Veröffentlicht: 17.02.2026. Rubrik: Unsortiert
Die Reise nach Atlantis (2-5)
2
Die verhüllte Gestalt forderte Max auf noch zu bleiben.
"Von Sternberg, auf sie baut die Bruderschaft des Lichts ganz besonders. Sie und ihre Frau Mara haben schon immer in irgendeiner Weise den Göttern gedient. Mara ist eine spirituell Wissende und sie sind ein Pragmatiker. Vorerst ist es wichtig alle neue Erkenntnisse zu sammeln und in der Öffentlichkeit zu publizieren. Es kommt die Zeit, wo all das Wissen benötigt wird. Da ist es gut, wenn ein Teil der Menschen bereits davon gehört hat. Davon ist die Bruderschaft überzeugt."
"Mein Herr, ich nehme die Herausforderung an", versicherte Max ohne konkrete Vorstellung, was auf ihn zukommt.
Nach einem festen Handschlag verließ auch er die Komturei.
3
Zwischenzeitlich war es Mitternacht.
Er war ziemlich aufgewühlt.
Ausgerecht er, der noch einige Flausen im Kopf hatte, sollte helfen, um den spirituellen Aufstieg der Menschheit vorzubereiten.
Ein nervöses Vibrieren durchflutete in Wellen seinen Körper. Die Haare richteten sich auf und in seinem Kopf rauschte es.
"Blödsinn", murmelte er.
Gedankenverloren verließ er den Wald und erreichte den Parkplatz, auf dem er Mutters Benz abgestellt hatte.
Eine schwarze Limousine parkte unmittelbar daneben.
Im Inneren glimmte ein Zigarette.
Jemand wartete.
Als dieser Max gewahr, stieg er aus.
"Von Sternberg, so heißen sie doch, wenn ich die vermummte Gestalt richtig verstanden habe", eröffnete er sogleich das Gespräch. "Sie haben etwas, was mir gehören sollte."
Es war der Wissenschaftler, der in der Komturei mit am Tisch gesessen hat.
Max ging auf Konfrontation. "Nichts, was ich wüsste."
Der Mann wies auf den Karton, den Max in den Händen hielt.
Max schüttelte den Kopf.
"Da muss ich sie leider enttäuschen, die Kristallkugel gehört meiner Frau Mara. Wir hüten das Artefakt, dass damit kein Schaden angerichtet werden kann."
"Unsinn! Wer redet gleich von Schaden", erwiderte der Wissenschaftler. "Ich bin Doktor Arthur Friedman, ich bin Deutschamerikaner, Archäologe, Kunsthändler, Multimillionär und Visionär. Von Sternberg, ich biete ihnen ein Vermögen, wenn sie mir die Kristallkugel aushändigen."
"Das muss ich erst mit meiner Ehefrau Mara abklären."
"Ich stelle ihnen sofort einen Scheck über fünf Millionen Schweizer Franken aus. Was gibt es da nachzudenken?"
"Ich bleibe beim Nein!"
"Von Sternberg, wie sie wünschen."
Friedman trat auf Max zu.
Er holte mit seinem Gehstock aus und schlug Max gegen die Schläfe.
4
Max hatte keine Ahnung wie lange er schon auf dem Boden gelegen hatte.
Sein Schädel brummte gewaltig, als hätte ihn jemand mit dem Vorschlaghammer mältrediert.
Er suchte nach dem Karton, doch der war weg.
Scheibchenweise erinnerte er sich, was passiert war.
Mühsam rappelte er sich auf.
Als sein Schwindel nachließ, setzte er sich in den Benz und fuhr nach Hause.
Wie würde Mara reagieren, dass die Kristallkugel verschwunden ist?
Und, dass er überhaupt mit der Kristallkugel das Haus verlassen hat.
5
Er hatte Mara noch nie so wütend erlebt.
Statt seine Platzwunde an der Schläfe zu versorgen, tobte sie, "Wie konntest du nur mit der Kristallkugel unser Haus verlassen?"
"Es war für das Geheimtreffen wichtig. Die Kugel hat gezeigt wie die Zukunft der Menschheit aussieht."
"Aussehen könnte", verbesserte Mara.
"Wieso könnte?"
"Weil es eine Möglichkeit ist, wenn der Menschheit der spirituelle Aufstieg gelingt. Das hängt wiederum vom morphogenetischen Feld ab. Dieses Feld vergrößert sich durch positive Manifestierung und ist abhängig von der Anzahl der erwachten Menschen."
"Einfacher geht es nicht?"
"Nicht das ich wüsste. Aber das ist jetzt alles Zweitens. Die Kristallkugel muss zurück ins Haus."
"Wie willst du das denn anstellen, Mara? Wir wissen doch überhaupt nicht, wo sich dieser Friedman gerade aufhält."
"Wie wir all unsere letzten Probleme gelöst haben"
"Mit Marcellonis Teleportationskammer?!"
"Hast du eine bessere Idee?"
Max schüttelte verneinend den Kopf. "Das Treffen war für 22:30 Uhr anberaumt. 23:30 Uhr sah ich auf die Uhr, als die Anwesenden die Komturei verließen und der Gastgeber mich auf ein Wort noch zurückhielt. Ich denke, dass ich kurz nach Mitternacht zurück auf dem Parkplatz war, als mich Friedman ansprach."
"Max, du bleibst hier und bringst dich in Ordnung. Ich gehe zur Universität und reise mit der Teleportationskammer in der Zeit zurück, um auf dem Parkplatz an deiner Seite zu sein."
"Mara!"
Fortsetzung folgt
(C) Jens Richter
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