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2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Marques Ron.
Veröffentlicht: 11.06.2026. Rubrik: Fantastisches


Retrotime

Wir hatten uns zerstritten. Ich weiß nicht mehr, worum es ging. Vielleicht um die Lösung der Probleme der Welt. Vielleicht auch nur um die ideale Länge von Zehennägel. Wir lebten eine Woche nebenander her, ohne einander noch Blicke zu würdigen. Schließlich wurde es ihr zu dumm. Als ich am Abend von der Arbeit nach Hause kam, war sie fort. Sei's drum - es war nicht das erste Mal, dass sie im Streit zu ihrer Schwester gezogen wäre.
Ds Wochenende allein für mich. Was für ein Labsal. Das erste Mal seit Langem konnte ich tun was ich wollte. Ich eilte, nein tanzte, Straßen entlang, deren Existenz mir längst entschwunden war. Schließlich stoppte ich vor einem Laden, den ich wirklich noch nie gesehen hatte. Ein alter Heimcomputer aus den frühen 80ern thronte dort neben einem Röhrenmonitor, einem externen Diskettenlaufwerk - groß wie eine Schuhschachtel. Und einer Box mit diesen uralten, riesigen Disketten die man lange vor den USB Sticks verwendet hat. Ich habe auf genau so einem Ding Programmieren gelernt. Mit 17 Jahren. Erinnerungen kamen hoch. Kurzentschlossen trat ich ein.
Ich sah mich ein wenig im Laden um, fand nichts wirklich Interessantes. "Was kostet der C64?" fragte ich schließlich den Verkäufer, einen Mann um die 50. "Mit Floppy Laufwerk, Datasette und 100 garantiert funktionsfähigen fünfeinviertel Zoll Disketten, von Summergames bis Gruds in Space? 500 Euro, weil Sie es sind!" Ich lachte ungläubig, hatte ich doch derartige Ware schon um unter 200 Euro gesehen. Der Verkäufer spürte wohl meinen Unwillen. "Hören Sie, das ist Qualitätsware. Da fliegt Ihnen beim Einschalten nicht gleich das Netzteil um die Ohren. Und ..." er langte unter den Tisch "Ich gebe Ihnen noch diesen unzerstörbaren Joystick dazu! Was sagen Sie?" Ich hing längst am Haken, es war 5 vor sechs und ich wollte plötzlich nichts mehr als "Frantic Freddy" spielen. Ich brauchte dieses Gerät und so blätterte ich die 500 Euro hin. "Da hinten steht meine Scheibtruhe, damit können Sie alles nach Hause bringen. Bringen Sie sie irgendwann zurück." Daran hatte ich gar nicht gedacht. Dankbar verstaute ich meinen Kauf, verabschiedete mich kurz, und so schnell es das holprige Gefährt zuließ, eilte ich die paar hundert Meter heim. Mit dem Aufzug in den vierten Stock. Elende Schlepperei. Wo ist meine Frau, wenn ich sie brauche? Achso, na egal, sie würde nur stören!
Eine halbe Stunde später war alles aufgebaut, zusammengesteckt und bereit für den großen Moment. Ich schalte zuerst den Monitor ein, dann den Computer und schließlich das Diskettenlaufwerk. Alles surrt, brummt und leuchtet, dass es ein Freude ist. Ich habe längst die Diskette mit der Aufschrift "Frantic Freddy" aus der Box gesucht. Den Hebel des Laufwerkes drehen, die Diskette vorsichtig in den Schlitz und wieder verriegelt. LOAD "*",8,1 tippe ich wie ferngesteuert den längst vergessenen Befehl ein. Das Laufwerk rattert los, und nach einigen Minuten tönt Queen's "Crazy little thing called love" aus dem Lautsprecher des Monitors.
Ich genieße den krächzenden Sound, Tonnen von Jugenderinnerungen ziehen vor meiner Stirn vorüber. Endlich drücke ich den Startknopf am Joystick. Sofort muss ich Freddy an Feinden vorbei, Leitern rauf und runter zu den über den Bildschirm verteilten Goodies steuern. Ich schaffe unter Verlust zweier Leben die ersten beiden Level und werde mit "Don't bring me down!" und einer Zwischensequenz belohnt. Dann beginnt Level 3. Ich bin unaufmerksam, verliere das letzte Leben.
Ein Kugelblitz fährt aus dem Monitor, dehnt sich rasend schnell aus und meine Welt geht unter in gleißendem Weiß.
Ich kam zu mir in stockdunkler Nacht. "Qualitätsware", dachte ich sarkastisch. Zuerst glaubte ich, ich wäre blind. Dann sah ich undeutliche Schemen, spürte den rauen Teppich unter den Händen, roch alten Staub, Mottenkugeln und etwas Süßes, das ich nicht einordnen konnte. Mein Herz hämmerte gegen die Rippen. Ich griff nach dem Handy in der Tasche. Kein Netz. Aber die Taschenlampe funktionierte. Ihr kaltes, modernes Licht schnitt durch die Finsternis und zeigte mir einen Raum, der nicht meiner war.
Hohe Stuckdecken, schwere Kommoden aus dunklem Holz, ein Stehsofa mit abgewetzten Armlehnen und einem Muster, das in den Siebzigern modern gewesen sein musste. An der Wand ein Röhrenfernseher in einem braunen Plastikgehäuse, daneben ein seltsam futuristisches Radio. Kein Flachbildschirm, keine Stereoanlage, keine Ladestation für irgendetwas. Ich tastete die Wand ab. Der Lichtschalter war rund, ein Drehschalter mit leichtem Widerstand. Ich drehte ihn. Warmgelbes Licht flammte auf und tauchte alles in ein weiches, altmodisches Glühen. Keine Brandspuren. Keine verkohlten Kabel. Alles war, als wäre hier nie etwas explodiert.
Auf dem Tisch lag eine Zeitung. „Kurier“, 12. September 1983. Ich lachte heiser. Ein Scherz. Ein aufwendiger, kranker Scherz meiner Frau und ihrer Schwester. Oder ich träumte noch. Ich legte mich auf das fremde Bett, das nach alter Wolle und fremden Menschen roch, und schlief irgendwann ein, unruhig, mit wirren Bildern von Leitern und Goodies und einem weißen Blitz.

