Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Jo (Jo Hannes Coltitz).
Veröffentlicht: 12.05.2026. Rubrik: Fantastisches


Riesen, Titanen und Zyklopen

Als ich die Sage über den Riesen Sprejnik schrieb und im Kommentar erwähnte, dass ich was über Riesen machen möchte, hatte ich keine Ahnung, dass sich ein RIESENThema auftat.
Dazu gibt es unzählige Artikel und Einträge im Weltnetz.
Ebenso füllen Märchen, Legenden und Sagen hunderte Buchseiten, indem Menschen Riesen begegneten bzw. mit diesen Bekanntschaft machten.
Zu dem bekanntesten deutschsprachigen Märchen zählt "Das tapfere Schneiderlein".
Dann gibt es die Sage "Der Watzmann in Berchtesgaden".
Leider werden Riesen gemeinhin als einfältig, grob, rücksichtslos und gewalttätig beschrieben.
Doch waren die Riesen tatsächlich so?
Und die wichtigste Frage, die sich stellt, ist, gab es je Riesen? Oder sind sie nur die Hirngespinste abergläubiger Menschen.

Ich möchte meine Aufzeichnungen mit einem Albtraum beginnen, den meine Frau regelmäßig in Kindertagen hatte, an den sie sich noch heute gut erinnern kann.
In diesem Albtraum stapfte ein Riese durch die Straßen.
Er sah in das Kinderzimmer meiner Frau hinein, drückte das Fenster auf und steckte das schlaftrunkene Kind in einen Sack.
Später klärte sich der Albtraum auf.
Milchfahrer erzeugten akkustisch das Stapfen des vermeintlichen Riesen, wenn die Fahrer die Metallkästen voller Milchflaschen vom LKW auf die Straße setzten.
Der kindliche Geist hatte aus den Geräuschen den Anmarsch von Riesen zusammengesponnen.
Würden Traumdeuter diesen Traum analysieren, käme sicher ein hochwissenschaftliches Erklärungsmodell heraus.
Aber könnte es nicht auch sein, dass die menschliche Seele in längst vergangenen Zeiten Erfahrungen mit Riesen gemacht hat?
Ist das so abwegig?

Erinnern wir uns z.Bsp. an den Mythos von Hyperborea.
Die auf diesem Kontinent lebenden Menschen wurden in den alten Legenden als sehr groß beschrieben.
Gerade die Aussagen zu sehr großen Menschen ziehen sich durch alle Menschheitsepochen auf sämtlichen Kontinenten.
Wusstet ihr, dass Wikipedia eine Rubrik zu großen Menschen führt?
Diese Menschen werden in der heutigen Wissenschaft als riesenwüchsige geführt.
Es gibt wirklich für alles einen Fachbegriff.
Nicht berücksichtigt wird jedoch, dass bei diesen Menschen Gene aus alten Zeiten wieder zum Vorschein getreten sein könnten.
Auch werden immer wieder Grabstellen gefunden, in den Skelette von Menschen liegen, die als überdurchschnittlich groß beschrieben werden.
Darum erlaube ich mir die Frage, warum sieht man keine Riesen mehr?
Darauf möchte ich am Ende meiner Ausführungen noch einmal kurz zurückkommen.

Giganten/ Riesen:
Die Nephilim:
Die Nephilim werden im 1. und 4. Buch Mose in je einem Abschnitt erwähnt.
So steht im 1. Buch Mose 6,4, dass die Nephilim aus den ehelichen oder partnerschaftlichen Verbindungen zwischen Engeln und Menschenfrauen entstanden sind.
Im 4. Buch 13,33 steht geschrieben, dass Kundschafter des Volkes Israel ins gottgewiesene Land gesandt wurden.
Diese berichteten nach ihrer Rückkehr sinngemäß, dass in diesem Land Nephilim (Riesen) leben.
In den Augen der Nephilim waren Menschen so groß wie Heuschrecken.
Weiter erwähnten jene Kundschafter, dass sie sich unter den Nephilim auch genauso fühlten.
Abschließend betrachtet, sind die Nephilim lediglich eine Randnotiz im alten Testament.
Ihre Aufgabe ist in der heutigen Zeit nicht mehr darstellbar.

Patagonische Riesen:
Um 1520 wurde zum ersten Mal die Existenz rätselhafter Wesen bekannt, als Magellan die Küste Südamerikas erkundete.
Sein Chronist beschrieb die Begegnung mit Menschen, die doppelt so groß waren, als Magellans Crew.
Laut Beschreibung reichte Magellan bis zur Hüfte der Riesen.
Magellan nahm zwei dieser großen Menschen mit nach Spanien, die jedoch während der Überfahrt verstarben.

Der Schiffskaplan von Sir Francis Drakes Crew sprach als nächster von sehr großen Patagoniern.
Drakes Neffe bestätigte in seinem Bericht über Sir Francis Drake Weltumsegelung Magellans Aussagen.
Allerdings wurde die Aussage über die Größe der Patagonier revidiert.
Demnach sollten sie nur eine Größe von siebeneinhalb Fuß haben.

1766 sickerte von Seeleuten der HMS Dolphin durch, dass sie einen Stamm Patagonier gesehen haben wollen, deren Größe 2,7 Meter maß.
In einem späteren genauen Bericht, der 1773 folgte, war jedoch nur noch von sechs Fuß und sechs Zoll (oder ca. 2 Meter) die Rede.

Später als die Europäer Südamerika besiedelten, wurden viele Berichte als Schwindel und Humbug blosgestellt.
Es sollte zwar große Menschen geben, aber eben keine Riesen.

