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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 25.05.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Halbelfe, Teil 1

Dies ist die Fortsetzung der Geschichte "ihr bester Freund, der Wind".

Kapitel 1: Ein Streitgespräch

Auroras Vater Lunariel und ihre Ersatzmutter Lisara saßen miteinander in der Küche, um etwas zu besprechen. Lunariel raufte sich die Haare. "Wir hätten unser Haus niemals im Wald bauen dürfen", murmelte er. Lisara sah ihn kopfschüttelnd an. "Das hätte auch nichts gebracht. Aurora hätte ihre Kräfte dennoch entwickelt." "Ich werde alles tun, um sie zu schützen", erwiderte ihr Vater. Lisaras Augen begannen zu funkeln. "Versteh doch! Auroras Kräfte sind um Einiges stärker, als die einer normalen Elfe. Wahrscheinlich werden sie durch die Feenmagie verstärkt. Kein Elf, den ich kenne, kann so mit Wind und Pflanzen kommunizieren, wie es Aurora beherrscht! Mit Tieren sprechen war das Einzige, was Elfen beherrschten, bevor sie von den dunklen Feen verflucht wurden." Lunariel nickte langsam. "Wir müssen Aurora nach Elyndar bringen", fuhr Lisara fort. "Sie ist die Einzige, welche den Fluch von Elyndar nehmen kann! Vorher muss sie in den Wolkenwald, damit ihre Feenmagie freigesetzt wird. Das wird alles Andere als leicht werden. Aurora ist auf der Erde nicht mehr sicher, denn ich habe schon oft die Macht der dunklen Feen oder Dämonenvampire wahrgenommen. Diese wollten das magische Portal zur Erde durchschreiten, und wenn die Dunkelfeen noch stärker werden, schaffen sie es auch!" "Und du glaubst, dass Aurora in Elyndar sicherer wäre?", fragte Lunariel wütend. Lisara nickte langsam. "Sobald sie lernt, ihre elfischen Instinkte zu nutzen, wird sie sich behaupten können."

Kapitel 2: Die Reise nach Elyndar

Lunariel und Lisara hatten gar nicht bemerkt, dass Aurora schon eine ganze Weile lauschte. "Es ist also wahr", murmelte sie leise und machte somit auf sich aufmerksam. "Es tut uns Leid, dass wir es dir nicht schon früher gesagt haben, aber wir wollten dich schützen." Plötzlich verschwamm Lisara für einen Moment, bevor eine zierliche Fee mit weißen Flügeln vor Aurora stand. Außerdem änderte sich der Körper ihres Vaters. Seine Ohren wurden spitz, und er wuchs ein wenig in die Länge. "Es gibt da noch etwas, was wir dir sagen müssen", erklärte der Elf. "Lisara ist ... deine richtige Mutter." Für einen Moment verschlug es Aurora die Sprache, doch dann gab es nur noch eine Frage in ihrem Kopf. "Warum habt ihr mir nie die Wahrheit gesagt?" "Wir wollten dich vor all dem bewahren, was nun auf dich zukommen wird. Wir dachten, dass du auf der Erde sicherer bist und dass Lisara es schaffen würde, den Fluch, welchen die Dunkelfeen in Zusammenarbeit mit Dämonenvampiren auf die Elfen gewirkt haben, aufzuheben." "Was für ein Fluch?", fragte Aurora nach. "Der Fluch blockiert die Magie der Elfen. Er wurde vor 40 Jahren gesprochen, und 24 Jahre danach bekam Lisara die Gedankeneingebung, dass es einen Hybrid aus Elfe und Fee benötigt, um den Fluch wieder aufzuheben." Aurora spürte, wie Wut gepaart mit Enttäuschung in ihr um die Oberhand kämpften. "So ist das also", sagte sie mit tränenerstickter Stimme. "Ihr wollt mich als Werkzeug benutzen." Die Worte seiner Tochter waren wie Dolchstöße für Lunariel, doch er sammelte sich schnell wieder. "Das war nie unsere Intention! Das musst du uns bitte glauben. Wir wollten nie, dass du nach Elyndar gehst, aber deine Kräfte ... sie werden immer stärker." Aurora dachte einen Moment nach und kam zu dem Schluss, dass sie ihren Eltern glauben wollte. "Dann lasst uns nach Elyndar reisen", sagte sie entschlossen und richtete sich auf. "Gut, wenn du das willst, werden wir es tun", bestätigte ihr Vater, und gemeinsam gingen sie hinaus in den Wald. Nach etwa zehn Minuten blieben Lisara und Lunariel plötzlich stehen, und Aurora spürte eine unbekannte Magie. "Das ist ein magisches Portal", erklärte Lisara. "Es lässt nur gute Wesen auf die Erde. Tritt hindurch." Aurora sammelte sich noch kurz, dann trat sie hindurch.

Fortsetzung folgt

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