geschrieben 2026 von Matthias Stilke (CaptainX).
Veröffentlicht: 26.02.2026. Rubrik: Fantastisches
Unbewusst Teil 3
Nick wurde von einer Gruppe Roboter verfolgt und sogar angegriffen. Die herbeigerufene Polizei betäubte und verschleppte ihn in eine laborähnliche Einrichtung. Dort wurden wahrscheinlich Untersuchungen und Tests an ihm vorgenommen. Niemand klärte ihm über das Warum auf und am Ende wurde er erneut betäubt.
Nick wurde wach, scheute zunächst aber noch, seine Augen zu öffnen. Er lag immer noch auf dem Rücken auf einen kalten, glatten Boden. Etwas beruhigt stellte er fest, dass er nicht mehr gefesselt war.
Es herrschte absolute Stille. Das wenige Licht, das seine immer noch geschlossenen Lieder durchdrang, versprach eine düstere Beleuchtung. Vorsichtig öffnete er die Augen.
Vor ihm standen sechs oder sieben Robots, die auf ihm herunter starrten. Sofort war die Panik wieder da. Er strampelte und schob sich hektisch von der Gruppe weg. Ihre Blicke folgten ihm. Irgendwie sahen sie besorgt aus.
Roboter konnten ihre Mimik verändern, taten das aber nur in direkten Situationen, um den Menschen die Kommunikation mit ihnen zu erleichtern. Hier war es aber absolut fehl am Platz.
"Haut ab! Lasst mich in Frieden.", überschlug sich seine Stimme. Eine Wand in seinem Rücken stoppte seine Bemühungen, Distanz zu gewinnen.
Einer der Robots ging in die Knie.
"Hallo.", sagte er mit sanfter Stimme: "Du musst keine Angst haben. Du bist hier unter Freunden."
Nick riss seine Augen noch weiter auf, blieb aber stumm. Er fand keine passenden Worte.
Sein Gegenüber spürte dies anscheinend. Er hob die Hand zum Gruß.
"Ich bin Marvin. Nenn mich einfach nur Marv. Und wie heißt du?" Auch Marvin's sichtbare Gesichtsservomotoren brachten es fertig, ihm einen besorgten Blick zu verleihen.
"N ... Nick ist mein Name.", stotterte er und beruhigte sich ein wenig. Er saß in einem dunklen Keller, umringt von einer merkwürdigen Gruppe von Robotern. Trotzdem wirkte die Situation irgendwie friedlich.
Der kniende Robot fuhr fort: "Hallo, Nick. Ich weiß, dass du verwirrt bist und Angst hast." Nick sah sich Marvin genauer an. Nichts an ihm und seiner Haltung strahlte etwas Bedrohliches aus.
"Was ist das für ein Ort? Was ist passiert?", fragte Nick halblaut. Marvin und die um ihn herum stehenden Roboter sahen sich einen Moment lang an, dann fuhr Marvin fort.
"Nick. Die erste Frage kann ich dir nicht beantworten. Ich weiß es wirklich nicht. Ich kann es nur vermuten. Und die zweite ... Ich würde dir gerne etwas zeigen, was dir ganz sicher weiter hilft."
Marvin erhob sich und reichte Nick helfend seine Metallhand. Immer noch misstrauisch winkte er ab und schob sich die Wand hoch.
Dem Robot schien seine reservierte Haltung nichts auszumachen. Die Robotergruppe bildete eine Gasse und Marvin ging hindurch.
"Folge mir."
Nick ging langsam hinterher und beäugte ängstlich die Robots an den Flanken. Diese beobachteten zwar weiter, machten aber keine Anstalten ihm zu folgen.
Er folgte Marvin durch einen großen unregelmäßigen Raum mit Nischen und Trennwänden. Mit dem kalten Mauerwerk und PVC-Boden sah es in dieser spärlichen Beleuchtung wie ein Kellerraum aus. Bestärkt wurde dieser Eindruck dadurch, dass es keine Fenster gab - was aber nicht unbedingt ein Beweis dafür war.
Marvin ging einige Meter und blieb vor einer Wand stehen. Erst als Nick davorstand, sah er, dass es sich um keine nackte Wand handelte, sondern um eine mannshohe Schiebetür.
Marvin griff in eine Öffnung und zog sie zur Seite. Dahinter sah Nick eine originalgroße Abbildung eines Roboters. Er blickte zu Marvin und wollte fragen, was das ganze zu bedeuten hatte, da bemerkte er, dass das Bild ebenfalls den Kopf drehte. Irritiert hob er seine Hände auf Kopfhöhe und bewegte sie hin und her. Das war kein Bild! Das war sein Spiegelbild!
Fortsetzung folgt ...
Geschrieben: Februar 2026
Autor: Matthias Stilke (c)
www.kurzgeschichten.de
3x