Riesen in der nordischen Mythologie:
Die nordische Mythologie ist reich an Riesen, genannt "Jötunn".
Die "Jötunn" stehen für die schöpferischen Kräfte der Natur.
Sie repräsentieren den Anfang der Schöpfung.
Der erste Riese war Ymir.
Die Riesen der nordischen Mythologie sind oft die Gegenspieler der Götter.
Die Riesen werden in Frost- und Eisriesen, Feuerriesen sowie Berg- und Naturgeister unterschieden.
Loki ist der wohl bekanntesteste und zugleich widersprüchlichste Nachkomme der Riesen.
Er lebt zwar unter den Asen, gilt jedoch als übler Unruhestifter.

In der Endzeit (Ragnarök) besiegelten die Riesen schließlich den Untergang der alten Welt und die Geburt einer neuen.

Die Riesen in der nordischen Mythologie sind faszinierende Geschöpfe.
Sie sind zugleich Schöpfer und Verbündete, andererseits Gegner und Zerstörer.
Daher verkörpern sie das Gleichgewicht zwischen dem Chaos der Urgewalten und der kosmischen Ordnung.

Titanen:
Die Titanen waren lt. der griechischen Mythologie die alten Götter des goldenen Zeitalters.
Sie bildeten die zweite Götterdynastie.
(Als die erste Götterdynastie wurden die Urkräfte des Universums eingeordnet.)
Die zweite Götterdynastie ist der verbindende Link zwischen den Urkräften des Universums und den Göttern des Olymps.
Die Titanen sind groß und im Gegensatz zu den Urkräften des Universums deutlich menschlicher.
Es gab zwölf Titanen.
Der bekannteste Titan war Lapetos, der Vater des Atlas.
Und Atlas war wiederrum der 1. König von Atlantis.
Im Übrigen sollen alle Titanen Atlanter gewesen sein.

Die Titanen wurden von den jüngeren Göttern herausgefordert und bezwungen.

Zyklopen:
Zyklopen sind in der jüngeren griechischen Mythologie Nachkommen des Meeresgottes Poseidon.
In älteren Texten werden sie als Nachkommen des Himmelsgottes Uranus und der Erdgöttin Gaja beschrieben.
Sie sind männlich, außergewöhnlich groß und extrem stark.
Ihr typisches Merkmal ist, dass sich ihr einziges Auge mitten auf der Stirn befindet.
In Homers "Odysee" wurden die Zyklopen als primitive, gesetz- und gottlose Höhlenbewohner, die Menschen fraßen, bekannt.
In anderen Werken galten die Zyklopen als Erbauer der Zyklopenmauern oder wurden als begnadete Waffenschmiede gelobt.
Sie schufen den legendären Dreizack von Poseidon.
Pfeil und Bogen für Artemis.
Blitze und Donnerkeile für Jupiter.
Einen Schild für Athene und einen Streitwagen für Mars.
Nach den gängigen Sagen lebten sie auf den liparischen Inseln.
Wir kennen Zyklopen aus den bekannten Filmklassikern "Sindbads siebente Reise" und "Krull".

Fazit:
Egal welche Mythologie wir betrachten.
Geschichten von Riesen lassen in allen Kulturkreisen finden und ähneln sich in Teilen.
Das Vermächtnis der Riesen lebt also in Legenden, Sagen und Märchen seit Generationen bis in unsere Zeit fort.

Schlussbemerkung:
Um noch einmal auf meine Frage, "Warum sieht man keine Riesen mehr?" zurückzukommen.
Es gibt versteckte Hinweise und inoffizielles Bildmaterial, dass man hinter dem ewigen Eis der Antarktis Überreste riesengroßer Menschen entdeckt hat.
Man munkelt von gefrorenen Giganten.
Da die Antarktis als Sperrgebiet zählt, ist es nahezu unmöglich diese Hinweise näher zu erforschen.
Allerdings könnte ein wahrer Kern dahinter stecken, denn glaubt man den alten Aufzeichnungen der griechischen und nordischen Mythologie, könnten sich die Riesen nach dem verlorenen Kampf gegen die Götter tatsächlich hinter den großen Eiswall zurückgezogen haben.
Bis zur vollständigen Auflösung des Rätsels bleiben uns lediglich die bekannten Sagen, Märchen und Mythen.

Aktuell wird der Titel "Größter Mann" lt. Guinness World Records von Sultan Kosen mit 2,51 Meter gehalten.

Jo Hannes Coltitz, 2026

Quellen:
Guinness World Records
Das alte Testament
www.atlantisforschung.de
www.winkingar.de
www.zauber-magie.de
Wikipedia

counter1xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

geschrieben von lüdel am 12.05.2026:
Kommentar gern gelesen.
Wow, ich bin beeindruckt – riesig, was du da alles recherchiert hast.
Ich könnte mir vorstellen, ich hatte dabei so ein Bild im Kopf: Wenn die kleinsten Menschen (Zwerge) der Welt auf die größten Menschen der Welt treffen, dann sind sie automatisch Riesen.
Lüdel🧚‍♂️

Mehr von Jo (Jo Hannes Coltitz):

Der unheimliche Eiswurm (Aprilaktion)
Die Sage vom Riesen Sprejnik (Aprilaktion)
Der Geist im Forsthaus zu Colditz (Aprilaktion)
Die Wassermannsfrau und die Wehmutter* (Aprilaktion)
Die grüne Frau vom Geisingberg (Aprilaktion)