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3xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 08.07.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Magie der Worte und Geschichten

Das Tippen der Buchstaben auf ihrer Computertastatur war das einzige Geräusch, welches im Moment hörbar war. Rika hatte einen ganz genauen Plan, wie ihre neue Fantasy-Geschichte aussehen sollte, und sie schrieb drauflos. Sie hatte bereits etwa zehn Sätze geschrieben, da geschah etwas. Rika spürte, wie sie plötzlich vom Schreibtischstuhl schwebte und immer höher stieg. "Was ist hier los?", fragte sie sich. Plötzlich roch sie frische, klare Waldluft und landete auf etwas Schuppigem. Als sie ihre Augen öffnete, bemerkte sie, dass sie klar sehen konnte. Sie befand sich auf dem Rücken eines riesigen Drachen, was sie sehr freute und gleichzeitig kaum glauben konnte. Gerade hatte sie noch ihre Drachengeschichte schreiben wollen und darüber nachgedacht, wie sie weiter schreiben wollte, als sie nun tatsächlich auf dem Rücken eines Drachen gelandet war. "Mein Name ist Auron", erklärte der Drache. "Wie bin ich hier gelandet?", fragte Rika den Drachen. Dieser lächelte, zumindest sah es wie ein Lächeln aus. "Deine geschriebenen Worte haben Magie", erklärte der Drache. "Da du gerade eine Geschichte über einen Drachen schreiben wolltest und bereits damit begonnen hast, hat dich deine Magie in meine Welt gebracht." Rika freute sich sichtlich über diese Magie. "Was bist du für ein Drache?", fragte sie. "Ich bin ein Naturdrache. Ich helfe gerne anderen Wesen auf dieser Welt und kann auch heilen, außerdem lebe ich nur hier im Wald und kämpfe nicht, wie es die anderen Drachen meistens tun."

Plötzlich wurde der Drache still und sah sich um. "Eine kleine Fee ist in Not", sagte er. "Ich spüre es ganz klar." Rika nickte. "Nichts wie hin!", rief sie, und der Drache drehte sich um. Bald schon sahen sie die Fee. Sie wurde von seltsamen Ranken gehalten und versuchte immer wieder, freizukommen, aber scheinbar konnte sie ihre Magie nicht benutzen. "Helft mir!", rief die kleine Fee, und der Drache landete. "Was ist passiert?", fragte Rika. Die kleine Fee jammerte. "Ich wollte hier im Wald diese Pflanze betrachten und mit ihr sprechen, doch kaum bin ich gelandet, erschienen Ranken aus der Pflanze und fingen mich. Ich kann meine Magie nicht benutzen!" Auron ging auf seinen Beinen langsam auf die Pflanze zu, berührte sie jedoch nicht. "Die Pflanze ist aus Magie!", rief er. "Bestimmt hat der Schrecken des Waldes wieder zugeschlagen!" "Wer ist das?", wollte Rika wissen. "Ein Zauberer. Niemand weiß seinen wahren Namen, er nennt sich nur Schrecken des Waldes." Rika überlegte angestrengt, wie sie der Fee helfen konnte. Plötzlich fiel ihr ein Blatt Papier und ein Stift in die Hände, und ihr kam eine Idee. Vielleicht sollte sie aufschreiben, dass der Zauber sich von der Fee löste. Vielleicht funktionierte die Magie der Worte und Geschichten hier auch. Gesagt, getan. Nachdem Rika den letzten Punkt auf das Blatt geschrieben hatte, geschah etwas. Die Ranke zerbrach mit einem knackenden Geräusch, und die Fee war frei. Freudig flog sie in den Himmel und vollführte einen Tanz. "Ich danke dir, Rika! Ohne dich wäre ich noch immer gefangen." Rika winkte ihr nach, als sie davonflog.

"So ein Schuft", knurrte Auron. "Wo befindet sich dieser Zauberer?", fragte Rika. Der Drache seufzte. "Niemand weiß das so genau. Er versteckt sich tief im Wald." Rika überlegte und stellte sich das Haus eines Zauberers vor, versteckt zwischen zwei Bäumen und mit einem Zauber belegt, sodass es kaum jemand bemerken würde. Sie schrieb die Worte und bat damit die Magie, sie zusammen mit dem Drachen zum Haus zu bringen. Kurz darauf schwebten sie aufwärts und landeten einen Moment später zwischen zwei Bäumen. "Da ist es, das Haus des Zauberers!", rief Auron. "Aber was machen wir nun? Ich kann nicht kämpfen, nur heilen und mit Tieren und Pflanzen sprechen. Kann deine Magie etwas ausrichten?" Rika überlegte und nickte schließlich. "Ich denke schon."

Gemeinsam betraten sie das Haus, nachdem Rika mit einigen geschriebenen Worten den Schutzzauber aufgelöst hatte. "Wer wagt es, mich in meinem Haus zu stören! Ich werde euch in Bäume verwandeln!", rief der Zauberer und ballte die Fäuste. Als sein Blick auf den Drachen fiel, lachte er nur vergnügt auf. Doch als er Rika und das Schreibzeug erblickte, wurde er böse. "Die Magie der Worte und Geschichten!", rief er zornig. "Seit Jahren warte ich darauf, diese Magie zu erhalten, und jetzt ..." Mit großen Schritten ging er auf Rika zu. "Gib mir das Blatt!", schrie er, doch sie dachte gar nicht daran, sondern begann hastig mit dem Schreiben. Sie musste sich beeilen, denn der Zauberer begann bereits mit einer langen Zauberformel. "Du wirst deine Zauberkräfte verlieren", schrieb sie auf das Blatt. "Zur Strafe für deine Schandtaten wirst du für zehn Jahre in eine andere Welt verbannt werden und alleine zurechtkommen müssen." Zuletzt beschrieb sie noch diesen Ort als tiefen, düsteren Wald. Sobald sie fertig war, schrie der Zauberer laut auf. Er versuchte noch, sich dagegen zu wehren, doch Rikas Magie ließ ihn emporschweben.

Froh gingen Rika und Auron aus dem Haus des ehemaligen Zauberers. Sie mussten nun nicht mehr befürchten, dass dieser noch einmal sein Unwesen treiben konnte, und endlich konnten alle Waldbewohner in Frieden miteinander leben. "Nun wird es aber Zeit für mich, wieder nach Hause zu gehen", meinte Rika. "Der Alltag wartet auf mich." Der Drache sah sie traurig an. "Kommst du denn bald wieder?" Sie nickte und umarmte ihren neuen Freund, bevor sie die Worte schrieb, welche sie wieder in ihre Wohnung brachten. Ein wenig wehmütig, aber doch glücklich kam sie in ihrem Zuhause an und wusste, dass sie diesen Drachen eines Tages wieder besuchen würde.

Auch wenn wir keine richtige Magie besitzen, können Geschichten magisch sein und uns in andere Welten führen. Jede Fantasie ist eine Art von Magie, welche uns für einen Moment den Alltag vergessen lässt.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

geschrieben von Metti am 09.07.2026:
Kommentar gern gelesen.
Das passiert mir beim Schreiben auch jedes mal. 😉

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