Am nächsten Morgen weckte mich grelles Licht durch dünne Vorhänge. Ich trat ans Fenster. Die Straße unten war dieselbe und doch völlig falsch. Weniger Autos, andere Formen – Käfer mit verbeulten Kotflügeln, Opel Rekorde, ein paar frühe Golfs. Menschen in Kleidung, die aus einem alten Fotoalbum stammte. Frauen mit hochgetürmten Haaren und Schulterpolstern, Männer mit breiten Hemdkragen und Schnauzbärten. Niemand starrte auf ein Smartphone. Überall Zigarettenrauch, der in der kühlen Morgenluft hing. Ich schlich aus der Wohnung, den schweren alten Schlüssel in der Tasche, und versuchte, nicht zu auffällig zu wirken.
Im Flur stand sie schon vor ihrer Tür – eine hübsche Frau, etwas jünger als ich, schulterlanges braunes Haar, das sie locker nach hinten gebunden hatte, freundliche, leicht müde Augen und ein Lächeln, das mich unerwartet traf. Sie trug eine schlichte Bluse mit kleinen Blumen und einen Rock, der bis knapp unter die Knie reichte – typisch für die Zeit, ohne dass es mir damals schon bewusst war. „Guten Morgen“, sagte sie mit warmer, leicht rauchiger Stimme "Sie kenne ich gar nicht".
„Ja… guten Morgen“, brachte ich hervor. Meine Stimme klang rau. Ich spürte, wie mein Herz einen Takt aussetzte. Sie war wirklich hübsch, auf eine unaufdringliche, echte Art. „Ich bin… neu eingezogen.“
„Maria“, sagte sie und streckte mir die Hand hin. Ihre Finger waren warm und ein bisschen rau von Hausarbeit. „Wenn Sie irgendetwas brauchen – Zucker, Kaffee, ein offenes Ohr – ich bin gleich nebenan.“
Ich nahm ihre Hand kurz, ließ sie schnell wieder los. „Danke. Ich muss mich erst einrichten.“ Dann floh ich die Treppe hinunter, bevor ich noch mehr sagen oder – schlimmer – länger hinschauen konnte. Hinter mir hörte ich sie leise lachen.
Die Stadt war wie ein Film, in dem man plötzlich mitspielen durfte. Die Schaufenster zeigten Schreibmaschinen, Plattenspieler, Antennen. In der Bäckerei roch es nach frischem Brot und stand eine Schlange. Am Kiosk blätterten Männer in Zeitungen mit Schlagzeilen über Politik und Sport, die ich halb vergessen hatte. Es roch nach Benzin und Zigaretten und etwas, das ich später als Kohlenrauch erkannte. Alles war verändert und doch genau gleich. Nur ich war falsch.
An der Stelle, wo ich den C64 gekauft hatte, stand jetzt ein richtiges Elektrogeschäft. Im Fenster türmten sich Farbfernseher, daneben HiFi-Anlagen mit großen Boxen. Der Verkäufer – derselbe Mann – stand in der Tür und winkte mich herein, als hätte er die ganze Zeit auf mich gewartet.
Drinnen roch es nach warmem Staub und Lötzinn. Er erklärte mir ohne Umschweife: Durch das Scheitern im dritten Level hatte ich einen Fluch aktiviert, der an diesem C64 hing. Er hatte mich hierhergeschickt, in den September 1983. Um ihn zu brechen, musste ich bis Level 42 fertigspielen. Aber ich hatte nur drei Leben, dann musste ich wieder von vorne beginnen. Von Hunderten, die vor mir dasselbe versucht hatten, hatte es keiner geschafft. Alle hatten irgendwann - die meisten schon nach wenigen Tagen - vergessen, wer sie waren, sich in die Zeit eingelebt und den Computer hier im Geschäft verkauft, wo er dann auf das nächste Opfer wartete. Gelänge es mir, den Fluch zu brechen, würde ich genau in den Moment zurückkehren, in dem ich verschwunden war. Er drückte mir ein dickes Bündel Schillinge in die Hand – fünfzehntausend. „Viel Glück“, sagte er. „Für uns beide.“ fügte er leise hinzu. Da begriff ich, dass er genauso in dem Fluch gefangen war wie ich.
Ich kaufte mir Kleidung, die nicht so schreiend aus der Zukunft wirkte – ein schlichtes Hemd, eine Hose, eine Jacke –, Lebensmittel in einem kleinen Laden und eilte nach Hause. Vor der Tür stand Maria schon wieder. Wir wechselten ein paar Worte über das Haus, das Wetter. Drinnen wartete der C64 auf mich. Ich baute ihn auf, lud die Diskette und spielte. Bis Level 10 schaffte ich es. Es fühlte sich an wie früher – und doch alles anders.

