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2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Angricolan (Angricolan).
Veröffentlicht: 11.07.2026. Rubrik: Menschliches


Finger weg

Zwei Worte mit großer Wirkung. Alles mal anfassen, nicht jeder lernt etwas dabei. Bei fremdem Eigentum ist es ein Besitzverlangen, das einige Menschen dahinführt, einmal ergriffenes mitzunehmen, ohne zu bezahlen. Susanne K. klagte mir ihr leid. Da zahlte sie schon 2000 Euro Miete, hat steigende Nebenkosten und nun nach einer Bestandsinventur eine Übersicht, die sie wütend machte.
Ich stellte ihr ein Glas mit eiskaltem Crémant (Sekt) hin. Sie griff gleich danach, trank langsam. „Danke, was meinst du soll ich den Laden schließen, mir einen Job suchen als Angestellte?“
„Die Alternative wäre Spiegel und einige Kameras, die alles aufzeichnen. Deine eigene Präsenz im Geschäft solltest du stundenmäßig erhöhen. Du bekommst doch nicht mit was da abgeht über den Tag“.
„Das wird mir zu viel, ich muss…“. Ich unterbrach sie mit du musst mehr an dich denken als an deine Teilzeitkräfte, deine Anwesenheit könnte eine oder zwei einsparen“.
Susanne, ich nannte sie lieber Susie, benutzte mich mal wieder als Ablage für ihre Sorgen und Probleme. Für mich war sie unbelehrbar mit ihren nie ausgehenden Gegenargumenten. Ich wusste sie hat ein Polster, das aber schrumpfte, da ihr Geschäft zu wenig Gewinn abwarf. Ihre Ansprüche, sei es Auto oder Urlaub, dazu dieses muss ich mal ausprobieren kostete halt Euros, war alles nicht umsonst.
„Könntest du bitte?“
Sie hielt mir ihr leeres Glas hin. Ich entnahm dem Kühlschrank die Flasche und füllte nach, trank selbst nur Fanta. Was nun folgte kannte ich und sorgte vor in dem ich ihren Autoschlüssel von ihr unbemerkt an mich nahm.
„Bestellen wir uns eine Pizza, können sie uns teilen so wie letztens bei mir, viel esse ich ja nicht“.
„Ich habe noch zwei kleine eingefroren, nehmen wir doch diese“. Sie nickte, ich stand auf nahm mein Handy mit in die Küche. Sehend Susie lag jetzt auf der Couch verband ich das Beschicken des Backofens mit einem Telefonanruf hin zu ihrer Tochter. Ich komme sagte diese, sitze gerade im Bus.
Nach dem Essen, ihrem dritten Glas Crémant fühlte sich Susi wieder gut drauf, grinste mich an. „He tu nicht so, weiß was du wieder in der Küche getan hast. Dein Smartphone war weg, als du rausgingst. Du musst mich nicht immer retten wollen“.
„Du kommst doch gerne, um von mir gerettet zu werden“.
„Stimmt, ich gebe es aber nicht zu“.
Finger weg sagte ich, als sie mir nachkommend in der Küche zur Flasche griff. Es reicht, nicht alles trinken Doro kommt gleich. Ihre Tochter kam und sagte mich umarmend danke Mama tobte wieder zu Hause ich habe ihr gesagt diesmal nicht mit mir, fahre zu ihm er mag dich doch und hilft immer damit du wieder runterfährst.
Mütter und ihre schon erwachsenen Töchter.
„Der Laden ist noch ihr Untergang, bald ein Grund mir eine eigene Wohnung zu suchen. Bitte sage es ihr nicht“.
Gegen 22Uhr kam meine Frau zurück, schnupperte schon im Eingangsbereich mit der Garderobe, als sie ihre Jacke aufhängte.
„War Susanne hier, während ich weg war?“
„Ja, bitte frage nicht weiter, denn Doro holte sie ab“.
„Alles klar Monatsende und sie brauchte wieder…“. Was sie brauchte, sprach sie diesmal nicht aus. Sie ging ins Bad hatte mit Blick in die Küche die Crémant-Flasche gesehen.

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