Veröffentlicht: 02.02.2026. Rubrik: Unsortiert
Du meinst es nicht ernst? - Teil 3
Teil 3
Unser Leben geht/ging weiter.
Annegret meinte da zu mir, bevor du einen neuen Job antrittst, solltest du deine Mutter besuchen. Ist das dein Ernst durfte ich zu Annegret nicht sagen, nicht mehr sagen, es nervte sie total.
Ich erinnerte mich: Zum ersten Mal mit ihr im Bett, sie verlangte danach, lehnte die Couch ab, weil sie zu schmal war, angeblich. Sie gab vor, ich tat, gab mein Bestes im doppelten Sinne. Meinen Lieblingssatz, der mit dem ernst und so kam zu oft, meinte sie danach. „Ohne den Satz bleiben wir zusammen, mit, trenne ich mich von dir“.
Besuch bei meiner Mutter. Der fiese Typ von damals, saß neben ihr.
„Guten Tag, wollte mal nach dir sehen, sah dich lange nicht“.
„Ich habe dich nicht vermisst, nur mein Erspartes“.
„Dachte ich mir, hat Er dir dein Geld zurückgegeben?“
Das Männlein merkte mir nicht gewachsen zu sein, schwieg.
„Verheiratet seid ihr wohl nicht?“
„Nein, die Rente deines Vaters wäre weg. Er bekommt nicht viel, zusammen geht es“.
„Es geht dir gut, mir geht es gut. Lassen wir es so wie es ist“.
„Wo wohnst du jetzt?“
„Bei Annegret, du kennst sie nicht. Sie hat nette Eltern, sind anders als du. Kontakt mit dir, ich habe sie gewarnt, ist nicht erwünscht“. Sie sah mein Grinsen, ahnte ein Scherz war es nicht. Ohne meine Blumen fuhr ich mit gutem Gewissen zurück.
Mein neuer Job trennte mich von Annegret. Anfangs gab es noch unsere Fernbeziehung. Sie maulte, ich sagte du bist Lehrerin nicht nur bei mir, konzentriere dich besser auf deine Karriere, meine geht steil nach oben. Sie, Annegret war Grundschullehrerin wollte mit Kleinen anfangen und danach zur Gesamtschule wechseln als Lehrerin, nicht um selbst zu lernen. Ihr Papa, ein Oberstudienrat oder sowas ähnliches am Gymnasium war froh mich los zu sein. Du machst mir eine Freude sagte er, als ich auszog. Den Grund kannte ich, der Typ hieß aber nicht Ernst.
So eine Betriebswohnung hat vor und Nachteile, wenn es den Blockwart gibt. Hausmeister sind anders, die melden krankspielen nicht der Geschäftsleitung oder wer mit wem im Haus so nahen, engen Kontakt hat.
Karl-Heinz Wolter, er stellte sich vor, schloss auf und fing an zu erklären als ob ich …
„Ich bin kein Muttersöhnchen, es reicht, Backofen und Waschmaschine kenne ich schon von innen“. Er gab mir die Schlüssel, kam am Abend nochmal an die Tür, fragte, ob Hilfe nötig wäre. Er nervte und bei sowas, es ist mein Ernst, da tauschte ich das Türschloss aus, neuer Zylinder rein. Sollte Karl-Heinz so Ambitionen haben bei Abwesenheit mal rumzuschnüffeln bei mir, gäbe es ein Problem für ihn.
Neues Abenteuer, neuer Job und nett sein überall. Frau Zylonka profitierte gleich von mir. Sie auf dem Weg zum Bus stieg ein bei mir. Wir trafen im Treppenhaus zusammen, kurz vor 7 Uhr.
Mein Mann, zwei Worte, klare Sache.
Ich habe keinen Mann, keine Frau, somit fuhr sie neben mir sitzend schweigend bis zum Parkplatz. Nach ihrem Danke nahm sie einen anderen Eingang. Sie ins Nebengebäude, ich nahm den Haupteingang.





