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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 11.04.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Opfer des Todes, Teil 2

Kapitel 3: Die Göttin des Lebens

Als Karelia erwachte, wusste sie nicht mehr, wo sie war. Im Verließ war sie jedenfalls nicht mehr. Sie sah sich um und sah nichts als Wald in ihrer Umgebung. Die Sonne stand hoch am Himmel, und plötzlich tauchte ein weißes Licht vor ihr auf. Zuerst war es eine riesige Lichtkugel, doch das Licht teilte sich. Als es verschwand, sah Karelia eine wunderschöne, junge Frau auf einem Stuhl sitzen. Sie trug eine weiße Robe am ganzen Körper und hatte ein Zepter in ihren Händen. Mit einem Lächeln begegnete sie Karelias Blick. "Hallo, Auserwählte", sagte sie mit einer lieblichen Stimme. "Wer bist du?", fragte Karelia. "Ich bin die Göttin des Lebens", antwortete die Frau. "Hast du auch einen Namen?", fragte Karelia nun. "Ist das denn wichtig?" Karelia überlegte einen Moment, schüttelte jedoch den Kopf. "Ich habe dich zu mir geholt, um dir Magie zu schenken, die Magie des Lebens und der Natur. Diese Magie kannst du einsetzen, um den Todesgott und seine Anhänger zu vernichten." Die Augen des Mädchens wurden groß. "Du ... willst mir wirklich Magie geben?", fragte sie, denn sie konnte es kaum glauben. Die Göttin nickte bestätigend und richtete ihr Zepter auf Karelia. Daraufhin kamen weiße und grüne Lichtblitze auf sie zugeflogen und drangen in sie ein. Sofort spürte Karelia eine neue Macht in sich aufsteigen. "Dies ist deine Magie. Nutze sie weise!" Plötzlich verblasste der Wald um sie herum, und sie fand sich im Verließ wieder. War dies ein Traum? Sie konzentrierte sich und konnte tatsächlich die Magie spüren, welche sie von der Göttin bekommen hatte. "Danke", flüsterte sie leise und faltete die Hände.

Kapitel 4: Die Opferzeremonie

Karelia konnte nicht sagen, wie viel Zeit vergangen war, denn sie hatte ihr Zeitgefühl in diesem dunklen Raum vollkommen verloren. Plötzlich öffnete sich die Zellentür und drei Wächter traten hinein. Sie hatten Dolche, welche sie auf die drei Mädchen gerichtet hatten. "Die Zeremonie beginnt", sagte einer von ihnen, und Karelia erhob sich. Sie war entschlossen, diesen Gott für alle Zeit zu vernichten, und dies trieb sie an. Sie liefen einen langen Gang entlang, bis sie in das Herz des Tempels vordrangen. In der Mitte stand ein riesiger Altar, welcher mit seltsamen Runen verziert war. Karelia sah drei Jungen, welche schon in der Nähe dieses Altars standen. Einer von ihnen war in Ketten gelegt und versuchte verzweifelt, sich loszureißen, ohne Erfolg. Karelias Herz krampfte sich zusammen, als sie das sah. Er musste furchtbare Angst haben. Ein Mann mit einer tiefschwarzen Kutte, welche ebenfalls mit den Runen des Altars bestickt war, trat vor, seine Augen auf die Gefangenen gerichtet. "Lasst uns den Gott des Todes beschwören!", rief er und vollführte mit seinen Händen komplizierte Gesten in der Luft. Dabei murmelte er Worte, von welchen eine starke magische Energie ausging. Karelias Magie wartete nur darauf, dass der Gott erschien, um ihn zu töten. Plötzlich tat sich ein Loch im Boden auf, und ein riesiges Skelett stieg empor. Die Augen des Skeletts richteten sich gierig auf die Gefangenen, als wollte er sie verspeisen. Jetzt war der Moment gekommen! Karelia schützte sich mit einer Kuppel aus weißem Licht und ließ eine riesige Lichtkugel auf den Todesgott los. "Die Auserwählte des Lebens!", rief dieser verärgert. "Die Legenden sind wahr!" Karelia wusste nicht, was er damit meinte, doch das war ihr auch egal. Sie hatte nur ein Ziel und schoss weitere Lichtkugeln auf den Gott. Dieser antwortete mit schwarzer Magie, welche ihr ziemlich zusetzte, denn ihr Schutzschild wankte bedenklich. Gerade als sie eine weitere Lichtkugel auf ihn schleudern wollte, kam ihr eine Eingebung. Sie konnte ihn nur besiegen, wenn sie ihren Schild aufgab und alle Magie auf ihn und seine Anhänger konzentrierte. Furchtlos ließ sie den Schild sinken und erschuf einen riesigen Ring aus Licht. Diesen spaltete sie in viele Lichtkugeln, welche die Anhänger des Gottes sofort in Asche verbrannten. Sie zog noch mehr Energie aus ihrem Körper, Energie, von der sie gar nicht gewusst hatte, dass sie sie überhaupt besaß. Der Gott war noch am Leben, das durfte nicht sein. Also schleuderte sie mit letzter Kraft eine Lichtkugel auf ihn. Zufrieden registrierte Karelia, wie er zu Asche verbrannte, da schwanden ihr die Sinne.

Epilog

Als Karelia wieder zu sich kam, befand sie sich abermals in diesem Wald. Diesmal aber war es nicht nur ein Traum, das konnte sie deutlich spüren. "Was ist passiert?", fragte sie, als die Göttin auftauchte. "Du hast all deine Energie verbraucht, auch die, welche du zum Leben benötigst." Karelia sog scharf den Atem ein. "Dies ist nicht schlimm, im Gegenteil. Es war notwendig, um den Todesgott für immer zu vernichten", antwortete die Göttin sanft. "Hast du gewusst, dass dies passieren wird?", fragte Karelia, und die Frau nickte zustimmend. "Ich wollte es dir nicht sagen, da es dich nur beunruhigt hätte. Keine Sorge, du bist bei mir herzlich willkommen, denn ich werde dich weiterhin brauchen, um mir gegen mächtige Feinde zu helfen. Dein Tod ist also dein Neuanfang." Für einen Moment dachte das Mädchen darüber nach, doch dann musste sie der Göttin zustimmen. Nun hatte sie sich tatsächlich geopfert, aber es war für einen guten Zweck.
Ende

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von CaptainX am 12.04.2026:

Hallo Rika.
Schöne kleine Geschichte mit einer unerwarteten Wendung und 'Happy End'. Las sich locker und flockig. Alles sehr anschaulich geschrieben.

Gruß
CaptainX

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