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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 23.04.2026. Rubrik: Fantastisches


Der Glaube an Magie, Teil 3

Kapitel 5: Ein schrecklicher Tag

Als Chiara am nächsten Tag ihre Augen aufschlug, spürte sie eine seltsame Vorahnung in sich aufsteigen. Eine Vorahnung, welche schon bald zur Gewissheit werden würde. Irgendetwas stimmte an diesem Tag nicht, etwas fühlte sich falsch an. Sie hielt inne und zog sich in ihren Energiewald zurück. Alles war wie zuvor, die weiße Magie war deutlich sichtbar. Dennoch sagte ihr etwas, dass sie bald ihre Magie für große Taten einsetzen musste. Sie schob diesen Gedanken beiseite und erhob sich aus dem Bett. Müde schleppte sie sich in die Küche, wo ihre Mutter bereits ein Frühstück vorbereitete. "Guten Morgen", sagte sie freundlich, ohne von ihrer Arbeit aufzusehen. "Guten Morgen", erwiderte das Mädchen und nahm am Esstisch Platz. Dort saß schon David, ihr kleiner, fünfjähriger Bruder. "Ich will zuerst essen!", rief der Junge und zappelte aufgeregt. "Sei ruhig, David! Du weckst sonst noch den Papa auf, und dann wird er böse!" Chiaras Vater arbeitete erst spät und wollte, dass seine Kinder ihn am Morgen ausschlafen ließen. "Ich bin ja schon ruhig", sagte der Junge und senkte beleidigt seinen Kopf. Gleich darauf kam die Mutter mit zwei Tellern und dampfenden Tassen zurück. Kakao für David, Tee für Chiara. Während Chiara an ihrem Marmeladenbrot kaute, wurde sie das Gefühl nicht los, dass irgendwo eine schwarze Aura in der Luft lag. Nicht hier im Haus, sondern weiter draußen. "Weißt du, was das für eine Aura ist?", fragte sie in ihren Wald hinein. "Du musst es selbst herausfinden", antwortete die Stimme. Seufzend machte sich das Mädchen fertig und verließ mit ihren Schulsachen das Haus.

Kapitel 6: Die Gewissheit

Je näher Chiara der Schule kam, desto stärker wurde ihr unbestimmtes Gefühl. Als sie die Tür öffnete, sah sie alle Shüler in einer Reihe am Eingang des Schulhauses stehen. Sie alle hatten ihre Köpfe gesenkt und starrten auf etwas, was Chiara noch nicht sehen konnte. Als sie eintrat, gaben die Mitschüler den Blick frei, und ihr Herz setzte einen Schlag aus. Vor ihr auf dem Boden lag Hendrik, und seine Augen waren abgrundtief schwarz geworden. Chiara konnte keine Wunden erkennen, doch sie spürte sofort die schwarze Aura, welche von seinem Geist ausging. Die Erkenntnis traf sie wie ein Blitz. Irgendein Wesen hatte seinen Geist mit böser Magie verzaubert, sodass er auf nichts mehr reagieren konnte. Chiara wollte weiße Energie sammeln, um ihm zu helfen, doch die Stimme des Waldes in ihr ließ sie inne halten. "Du kannst ihm nicht helfen, Chiara. Nur der Dämon, welcher ihn verzaubert hat, kann den Zauber wieder rückgängig machen, oder der Tod des Dämons." Chiara seufzte auf. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als zwei Sanitäter den Jungen hochhoben, bereit, ihn ins Krankenhaus zu bringen. Sie sprachen alle von einer rätselhaften Krankheit, doch das Mädchen wusste es besser. Mit der Gewissheit, dass ihr niemand glauben würde, behielt sie ihre Erkenntnisse für sich.

Als sie am Mittag von der Schule kam, fragte sie die Stimme aus. "Woher kommt dieser Dämon?" "Es ist ein Produkt schwarzer Magie", antwortete der Wald. "Mehrere Menschen mit schwarzer Energie haben ein Ritual durchgeführt, um das Wesen zu erschaffen, und ich habe es zu spät bemerkt." "Konnte es keiner der weißen Magier verhindern?", wollte Chiara wissen. Die Stimme hielt einen Moment inne. "Du bist die letzte weiße Magierin, die übrig geblieben ist. Alle Menschen, deren Seelen einst so rein für diese Magie waren, wurden entweder im Laufe ihres Lebens zu schwarzen Magiern, oder sie entwickelten ihre Fähigkeit nie." Bestürzt sog Chiara den Atem ein, denn sie spürte die große Last auf ihren Schultern. Wenn sie nichts unternahm, würde der Dämon noch mehrere Seelen verzaubern. "Wie kann ich den Dämon töten?", fragte sie schließlich. "Das ist eine schwierige Aufgabe. Du musst den Wald der dunklen Magie finden. Er ist nicht weit von deinem Elternhaus entfernt, und nur ein Magier kann ihn finden, da er von einem Schutzzauber für gewöhnliche Menschen versperrt ist. Dort musst du die schwarzen Magier und den Dämon finden und vernichten, bevor sie einen neuen Dämon erschaffen können." Angst breitete sich in Chiara aus, doch das Mädchen schluckte sie hinunter. Gerade wollte sie sich erheben, um das Haus zu verlassen, als sie einen lauten Schrei hörte. Wieder spürte sie die schwarze Magie, nun näher als zuvor. Mutig stürmte sie aus ihrem Zimmer und blieb angewurzelt stehen, als sie ihre Mutter mit schwarzen Augen auf dem Boden sah. Neben ihr stand ein riesiges Wesen. Es hatte keine richtige Form, sondern sah eher aus wie ein geisterhafter Schatten. Chiara reagierte instinktiv und wollte weiße Energie auf das Wesen werfen, doch so schnell, wie es gekommen war, verschwand es auch schon wieder. "Der Dämon schickt nur seinen Geist, um in diese Welt zu gelangen, sein Körper kann nicht aus dem dunklen Wald hinaus. Es ist kein Zufall, dass er deine Mutter als nächstes Opfer erwählt hat. Er möchte dich unter Druck setzen, aber das darfst du nicht zulassen. Du wirst dich bald auf den Weg machen, und der Wald sendet dir einen Begleiter zur Unterstützung, da der dunkle Wald sonst sehr schnell tödlich sein kann." Damit verstummte die Stimme des Waldes, und Chiara nickte. Sie musste dieses Wesen vernichten.

Fortsetzung folgt

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