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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 07.04.2026. Rubrik: Fantastisches


Das Versprechen, Teil 4

Kapitel 7: Die Reise

Pünktlich zum Sonnenuntergang kam Auryn mit ihren Feenfreundinnen an den Eingang des Waldes. Auch mein Volk, die Hochelfen, waren bereits anwesend. Kurz darauf flogen die Waldelfen ein. Ich staunte, als ich die Tiere sah, auf welchen sie flogen, denn es waren riesige Adler. Einer der Waldelfen kam auf mich zugeflogen. "Mein Name ist Doriel, ich bin der Heerführer der Waldelfen. Wir sind bereit, um in den Krieg zu ziehen!" Ich warf ihm ein kurzes Lächeln zu, bevor er sich wieder an die Spitze der Waldelfen begab. "Es geht los!", rief ich, und alle Tiere flogen automatisch los. Auryn und ihre drei Vertrauten flogen dicht neben mir. "Wir wissen, wo sich die Dämonenelfen befinden. Normalerweise können wir Feen uns zu dem Ort wünschen, doch alle Elfen zu diesem Ort zu wünschen würde uns zu viel Kraft kosten, die uns dann im Kampf fehlt." Ich nickte zustimmend. "Wie lange werden wir brauchen?", fragte ich. "Wenn wir nur wenig Pausen machen, dürften wir es in sechs Stunden schaffen, an der Höhle anzukommen, welche diese Welt mit der Dämonenebene verbindet. Wir müssen sehr auf der Hut sein, denn ich habe gesehen, dass sie überall Späher postiert haben. Ich werde uns kurz vor dem Ziel verzaubern, damit wir unsichtbar sind." Dankbar nickte ich Auryn zu.

Während der Reise wurde kaum ein Wort gesprochen, sodass bedrückende Stille herrschte. Die Waldelfen wirkten angespannt wegen der Entführung meines besten Freundes, welcher ebenfalls ein Waldelf war, doch genauso entschlossen waren sie, ihn zu befreien. Ich hoffte inständig, dass die Dämonenelfen ihn noch nicht in einen Dämon verwandelt hatten. Bisher hatte ich mich nicht getraut, Auryn zu fragen, da ich das Gefühl hatte, die Wahrheit noch nicht verkraften zu können. Ein Teil von mir jedoch wollte unbedingt alles über Tariels Schicksal wissen, also wandte ich mich dann doch an Auryn. "Haben sie ihn ... ich meine, haben sie Tariel schon in einen Dämonen verwandelt?", fragte ich vorsichtig. Für einen Moment hielt ich den Atem an und hoffte, Auryn würde dies verneinen. Als sie jedoch mit dem Kopf nickte, zerbrach mein Herz in tausend Teile. Schuldgefühle stiegen in mir auf. Das schlechte Gewissen drückte unbarmherzig gegen mein Herz, und meine Kehle war plötzlich wie zugeschnürt. Dennoch wuchs auch eine Entschlossenheit in mir. Eine Entschlossenheit, alles dafür zu tun, dass die Dämonenelfen danach nur noch eine Erinnerung waren. "Schlechtes Gewissen bringt dich nicht weiter", sagte die Gedankenstimme meines Einhorns. Ich spürte eine seltsam beruhigende Magie von dieser Gedankenstimme ausgehen und atmete einmal tief durch, um mich vollends zu beruhigen. Das Letzte, was ich nun benötigte war, mich nur von meinen Gefühlen leiten zu lassen. Ich brauchte einen klaren Verstand, um diesen Kampf für mich entscheiden zu können. Nicht nur für mich, sondern auch für mein Volk.

Kapitel 8: Der erste Kampf

Eine Stunde, bevor wir die Höhle erreichten, ließ Auryn uns mit einem Zauber unsichtbar werden. Bald konnte ich auch schon einen Späher erkennen, welcher auf einem hohen Baum saß. Ich hob eine Hand, um das vereinbarte Zeichen zum Angriff zu geben, und sofort konzentrierten mehrere Elfen ihre Magie auf den Späher. Bevor dieser reagieren konnte, wurde er vom weißen Licht getroffen und zerfiel zu Asche. Unsere Gruppe flog weiter, bis wir die riesige Höhle erblickten, vor welcher zwei Dämonenelfen standen. Auryn hatte den Unsichtbarkeitszauber entfernt, da es ihr sonst zu viel Kraft gekostet hätte, diesen aufrecht zu erhalten. "Greift an!", rief ich meinem Volk zu, und sie begannen zu kämpfen. Pfeile flogen durch die Luft und Schwerter wurden geschwungen. Die Schwertkämpfer kämpften an der Front, während sich die Zauberer im Hintergrund hielten und ihre Zauber aus der Ferne wirkten. Auch die Bogenschützen flogen etwas weiter hinten auf ihren Reittieren. Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass die Magie der Dämonenelfen so mächtig war, dass sie die ersten fünf Schwertkämpfer innerhalb von Sekunden vernichtete. Schwarze Flammen tauchten in den Händen der Dämonenelfen auf und wurden auf die Krieger geschleudert. Die Zauberer konnten sich zum Glück mit ihren magischen Schilden schützen. Ich schoss weißes Licht auf die Dämonen und hatte sie schnell vernichtet, doch da tauchten zwei weitere Dämonenelfen vor der Höhle auf. Ich blickte über meine Schulter und sah, dass kaum noch Schwertkämpfer übrig waren und die Pfeile der Bogenschützen fast wirkungslos an den magischen Schutzschilden der Dämonenelfen abprallten. Nur die Magie der Elfen und Feen konnte ihnen etwas anhaben, wobei die weiße Lebensmagie am effektivsten war. Innerhalb von kurzer Zeit hatten Auryn und ich die anderen beiden Dämonenelfen vernichtet. Ich hörte Schritte aus der Höhle kommen, und als ich ihn sah, setzte mein Herz einen Schlag aus. "Tariel!", rief ich, doch er erkannte mich scheinbar nicht. Seine Augen waren tiefschwarz, und als er mich erblickte, lächelte er böse. Sofort begann er, mich mit seiner Dämonenmagie anzugreifen, doch ich war außer Stande, den Angriff zu erwidern. Plötzlich fühlte ich mich wie gelähmt. Es fühlte sich an, als wäre ich zu einer Statue erstarrt, denn ich konnte nichts Anderes tun, als meinen besten Freund anzustarren. "Wir beide können zusammen den Dämonenzauber aufheben", erklärte Auryn, bevor sie sich an ihre drei Feenfreundinnen wandte. "Ihr übernehmt unseren Schutz", befahl sie, und ihre Freundinnen gehorchten. Mit der Hoffnung, dass ich meinen besten Freund tatsächlich retten konnte, stellte ich mich neben Auryn, um zu erfahren, wie wir den Dämonenzauber aufheben konnten.

Fortsetzung folgt

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