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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 11.09.2026. Rubrik: Aktionen


Die Teufelshexe, Teil 1

Es war ein Tag wie jeder andere im Hexenwald, als Xakari einen Spaziergang machte. Sie wollte Kräuter für ihre Mutter suchen, damit diese wieder einen Heiltrank brauen konnte. Auf den ersten Blick schien Xakari eine ganz normale Junghexe im Alter von 16 Jahren zu sein. Lange hatte sie ihre Maske aufrechterhalten, obwohl sie sich schon von klein auf anders gefühlt hatte. Die Wahrheit war, dass Xakari keine Hexenkraft besaß. Zumindest hatte noch kein einziger Spruch Wirkung gezeigt. Stattdessen konnte sie fremde Magie spüren. Irgendwann konnte sie die Rolle einer ganz normalen Hexe nicht mehr spielen, denn die Hexen bemerkten die fremde Magie, welche sie besaß. Als Teufelshexe oder Unheil wurde sie nun ständig von den Hexen beschimpft und von allen gemieden. Selbst ihr Begleiter war nicht das, was man von einer Hexe erwartete. Die meisten Hexen hatten entweder eine Eule, einen Raben oder eine Katze. Xakari jedoch hatte einen Wolf als Gefährten.

Xakari war längst mit dem Kräutersammeln fertig, doch irgendetwas trieb sie an, weiter durch den Wald zu spazieren. Vor einem dichten Hexennebel blieb sie plötzlich stehen, wie sie es schon viele Male getan hatte. Wieder konnte sie die fremde Magie ganz deutlich spüren, obwohl sie sie nicht direkt benennen konnte. Xakari wusste nur, dass die Magie von verschiedenen Wesen stammte, welche in der Natur lebten. Die Hexen hielten diese für gefährlich und hatten deshalb diesen Hexennebel errichtet, damit niemand in diesen verborgenen Wald trat. Doch an diesem Tag spürte Xakari noch etwas Anderes. Es war eine Magie, welche gar nicht zu den Naturvölkern passte. Sofort spürte sie die Bösartigkeit von dieser Kraft ausgehen, und etwas sagte ihr, dass sie in diesen Wald gehen musste. Fast mühelos trat sie durch den Schutzbann der Hexen und fand sich in einem noch grüneren Waldabschnitt wieder. Ihr Wolfsbegleiter fühlte sich hier scheinbar sichtlich wohl, das bemerkte Xakari sofort.

Da sie nicht wusste, wohin sie gehen sollte, folgte Xakari einem Pfad nach Westen, bis sie auf eine Quelle stieß. "Gesegnet von der Göttin des Waldes und der Magie", stand dort in einer alten Schrift zu lesen. Xakari wusste nicht, wieso sie diese entziffern konnte, aber ein Gefühl sagte ihr, dass sie genau hier richtig war. Also trat sie an die Quelle heran und betrachtete das Wasser. Plötzlich entstieg ein Wesen aus dem Wasser. Sofort erkannte Xakari, dass dies eine Fee war, denn sie hatte grüne Flügel und war mit Feenstaub bedeckt. Doch irgendetwas ließ sie vermuten, dass diese Fee keine gewöhnliche Fee war. Ihre Magie war grenzenlos. "Endlich bist du gekommen, Tochter des Waldes!", rief die Fee. Xakari riss ihre Augen auf. "Mein Name ist Xakari, und ich komme von den Hexen", sagte sie, da ihr nichts Anderes einfiel. "Das weiß ich", meinte die Fee dazu. "Mein Name ist Tarina, und man nennt mich auch Göttin des Waldes und der Magie." Nun war Xakari wirklich sprachlos, denn damit hatte sie nicht gerechnet. "Sicher hast du schon früh bemerkt, dass du anders bist, nicht wahr?" Sie nickte. "Das liegt an deiner Magie. In Wirklichkeit bist du meine Tochter, aber leider musste ich dich zu den Hexen bringen, um dich zu schützen. Nicht alle Wesen in diesem Wald sind friedlich. Seit vielen Jahren gibt es dunkle Wesen, feenartige Kreaturen und geisterhafte Zauberer, welche den Wald vernichten wollen. Nur die Göttin des Waldes zusammen mit ihrer Tochter kann dieser Lage Herr werden, da sich unsere Magien gegenseitig verstärken."

Xakari konnte das Gesagte für einen Moment kaum fassen. Sie, das Mädchen, welches von allen Hexen gemieden wurde, sollte Tochter einer Waldgöttin sein? Aber dann spürte sie die Gewissheit tief in ihr, als ihre Magie darauf antwortete. Ein Mut, von dem sie nicht wusste, dass sie ihn besaß, erwachte in ihr zum Leben. "Ich werde dir helfen", antwortete Xakari mit fester Stimme, und die Göttin lächelte. "Kannst du die dunkle Magie spüren?" Xakari konzentrierte sich, und tatsächlich spürte sie sie überdeutlich. Diesmal fühlte es sich so an, als wäre diese bereits näher gekommen, und mit Schrecken bemerkte sie, dass diese Wesen es irgendwie durch den Hexennebel geschafft hatten. "Ein Hexennebel ist zwar ein Schutzbann, aber für dunkle Wesen nicht ausreichend", erklärte die Göttin.

Terzia, die Oberhexe, war gerade dabei, einen Kräutertrank zu brauen, als sie plötzlich innehielt. Ihr hexischer Sinn sagte ihr, dass irgendetwas in diesem Wald ganz und gar nicht stimmte. "Bestimmt ist diese missratene Teufelshexe wieder daran Schuld!", dachte sie sich. Schnell trank sie einen Hexenkraftverstärker und rannte begleitet von ihrer Eule nach draußen. Zuerst konnte sie nichts sehen, doch plötzlich erschien ein waberndes Geisterwesen vor ihr. Sofort sprach die Oberhexe einen Bann, doch das nützte nichts. Ein boshaftes, unnatürlich klingendes Lachen kam von dem Geist, als er sich unaufhaltsam näherte. "Gleich bist du Mein!", rief er. Dann jedoch trafen Kugeln aus fremder Magie den Geist, und er zerfiel in seine Bestandteile. Zwei Feen wurden sichtbar, welche sofort wieder davonflogen.

Xakari war erleichtert darüber, dass sie die Oberhexe retten konnten. In ihrer wahren Gestalt fühlte sie sich nun viel wohler, und es fühlte sich an, als wäre sie nie ein anderes Wesen gewesen. Plötzlich bauten sich mehrere Feen mit schwarzen Flügeln vor ihr und der Göttin auf. Sofort bündelten die Beiden ihre Magie erneut und ließen sie auf die dunklen Kreaturen los. Doch Dunkelfeen waren nicht so leicht zu töten wie Geisterwesen. Dennoch schafften Mutter und Tochter es schließlich. Immer mehr Hexen versammelten sich im Wald. Sie hatten Angst, aber sie wollten dennoch alles versuchen, um zu helfen. Xakari hatte jedoch das Gefühl, dass Hexensprüche nicht viel gegen diese Kreaturen ausrichten konnten. Plötzlich erschien ein weiteres, dunkles Wesen mit Hörnern auf dem Kopf. "Verdammt!", rief die Waldgöttin. "Was ist?", fragte Xari. "Das ist ein Energiedämon. Er ernährt sich von magischer Energie und wird dadurch stärker. Hier brauchen wir die Mithilfe der Hexen."

Fortsetzung folgt

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