Am zweiten Tag saß ich mit Cola und Chips davor, spielte verbissen von der Früh bis zum frühen Nachmittag. Kam höchstens bis Level 15, dann musste ich wieder von vorne beginnen. Die Augen brannten vom alten Monitor, der Nacken schmerzte vom starren auf den Monitor. Ich brauchte frische Luft. Im Elektrogeschäft kaufte ich die Speichererweiterung mit Freezemöglichkeit. Der Verkäufer nickte nur wissend. "Vergiss nicht!" murmelte er als ich ging. Daheim stand Maria wieder vor ihrer Tür. Diesmal hielt sie eine kleine Schüssel mit frisch gebackenem Kuchen in der Hand.
„Sie sehen aus, als könnten Sie eine Pause gebrauchen“, sagte sie. „Kommen Sie doch auf einen Kaffee rüber. Ich habe gerade Apfelkuchen aus dem Ofen geholt.“
Ich wollte ablehnen. Ich wollte spielen. Aber etwas in ihren Augen – diese Mischung aus Einsamkeit und Aufrichtigkeit – ließ mich nicken. Ihre Wohnung war ähnlich altmodisch wie meine, aber wohnlicher. Spitzenvorhänge, ein paar Topfpflanzen, ein Foto von ihr und einem Mann in Jagdkleidung auf einem Sideboard. Wir setzten uns an den Küchentisch. Der Kaffee duftete stark und bitter, der Kuchen war noch warm, mit Zimt und Äpfeln.
„Mein Mann ist vor drei Wochen verschwunden“, sagte sie plötzlich, ohne dass ich gefragt hatte. Ihre Stimme war ruhig, aber die Finger um die Tasse zitterten leicht. „Heinrich. Er hat den Wald geliebt. War oft tagelang draußen, hat Pilze gesammelt, Holz gemacht. Eines Morgens ist er mit dem Rucksack los und nie zurückgekommen. Die Polizei sagt, vielleicht ist er abgehauen. Mit einer anderen. Aber ich… ich weiß nicht.“
Ich hielt ihre Hände über dem Tisch. Ihre Haut war weich, aber die Handflächen hatten kleine Schwielen von der Arbeit. „Das tut mir leid“, sagte ich leise. „Wirklich.“ Und dabei dachte ich an meine Frau, an den Streit, an die Woche, in der wir uns nicht mehr angeschaut hatten. An die Art, wie sie einfach gegangen war. Der Schmerz war plötzlich so real, dass ich die Luft anhielt.
Maria drückte meine Hände kurz. „Sie sind auch nicht allein hier, oder?“, fragte sie sanft. Ich log etwas von einer „Versetzung“ und einem „Streit mit der Frau“. Sie glaubte mir oder tat zumindest so. Als ich ging, stand sie auf und umarmte mich kurz, spontan. Ihr Körper war warm, duftete nach Apfelkuchen und einem leichten Blumenshampoo. Ich ging zurück in meine Wohnung, setzte mich vor den C64 und starrte lange auf den schwarzen Bildschirm, ohne zu spielen.

