Veröffentlicht: 29.10.2026. Rubrik: Nachdenkliches
Trauer und neuer Anfang
Die Welt steht still, mir geht's beschissen,
das Familienfundament ist aufgerissen.
Ich taste mich durch Dunkelheit und Zwänge,
alter Besitz treibt mich in die Enge.
Ein Haus konnte ich selbst nie finanzieren,
plötzlich gehört mir eins, ich öffne zaghaft seine Türen.
Ich geh hinein, schau mich um.
Die Wände wirken grau und stumm.
Die Schränke voller gesammeltem Gut,
die schiere Masse raubt Elan und Mut.
Mit Widerwillen beginne ich das Haus zu leeren.
Manches halt ich dann doch noch in Ehren.
Blicke ich in so manches Fach,
es werden alte Erinnerungen wieder wach.
Wenn irgendwann dieses Haus in neue Hände gegangen,
darf ich endlich mit trauern anfangen.
Mich erinnern, geliebtes Mutterherz an vergangene Stunden,
wo wir waren eng verbunden.
Als wir scherzten, stritten und lachten
und mit keiner Silbe daran dachten,
dass das Leben vergeht
und diese Leere entsteht.
Ich danke Dir für alles, was Du mir mitgabst fürs Leben,
mich unterstütztes bei meinem Bestreben.
Nun darfst Du Deine letzte Ruhe in vollen Zügen genießen,
bis auf ein Wiedersehen liebe Mutter, tue die Ahnen lieb grüßen.
In Erinnerung an meine Mutter
von Jo
im Oktober 2026
9x
Geschichte Nummer 11208




