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3xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 10.04.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Opfer des Todes, Teil 1

Kapitel 1: Die Auserwählung

Karelia saß gerade mit ihrer Mutter beim Frühstück, als es heftig an der Tür des Bauernhauses klopfte. "Wer kann das sein?", fragte Karelia, doch ihre Mutter zuckte nur mit den Schultern. "Ich habe nicht die geringste Ahnung." Karelia lebte mit ihrer Mutter und ihren kleinen vierjährigen Zwillingsbrüdern in einer Stadt Namens Antarius. Dies war die Hauptstadt von Lyrandar. Der dort regierende König Kioran war sehr böse und beutete sein Volk aus. Während er und andere hochrangige Personen in Saus und Braus lebten, ging es der allgemeinen Bevölkerung schlecht. Viele Menschen waren Sklaven und mussten harte Arbeit verrichten, um Essen und eine Unterkunft zu erhalten. Karelia und ihre Mutter hatten mehr Glück. Sie waren auch sehr arm, aber sie bewirtschafteten einen Bauernhof, und die Erträge wurden an den König geliefert. Dies stimmte ihn etwas milder, sodass er ihre Familie verschonte. "Ich gehe aufmachen", sagte Karelia und erhob sich. Sie war neugierig, wer jetzt an der Tür klingeln mochte, denn sie erwarteten niemanden. Die letzte Lieferung Getreide und Obst hatten sie dem König erst gestern gebracht, also konnte er es nicht sein, welcher Einlass begehrte. Als sie die Tür geöffnet hatte, stand sie einem Mann gegenüber, welcher furchterregend aussah. Er trug eine schwarze Kutte mit einer Kapuze, welche sein Gesicht vollständig bedeckte und nur zwei Schlitze für die Augen frei ließ. Außerdem trug der Mann einen Dolch bei sich. Erschrocken wollte Karelia die Tür schließen, doch der Fremde war schneller und stellte einen Fuß in die Tür. "Ihr könnt mich nicht herauswerfen!", rief er und ging durch die geöffnete Tür. "Was wollt ihr von uns?", fragte nun Karelias Mutter und stellte sich schützend vor ihre Tochter. "Ich bin ein Gesandter des Todesgottes. Er hat Karelia ausgewählt, um geopfert zu werden. Ich muss sie bitten, mit mir zu kommen." Karelias Herz setzte einen Schlag lang aus. Schon oft hatte sie von diesen Opferritualen einiger Menschen gehört, welche an einen Gott des Todes glaubten. Sie hofften, dieser könnte ihnen helfen, bei welchen Dingen auch immer. Viele Kinder, welche das 15. Lebensjahr vollendet hatten, wurden auserwählt und in einem grausamen Ritual in einem Tempel geopfert. "Ich gebe meine Tochter bestimmt nicht her!", rief Karelias Mutter und blieb stehen. "Wenn ihr nicht kooperiert, mache ich von meinem Dolch Gebrauch, und dies wird tödlich enden!", drohte der Todesanbeter. Karelia wollte nicht, dass ihre Mutter starb und schob sie sanft ein wenig weg. "Du musst mich gehen lassen. Meine Brüder brauchen dich, Mutter", sagte sie, und ihre Kehle war plötzlich wie zugeschnürt. Ihre Mutter starrte sie für einen Moment ungläubig an, und Tränen sammelten sich in ihren Augen. "Meinst du wirklich?", fragte sie. Karelia umarmte sie und nickte schließlich. "Eure Tochter ist vernünftig", stellte der Mann fest und zog Karelia am Arm weg.

Kapitel 2: Die Gefangenschaft

Mit einer Kutsche wurde Karelia in einen Tempel gebracht und dort in ein Kellerverließ gesperrt. In ihrer Zelle saßen auch noch zwei andere Mädchen Namens Laurina und Elisa, welche ebenfalls geopfert werden sollten. Während Elisa scheinbar stolz darauf war, ihre Seele dem Todesgott opfern zu können, ließ Laurina traurig den Kopf hängen. "Wir müssen etwas dagegen unternehmen!", rief Karelia, als der Mann außer Hörweite war. "Ich bin froh, dass ich geopfert werde", entgegnete Elisa. "So kann ich dem Gott des Todes meinen Respekt erweisen." "Du willst Respekt vor einem Gott haben, welcher junge Mädchen töten lässt? Das kannst du nicht ernst meinen!", empörte sich Karelia. "Die Diskussion darüber ist sinnlos", mischte sich Laurina ein. "Es gibt nichts, was wir tun können." Beide Mädchen wandten sich von Karelia ab, und diese konnte nicht verstehen, warum sie so leicht aufgaben. Sie selbst war immer eine Kämpfernatur gewesen, nichts konnte sie von ihrem Plan abbringen. Sie faltete die Hände und betete, denn wenn es einen Todesgott gab, musste es auch einen guten Gott geben, welcher das Leben liebte. "Wenn es da draußen irgendwo gute Mächte gibt, dann helft mir!", dachte sie immer wieder, bevor sie der Schlaf übermannte.

Fortsetzung folgt

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von CaptainX am 11.04.2026:

Hallo Rika.
Mal wieder schön und spannend erzählt.
Du erklärst immer sehr viel mit wenig Worten und wenig genug, um den Leser 'bei der Stange' zu halten.

Gruß
CaptainX


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