Am dritten Tag, nun mit der Möglichkeit, Spielstände zu sichern, kam ich schnell bis Level 35. Die neue Erweiterung machte alles leichter – ich konnte an kritischen Stellen einfrieren, atmen, neu versuchen. Als ich nicht mehr konnte, ging ich zu Maria. Diesmal öffnete sie die Tür mit geröteten Augen. Sie hatte geweint. Auf dem Tisch lag ein alter Brief von Heinrich, den sie wiedergefunden hatte.
„Die Nachbarin von oben hat gesagt, sie hat ihn mit einer Frau gesehen, kurz bevor er verschwand“, flüsterte sie. „Vielleicht stimmt es doch. Vielleicht war ich nicht genug.“
Ich nahm sie in den Arm, ohne nachzudenken. Sie lehnte sich gegen meine Brust, und ich spürte ihre Tränen durch mein neues Hemd. Ihre Haare rochen nach demselben Shampoo. Ich hob ihr Gesicht an, küsste die feuchten Spuren auf ihren Wangen – erst die eine, dann die andere. Sie zitterte nicht weg. Stattdessen legte sie die Arme um meinen Nacken und hielt mich fest. Wir standen lange so da, im Flur ihrer Wohnung, nur atmend und hielten einander. Als ich ging, küsste sie mich auf die Wange, ganz leicht, fast schüchtern. „Danke“, flüsterte sie. Ich verbrachte eine unruhige Nacht, in der ich von meiner Frau träumte und von Maria die mich hoffnungsvoll ansah und von einem hämisch lachenden Frantic Freddie.

