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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Herbstsonne.
Veröffentlicht: 31.10.2026. Rubrik: Persönliches


Meckerkasten

Es war keine ganz einfache Zeit, wo durch meine Mutter an einen nicht zu unterschätzenden Tipp gelang.

Basteln, so muss man wissen, liegt nicht gerade in ihrer Stärke schon immer waren wenn sie früher in Kindergarten oder Schule helfen musste Laternen zu erstellen, unsere Erzeugnisse am Ende jene die welche so ziemlich am besondersten aussahen.

Doch ich schweife ab, die Sache mit dem Tipp verhielt sich so.

Wir, meine Schwester und ich sowie meine Mutter standen im Wohnungsflur neben unserem Flurschrank, auf dem oberhalb noch etwas Platz war, den wir erreichen konnten.

Meine Mutter erklärte uns, dass wir da jetzt einen Meckerkasten aufstellen würden, der Meckerkasten bestand aus einem Schuhkarton in dem jeder sein eigenes Postfach hatte, oben ein Deckel aufgesetzt, wurden Briefschlitze samt Trennwände für die Postfächer von meiner Mutter in den Meckerkasten eingebastelt. Nun so die Erklärung sollten wir meine Schwester und ich – vielleicht auch meine Mutter, ich weiß es nicht mehr ganz genau, alles auf Zettelchen malen oder schreiben können, was wir nicht gut aneinander fänden und ins entsprechende Fach einwerfen.

Ich weiß noch, wie mich der Gedanke daran, an meine Mutter etwas zu richten, was mir nicht gefiel, überforderte.

So ging es scheinbar nicht nur mir, denn schnell wurde aus dem Meckerkasten auch die Frage, ob man den auch was schönes reinschreiben könnte?

Ja, so hieß es, das ginge natürlich auch.

Es wurde dann wohl darüber nachgedacht, was zum Beispiel für den Meckerkasten schreiben könnte, als ich an der Reihe war, meine Mutter wollte testen ob ich das Prinzip verstanden hatte, und für mich ein Beispiel über etwas was nicht gut wäre ja ausgeschlossen war, überlegte ich eine ganze Weile, dann sagte ich: „Das du die Fischstäbchen immer so gut braten kannst."

Der Meckerkasten, vielleicht ahnt ihr es schon, wurde schnell wieder abgebaut, nach nur ca. 3 Zettelchen, wobei 2 fürs nette Töpfchen waren und einer vermutlich ein Beispielszettel, musste der Kasten wieder Platz auf dem Schränkchen schaffen.

Wegen der Geschichte trägt meine Mutter heute jedoch den liebevollen Spitznamen „Fischstäbchenqueen" von mir.

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Geschichte Nummer 11229

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