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2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Angricolan (Angricolan).
Veröffentlicht: 07.08.2026. Rubrik: Menschliches


Einmal ist Ende

Nur kein Stress jetzt, er sagte es sich selbst schon den ganzen Tag. Bleib ruhig, auch wenn sie tobt, dich beleidigt, dir einiges unterstellt.
Es war 17 Uhr, neben ihm stand sein gepackter Koffer und eine große Reisetasche. Sie wusste er wird in den nächsten Monaten, vielleicht in diesem Jahr nicht mehr zu ihr kommen. Sie hatte versucht ihm ihre Zweitschlüssel zu geben damit er in die Wohnung kam. Ihre Worte dazu waren gewesen, wenn ich krank werde, kannst du immer zu mir kommen egal zu welcher Tageszeit. Er hatte abgelehnt angeführt er wohne doch über 800 Km entfernt von ihr und mal so eben ginge wirklich nicht.
Sie versuchte, scheiterte und ahnte er würde sie vergessen. „Bin ich zu alt für dich, hast du eine jüngere Freundin?“
„Thea wir haben wie oft schon darüber gesprochen. Du hast dein Leben, willst dich nicht verändern, wohnen bleiben in dieser Großstadt“. Er sah sie an, bemerkte ihre Tränen die er als nicht echt ansah. Er kannte sie schon vier Jahre wobei kennen so richtig nicht stimmte. Mit der Wahrheit spielte sie gerne, glaubte er erinnert sich nicht. Es war ein Irrtum, er behielt und bemerkte so ihr Spiel je nach Laune oder Zweck, um etwas zu erreichen. Von seinem Leben wusste sie wenig. Details zu seinem Beruf, seinem Lebensort und wie er lebte gab er ihr gegenüber nicht preis.
„Du kannst mir Mails schreiben oder mich anrufen, du hast die Handynummer. Ich habe dir gesagt das einige Projekte auf mich warten, ich nicht gleich erreichbar bin. Du hast hier deinen Freundeskreis bist nicht allein und Männernamen will ich nicht aufzählen, lernte zwei von ihnen bei dir kennen“.
„Georg von denen ist mir keiner so nah wie du es warst und bist. Bitte werfe mich nicht einfach weg. Ich kann Trennungen sehr schlecht verdauen werde depressiv und du weißt ich war nicht nur einmal in einer Klinik und zur Reha“.
„Du hast mir davon erzählt. Es war in den Jahren, wo wir uns noch nicht kannten. Ich sagte dir auch schau nicht zurück, sondern ins Heute. Erzwingen kann man nichts und ich war ehrlich mit dir von Anfang an“.
„Ja das stimmt. Ich wusste, worauf ich mich einlasse, hoffte du bleibst eines Tages länger bei mir“.
Er stand auf nahm seinen Mantel, sie blieb sitzen. Er beugte sich zu ihr herunter, gab ihr einen Kuss zum Abschied, sah ihr in die Augen. Jeder hat sein Leben seins unterlag Veränderungen. Er musste sich von ihr trennen, an sich denken. Warum ist sie so stur dachte er am Anfang. Seine Einladungen zu ihm zu kommen, lehnte sie ab schob Arzttermine vor und ihre Katze würde niemand nehmen. Er sah es als vorgeschobene Gründe an, denn Lösungen gibt es immer. Es war gut so gewesen bei ihm gab es den Wohnungswechsel. Aus einer Freundschaft vor Ort wurde mehr. Sie wohnte nun bei ihm, wusste von Thea und akzeptierte seine kleine Fernbeziehung wie er es nannte. Gleiche Interessen, gemeinsame Unternehmungen, politisch mit gleicher Meinung und den Halt, den er ihr gab, wie sie es ausdrückte. Er hatte Verständnis für ihre Marotten, ihre kurzen Ausraster waren allerdings mehr geworden. Nicht nur einmal drohte sie mit ich bringe mich um, wenn du mich verlässt. Als er nachhakte, warum jetzt dein Verhalten kam Freunde wandte sich von ihr ab. Einen, Jonas kannte er, fragte ihn nach dem warum. Die Antwort erschreckte ihn, bereitete ihn auch vor auf das, was kommen könnte. Sie ist verrückt hatte Jonas gesagt. Er kannte sie länger, wusste einiges über ihre Scheidung und was da abgelaufen war. Sie ist unberechenbar hatte Jonas am Ende des Gespräches gesagt und das er nun in Dresden wohnt.
Alle ihre nahen Freunde waren mit den Jahren weiterweg gezogen, nicht mehr schnell erreichbar. Ich bin auf der Rückfahrt Charlotte, schrieb er auf dem Handy seiner Lebensbegleiterin, freue mich schon dich zu sehen und setzte ein Herz dazu.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Rautus Norvegicus am 08.08.2026:
Kommentar gern gelesen.
Lieber Angricolan,

Frauen sind das Salz in der Suppe des Lebens, können sie aber auch versalzen. Man wird älter, braucht sie aber doch noch, als Mann. Sie brauchen einen Mann ganz offensichtlich nicht mehr, es sei denn, er ist verständnisvoll, einigermaßen gebildet und bereit, ausdauernd ihren Rede-Ergüssen zu lauschen.

Und lässt sie ansonsten in Ruhe. Sie möchten nehmen, sind aber nicht mehr bereit (ok, das ist die Natur) zu geben. Und wenn neben ihnen für dich eine jüngere Frau, aus nachvollziehbaren Gründen, interessant wird, lassen sie ihre Maske aus Schminke und Puderschichten fallen und versuchen nur sich selber als Lösung zu präsentieren.

Manchmal mundet eine ungesalzene Suppe eben doch besser, besonders dann, wenn der Magen ohnehin angegriffen ist.

Mit lieben Grüßen
🐀
Rautus




geschrieben von Angricolan am 09.08.2026:

Im späten Frauenalter... da fragt Mann sich bist du es noch wirklich oder jetzt ein völlig anderer Mensch Mädel. Was willst du wirklich noch von mir außer... eben das was alle annehmen.
Der Altersunterschied, die körperliche Verfassung, der Kontostand, alles spielt eine Rolle im letzten Lebensfünftel.
2026, schaut man in sein Lebensumfeld so sieht man die Lücken, die Kurzzeittrauer, den Nachholbedarf, das sich hinorientieren wo noch etwas erhofft wird.
Nicht ein Mann ist dann risikofreudiger, es ist die Frau. Blicke ich zurück so könnten noch viele KG geschrieben werden.
Danke für deine Worte Rautus

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