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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2020 von Angricolan (Angricolan).
Veröffentlicht: 08.06.2026. Rubrik: Menschliches


Im Industriepark

Kurz nach 20 Uhr kam ich durch die Unterführung der Autobahn zurück auf meinem Abendspaziergang wieder an den Rand des Industriegeländes. Das Wohnmobil, ich bog rechts ab in die von der Autobahn kommende Nebenstraße, stand sonst noch nicht da. Ich erinnerte mich, hier entlang kam ich selten, wählte lieber den Feldweg seitlich der Autobahn für den Rückweg.

Vor dem Wohnmobil stand ein schwarzer Wagen in den ein Mann einstieg. Er hatte das Wohnmobil verlassen. Er fuhr langsam los, sah noch sein Wuppertaler Kennzeichen. Das Wohnmobil hatte ein K, also Köln. Kurz bevor ich das weiße, etwas in die Jahre gekommene Fahrzeug erreichte, verließ es eine Frau trinkend aus einer kleinen Mineralwasser Flasche. Sie spülte ihren Mund aus und spuckte das Wasser in das Gras am Rande des Fußweges.
Sich umdrehend, da sie Schritte gehört hatte, lächelte sie mich an.
Ich wünschte ihr einen guten Abend, worauf sie lachend sagte: "Etwas davon hatte ich schon, mehr wäre nicht schlecht".

Frag einfach dachte ich. " Neu hier im Gewerbegebiet?". Ich tat es stehenbleibend vor ihr. Sie trank weiter aus der Flasche, bevor sie antwortete. "Seit vorigen Samstag parke ich hier“.
„Machen sie hier Urlaub, Camping ja wohl nicht, oder?“
Sie schaute auf ihre Armbanduhr. Ich sah eine Handynummer am Seitenfenster neben der Tür mit einem Namen.
„Wie läuft es denn hier so ohne Konkurrenz?“
„Ganz gut, ich bin wohl derzeit die Einzige hier. Möchtest du mit reinkommen?“
„Heute nicht, ich werde daheim erwartet“.
„Schade, vielleicht an einem anderen Tag. So ab Mittag stehe ich hier bis 24 Uhr. Du kannst auch anrufen, wir machen einen Termin damit ich frei bin“.
„Schaun wir mal, muss weiter“.
Im Gewerbegebiet, dazu nah der Autobahn mit seinen Auf- und Abfahrten dazu den übers Wochenende parkenden LKW, gibt es viele Beschäftigungsmöglichkeiten und halt die Spätschichten. Bisher habe ich niemand davon erzählt, gehe seit der Begegnung lieber andere Wege.

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