ging das Mädchen tatsächlich zu Bett und schlief bald ein. Sie war wohl müder, als sie sich selbst eingestehen wollte.

Mitten in der Nacht wachte Clara auf. Sie zog sich leise an und schlich in den Garten. Nachdem sie eine Weile gesucht hatte, sah sie einen kleinen Hasen durch den Garten hüpfen. "Hallo Osterhase!", rief sie, und der Hase blickte sich um. "Gehören denn so kleine Kinder Nachts nicht ins Bett? Ich bin es nicht gewohnt, meine Geschenke vor Kinderaugen zu verstecken, denn dann ist es ja keine Überraschung mehr!" "Es tut mir Leid", sagte Clara, "aber ich hätte einen Wunsch an dich." Der Hase sah das Mädchen verwundert an. "Was wünschst du dir?" "Ich wünsche mir, eine Zauberin zu werden", flüsterte das Mädchen. "Nichts leichter, als das! Ich werde dir dabei helfen", antwortete der Osterhase, und plötzlich erschien ein magisches Portal in ihrem Garten. Mutig trat Clara durch das Portal und fand sich in einem tiefen Wald wieder. Mehrere Hexen saßen um ein Lagerfeuer, und ohne Furcht näherte sich das Mädchen. "Hallo, ihr Hexen! Ich bin hier, um eine Zauberin zu werden!", rief Clara. Die Hexen drehten sich zu ihr um. "Wir haben dich schon erwartet", antwortete eine Hexe. "Gleich bekommst du deinen Zauberstab." Sie entfernte sich, und kurz darauf hielt Clara einen Zauberstab in ihren Händen. Stolz betrachtete sie den Stab und bedankte sich gedanklich noch einmal bei dem Osterhasen, doch was war das? Das Bild der Hexen um sie herum verblasste, und auch der Zauberstab verschwand. Dann spürte sie das Kopfkissen unter sich und öffnete die Augen. Es war alles nur ein Traum, und Enttäuschung machte sich in ihr breit. Beim Frühstück sprach sie kaum ein Wort, bis es ans Osterverstecke suchen ging. Sie fand ihr Nest schnell, es befand sich im Garten, hinter dem Kirschbaum, welcher hier wuchs. Das Osternest enthielt einige Schokoladeneier, einen Osterhasen aus Schokolade, andere Bonbons und ein Buch. Entschlossen zog Clara das Buch aus dem Nest und freute sich, ein Buch über Hexen bekommen zu haben.

Ende

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