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1xhab ich gern gelesen
geschrieben von sylvia.
Veröffentlicht: 31.07.2020. Rubrik: Unsortiert


Ludwig erinnert sich

unser Ludwig ist also zu Geld gekommen und wohnt nun erstmal in einer
1 Zimmer Wohnung am Bahnhof. Er hat zwar nun ein Dach über dem Kopf aber er
fühlt sich überhaupt nicht wohl. Zuviel ist in den letzten zwei Monaten auf Ludwig
eingestürmt. Nachdem Fund der Goldklumpen wurde ihm er mal übel und wirr
im Kopf.
Was sollte er als gammeliger Obdachloser damit anfangen? Wie sollte er die Klumpen
zu Geld machen? Einfach ins Polizeirevier marschieren und die Wahrheit erzählen
An der Heinrich-Heine-Allee kannten sie ihn gut. Ach der Ludwig, würden sie sagen.
Was hast du diesmal geklaut? oh Goldklumpen. Der Ludwig hat ein ordentliches
Strafregister. Nee, so geht das nicht. Da viel ihm seine Freundin Anita ein. Die gute
Seele mit der weißen Weste. Die hatte in der Bücherei lange im Internet recherchiert
und schließlich einen Goldhändler gefunden der eine anständige Summe geboten hatte,
ohne zu fragen woher das Gold stamme.

Ludwig hatte aber auch sehr schöne Erinnerungen aus Kindertagen. Ihm viel seine
Oma Gerda ein die den kleinen Ludwig heiß und innig geliebt hat. Leider war diese damals
schon alt, so dass er nicht bei ihr wohnen durfte. Oma lebte auf dem Lande in einem alten Haus.
Gerne saß klein Ludwig in der Wohnküche mit dem großen Kronleuchter über dem Esstisch
und aß Omas selbstgekochten Wackelpudding. Ludwig durfte auch im Heuschober schlafen und spielen.
Und an die erste aufregende Zugfahrt erinnert sich Ludwig gerne. Da war er 12 Jahre alt .
Es waren Herbstferien und sein Vater brachte ihn zum Bahnhof auf Gleis 13. Richtung München.
Seine Mutter lag mit Kopfschmerzen im Bett. Der Vater war wohl auch froh seinen Sohn los zu sein.
Nicht mal einen Abschiedskuss gab es für Ludwig Hastig suchte sich Ludwig sein Abteil und ergatterte
sich einen Fensterplatz. Nervös hielt er das Ticket in den Händen und wartete auf den Kontrolleur.
Das durfte nicht verloren gehen, sonst war die Fahrt zu Ende und für Ludwig traurige Ferien zu hause.
Der Zug ratterte los. Wie aufregend das war. Am Abend traf der Zug endlich im Bahnhof München ein.
Hoffentlich wartet die Oma wie verabredet am Bahnsteig. Ludwig schnappt sich seinen Rucksack und
seinen Koffer, schnell raus aus dem Zug und Oma suchen. Müde und hungrig fällt Ludwig seiner Oma
um den Hals.
Es waren lustige Ferien, als zb Omas Nachbar mit dem scheußlichen Dudelsack vor ihrer Türe stand und ihr ein
Ständchen bringen wollte und Oma ihn mit dem Besen verscheuchte. Als Ludwig fragte wer das war meinte die Oma
nur ein verschmähte liebe und grinste. Nur wusste unser Ludwig damals nichts damit anzufangen.
Oder als an einem Nebeligen Abend plötzlich draußen ein Wolf heulte . Ein schreckliches Jaulen direkt am Haus.
sie saßen beim Abendessen als etwas ums Haus lief und auch noch an der Türe kratze. Ludwig bekam schreckliche
Angst . Die Oma schob vorsichtig die Fenster Gardine zur Seite Ich sehe nichts, meinte sie. . Ich muss vor die Türe nachsehen.
Aber nimm den Besen mit, oder lieber doch nicht?
Da war die Oma schon draußen. ooh wie süßes, rief die Oma, komm schnell raus und helfe mir.
Der Wolf war nur ein struppiger Streuner der sich am Bein verletzt hatte. Oma nahm ihn auf und nannte ihn Wolf. E r lebte noch einige
Jahre bei ihr.
Gleich am nächsten Morgen schrieb Ludwig einen Brief an seine Mutter und brache den zur Post.
Auch sein erstes Bier trank Ludwig mit Oma. Eines Abends legte sie plötzlich Bierdeckel auf den Tisch.
Prost Junge, auf uns. Da war der Ludwig 14 Jahre alt.

Nun wusste der Ludwig was zu tun ist. Er will Anita fragen ob die mit nach München fährt . Gleich morgen könnten sie los und nach Omas Häuschens sehen.
Vieleicht steht es noch . Vielleicht könnte er es kaufen, und dort mit seiner Anita wohnen. Gleich morgen würde er sie fragen .
ENDE

1xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

geschrieben von RudiRatlos am 01.08.2020:
liest sich angenehm ..

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