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4xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von AndyLoginius (Andy Loginius).
Veröffentlicht: 25.01.2026. Rubrik: Nachdenkliches


Glücklich verliebt?

Was wir Glück nennen - was wir Liebe meinen
Im Alltag benutzt man viel zu oft die Wörter Glück und Liebe. Wie definiert man diese Begriffe eigentlich?
GLÜCK
"Ich habe den Abschluss bekommen, ich bin glücklich." Du hast für den Abschluss immerhin etwas gelernt,
und es hat gereicht.
"Zum Glück bekam ich den Superjob." Den tollen Job bekamst du, weil du prädestiniert warst und die
Konkurrenz schwach.
"Ich habe den Jackpot im Lotto geknackt." Der Jackpot - ist das nicht reiner Zufall? Er kommt von außen und
garantiert kein hundertprozentig glückliches Leben. Manchmal geht es sogar daneben.
"Das ist eine glückliche Ehe." Auch hier: Die Ehe kann (aber muss nicht) kurz oder lang in die Brüche gehen.
"Nach einer schweren Krankheit bin ich glücklicherweise wieder gesund." Ist das wirklich Glück? Oder ist es
die Leistung der Medizin, der Mediziner und des technischen Fortschritts? Vielleicht ist es eine Mischung aus
beidem: äußere Umstände, die wir "Glück" nennen, und menschliche Kompetenz, die wir oft übersehen.
Wenn schon der Begriff Glück so unscharf ist und so oft von äußeren Umständen abhängt, wie steht es dann
erst mit dem Wort Liebe? Auch dieses benutzen wir täglich, als wäre es selbstverständlich - dabei ist es
vielleicht noch schwerer zu fassen, noch vielschichtiger und noch anfälliger für Missverständnisse als das
Glück.
LIEBE
Wie definiert man eigentlich Liebe?
"Es ist lieb von dir ..." Warum sagen wir nicht einfach: toll, super, nett oder schön von dir? Warum greifen wir
zu einem Wort, das viel größer ist als die kleine Geste, die wir beschreiben?
"Liebe Grüße." Auch hier gäbe es Alternativen: schöne, herzliche oder freundschaftliche Grüße. Doch wir
wählen "Liebe", obwohl wir damit nicht wirklich das große Gefühl meinen.
"Ich liebe das Essen, die Musik ..." Warum sagen wir nicht: Ich esse gerne, ich mag die Musik, ich höre die
Sängerin gern? Wir benutzen das Wort "Liebe" für Dinge, die wir eigentlich nur mögen.
Und dann der schwerste Satz: "Ich liebe dich." Warum sagen wir nicht: Ich mag dich, ich bin gerne bei dir, ich
möchte dich nicht missen? Vielleicht, weil "Ich liebe dich" eine Abkürzung ist für vieles, das wir nicht in Worte
fassen können: Zuneigung, Nähe, Akzeptanz, Vertrauen, das gemeinsame Durchstehen von
Schwierigkeiten. Liebe hat viele Formen - und keine davon lässt sich kaufen.
Warum also benutzen wir die Begriffe Glück und Liebe oft so, als wären sie Waren? Vielleicht, weil wir
hoffen, sie einfach besitzen zu können. Doch weder Glück noch Liebe sind käuflich. Beides entsteht dort, wo
wir bewusst leben, fühlen und handeln.
Jemand hat gesagt: "Glück ist nicht nur das, was passiert. Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Beides wächst dort,
wo wir bewusst leben und fühlen."
Und ich? Ich warte noch auf das große Glück. Die Liebe habe ich bereits gefunden. Zumindest glaube ich
das

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Angricolan am 26.01.2026:

Schlagworte, Phrasen, geliebte Übertreibungen, Missbrauch von Worten, Illusionen in einem Wort, Redewendungen.
Glück, ein Wort was Lächeln auslöst, kurzlebig oft ist.
Achtsam mit diesen Worten umgehen gehört zur Vergangenheit.
Beste Grüße und allen eine gute Zeit.

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