Veröffentlicht: 23.01.2026. Rubrik: Menschliches
Der REM-Aktivist -1
Die Reise oder Abschalten vom Alltag
Ich schließe unbewusst meine Augen und begebe mich schon wieder auf die Reise. Ich sehe Myriaden Sterne funkeln. Sie sind ungezählt und wunderschön, als ich rasend schnell durch die ewige Nacht, hilflos mit den Armen rudernd. Falle, bis ich plötzlich bemerke, dass mein Körper das hohe Tempo nicht mehr mithalten kann. Das Phantom löst sich und stürzt voraus, keinerlei Angst mehr verspürend.
Und als das verzerrte Licht meinen Geist benebelt falle ich hart auf den Boden und liege mal wieder unbequem auf der mit saftig grünem Gras bewachsenen Klippe.
Der Donner des brechenden Wassers ist allgegenwärtig und hallt donnernd in meinen Ohren.
Hier würde ich gerne verbleiben, denn es gibt noch so viele Abenteuer zu bestehen, so viele Herzen zu erobern und so viele Träume zu leben, doch ich schrecke auf durch die Geräusche der Gegenwart, nur einen Sekundenbruchteil, nachdem meine Reise begann.
Oh nein, mein Lieber, dieser kurze, verträumte Schlaf wird doch nicht der Anfang von Alterserscheinungen sein.
Du zeigst Angst, dass Du nicht mehr selbstbestimmend durch das pulsierende Leben segelst. Die brennenden Lampen erscheinen Dir wie Sterne und nach dem Sturz von der Couch vielleicht sogar der harte Fußboden kommt dir vor als wohlriechendes Gras.
Und von der Wohnung nebenan hörst Du verzückt lauschend die Klospülung.
Aber leider ist auch damit Deine Reise aus, und Du wolltest doch noch so viel erleben.
Darum rate ich Dir: Träume nicht, lebe!
Wenn man die Gedanken auf Reisen schickt- ein Stück weit los lässt-nennt man das wohl träumen. Tue es doch bewusst, vielleicht gibt es dann kein böses Erwachen nach einem Sekundenschlaf.
Gut so, dass uns die Realität immer wieder zurückholt.
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