Am vierten Tag schaffte ich die Level 36 bis 41. Doch Level 42 war ein anderes Kaliber. Immer wieder verlor ich das letzte Leben an einer besonders gemeinen Feindwelle. Frustriert warf ich den Joystick hin. Gegen elf Uhr ging ich zu Maria. Diesmal hatte ich keine Ausrede mehr. Ich klopfte, und sie öffnete sofort, als hätte sie auf mich gewartet.
Wir plauderten stundenlang. Sie erzählte von ihrer Kindheit auf dem Land, von den langen Wintern nach dem Krieg, in denen der Schnee so hoch lag, dass man mit Skiern zur Schule musste. Ich erzählte – vorsichtig – von einer erfundenen Jugend in der Schweiz. Sie lachte über meine Geschichten, und ihr Lachen war hell und echt. Irgendwann wurde es still. Sie saß mir gegenüber auf dem Sofa, die Beine untergeschlagen, und sah mich an, als würde sie etwas in meinem Gesicht suchen.
„Ich fühle mich zum ersten Mal seit Wochen wieder lebendig“, sagte sie leise. „Mit dir.“ Ich schluckte. „Maria…“ Sie sprang auf, zog mich hoch. Völlig überrascht ließ ich mich ins Badezimmer führen. "Lass uns die Erinnerungen einfach fortspülen", sagte sie. Wir duschten gemeinsam. Gegen Abend zogen wir uns an und gingen aus. Die Stadt lag in goldenem Septemberlicht. Wir schlenderten durch Straßen, die ich halb wiedererkannte, aber mit ganz anderen Geschäften. Wir gingen in ein altes Gasthaus mit dunklen Holztäfelungen und schweren Tischen. Ich bestellte Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat, sie ein Gulasch. Wir tranken Rotwein aus einfachen Gläsern. Sie lachte viel, berührte immer wieder meine Hand über dem Tisch. Ich zahlte mit den Schillingen und fühlte mich für einen Moment wie ein Mann aus dieser Zeit. Wieder zu Hause, schliefen wir eng umschlungen ein, ihre Hand auf meiner Brust.

Am fünften Tag wachte ich auf, als Sonnenlicht durch die Vorhänge fiel. Maria lag neben mir, das Gesicht entspannt, die Hand noch auf meiner Brust. Ich beobachtete sie lange – die Art, wie ihre Wimpern auf den Wangen ruhten, wie ihr Atem ruhig ging. Ich dachte: "Ich könnte hierbleiben. Ich könnte den C64 verkaufen, eine Arbeit finden, mit ihr ein neues Leben anfangen." Es war eine gefährliche, verführerische Vorstellung. Ich begriff, dass das eigentliche Hindernis gar nicht Level 42 war.
Sie wachte auf, küsste mich schläfrig und stand auf. Während sie in der Küche Kaffee machte, klingelte ihr Telefon – ein altes schwarzes mit Wählscheibe. Ich hörte sie im anderen Raum sprechen, leise, aufgeregt. Als sie zurückkam, war ihr Gesicht blass. „Ich muss in die Stadt“, sagte sie. „Ein Anruf… etwas Wichtiges. Ich bin so schnell wie möglich zurück.“ Sie küsste mich noch einmal, länger diesmal, und ging. Ich wartete den ganzen Tag, ging spazieren, kehrte immer wieder in die Wohnung zurück. Sie kam nicht. Gegen Abend saß ich auf ihrem Sofa, roch noch ihren Duft auf den Kissen und fühlte mich zum ersten Mal seit dem weißen Blitz wirklich allein. Schließlich ging ich in meine Wohnung und legte mich schlafen.

6.Tag: ich finde einen Brief, der unter der Tür durchgeschoben worden war. "Mein Liebster, sie haben meinen Mann gefunden, im Wald an der Stelle die er so geliebt hat. Eine Kreuzotter hat ihn gebissen und er war wohl allergisch ohne es zu wissen. Ein .... sinnloser Tod. Ich bin bei meinen Schwiegereltern, wir brauchen einander jetzt wirklich. Ich weiß nicht, wie es mit uns beiden weiter gehen wird, es erscheint mir alles so unpassend. In Liebe, Deine Maria"
Ich gehe in den Blumenladen und kaufe alle Rosen die es da gibt. Den Strauss kann ich kaum tragen aber irgendwie schaff ich es in die Wohnung. Zwischen Rosen und Erinnerungen starte ich "Frantic Freddie". Level 42. Und diesmal spiele ich bis zum Ende.

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